Rosenherzen

Rosenherzen

Die Rosenherzen dürfen bei mir zu Weihnachten nicht fehlen. Die Kombination von Mürbteig mit Zitronenschale, Hagebuttenmarmelade, Himbeermarmelade und Zuckerguss schmeckt süß, aber nicht zu süß. Einfach ausgewogen und genau richtig. Mit dem hübschen Rosa sind sie ein Eyecatcher auf jedem Keksteller. Die Rosenherzen sind zwar ein bisschen aufwendig zu machen, aber es lohnt sich!

Rosenherzen

Knapp vor Weihnachten habe ich ganz unweihnachtliche Gedanken. Der eine Gedanke ist der: Darf man in der Weihnachtszeit, der angeblich ruhigsten Zeit des Jahres, einfach fertig sein? So fertig, dass man nicht einmal mehr backen möchte, sondern am liebsten auf das Sofa sinken und liegenbleiben würde?

So geht es mir nämlich gerade. Mit der Weihnachtsbäckerei bin ich aus verschiedenen Gründen nicht so weit gekommen wie geplant, da muss noch einiges erledigt werden. In den nächsten zwei Tagen stehen zwei Sorten Kekse auf dem Programm und zwei Cheesecakes, der Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen und der Erdnussbutter-Schokolade-Cheesecake mit Schokoglasur. Und dann ist erst mal Schluss mit Backen! Weil das Sofa ruft, und zwar ziemlich laut.

Rosenherzen

Der zweite unweihnachtliche Gedanke betrifft das Bloggen. Täglich bewundere ich tolle Weihnachtsposts auf diversen Blogs – superschönes Gebäck, liebevolle Dekoration, selbstgebastelte und -gebackene Geschenke jeder Art, alles perfekt in Szene gesetzt und professionell fotografiert. Da geht so viel Zeit, Aufwand und Einsatz in diese Posts! Leute, wie schafft ihr das? In einer Zeit, die vollgepackt ist mit Vorbereitungen für das Fest? Absolut bewundernswert!

Beim Betrachten dieser Beiträge beschleicht mich allerdings immer wieder eine ganz unweihnachtliche Nachdenklichkeit. Mit dem, was da geboten wird, kann ich da nicht mithalten, weder zeitlich noch organisatorisch noch in technischer Hinsicht. Da können schon mal leise Selbstzweifel aufkommen.

Rosenherzen

Nach langem Nachdenken über dieses gar nicht weihnachtliche Thema habe ich meine Selbstzweifel bei der Tür rausgesperrt. Mein Blog bleibt, wie er ist, ich bleibe, wie ich bin, und ich mache so weiter wie bisher. Und vor allem passe ich gut darauf auf, dass mir die Freude am Bloggen nicht verloren geht! Das ist doch mal ein guter Vorsatz für das neue Jahr, findet ihr nicht?

Rosenherzen

Nachdem ich das losgeworden bin, stelle ich euch mein vorletztes Keksrezept für heuer vor, die Rosenherzen. Das Rezept stammt aus dem Nürnberger Weihnachtsbackbuch* (Werbung) von Karl Neef. Ich habe es leicht abgeändert. Neef nimmt für den Mürbteig Butterschmalz. Ich habe das ein Mal versucht, war aber nicht überzeugt. Ich verwende lieber Butter.

Rosenherzen

Ansonsten gibt es zu den Rosenherzen nicht viel zu sagen. Außer vielleicht, dass ich in der Verwandtschaft eine Person habe, die sich aus jedem von meinem Keksteller gezielt alle Rosenherzen heraussucht und sie alle ganz alleine isst. Wer eines erwischen will, muss schnell sein!

Rosenherzen

Noch mehr Weihnachtskekse

Hab einen feinen Tag!

Rosenherzen

  • Portionen: Ca. 50-60 Stück, je nach Größe
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Zutaten Mürbteige

175 g Butter (laktosfrei, wenn du sehr empfindlich bist)
Abgeriebene Schale von einer halben Zitrone
1 EL Vanillezucker
100 g Zucker
3 Eigelb
270 g Mehl

Zutaten Füllung und Glasur
Ca. 200 g Hagebuttenmarmelade
Ca. 150 g Himbeermarmelade ohne Kerne, oder Ribiselmarmelade
140 g Staubzucker

Zubereitung
1. Mürbteig mit der Küchenmaschine: Mehl, Zucker, Vanillezucker, Eigelb und Zitronenschale in eine große Rührschüssel geben. Die Butter in kleinen Stücken dazu geben. Mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Abschließend mit den Händen gründlich durchkneten. Den Teig etwa eine halbe Stunde kühlen.
Mürbteig von Hand: Mehl, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale auf die Arbeitsfläche geben. In der Mitte eine kleine Grube formen. Die Butter in kleinen Stücken in die Grube geben, dann die Eidotter darüber geben. Mit kalten Händen schnell zu einem glatten Teig kneten. Den Teig etwa eine halbe Stunde kühlen.
2. Backrohr auf 190° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen.
3. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Herzen ausstechen und auf das Backblech legen. Etwa 8 Minuten lang goldbraun backen, dann aus dem Backrohr nehmen. Auf ein Kuchengitter oder einen Teller geben und komplett auskühlen lassen.
4. Die Hagebuttenmarmelade in einen kleinen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Jeweils ein Herz mit warmer Hagebuttenmarmelade bestreichen, ein zweites Herz darauf setzen.
5. Die Himbeer- oder die Ribiselmarmelade in einem kleinen Topf aufkochen lassen. Mit einem Silikonpinsel oder einem Backpinsel die Oberteile der Herzen dünn mit der Marmelade bestreichen. Die Marmelade etwa 10 bis 20 Minuten anziehen und leicht trocknen lassen.
6. Den Staubzucker mit Wasser verdünnen, bis eine dickflüssige Glasur entsteht. Lieber erst wenig Wasser dazu geben und nach und nach Wasser hinzufügen, bis die Konsistenz passt. Die Glasur mit einem Pinsel dünn über die Himbeer- oder Ribiselmarmelade streichen. Die Marmelade soll durchschimmern; die Herzen sehen nun hübsch rosa aus.

Rosenherzen 1

Die Glasur können nach Belieben mit Zuckerperlen oder –streusel verziert werden. Ich mag diese Herzen sehr gerne pur.

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