Startseite » Laktosefrei Backen ist nicht schwer. Ich zeige dir, wie’s geht!

Laktosefrei Backen ist nicht schwer. Ich zeige dir, wie’s geht!

Als der Arzt 2007 die Diagnose stellte, war ich völlig überfordert: Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz hatte ich also – und keine Ahnung, wie ich damit umgehen sollte. Der Arzt hat mir zwei Listen in die Hand gedrückt mit Lebensmitteln, die ich vermeiden sollte. Dazu bekam ich die Info, ich solle mich im Internet informieren. Das war´s.

Also habe ich mich auf die Suche nach Nahrungsmitteln gemacht, die ich vertrage – und die mir auch schmecken! Besonders die Laktose hat mir zu schaffen gemacht. Die war ja scheinbar überall drin, im Lieblingsmüsli genauso wie im Schinken und in den Chips. Ich war echt geschockt. Da blieb gefühlt nicht mehr viel übrig!

Und Süßes ohne Laktose, das schien es überhaupt nicht zu geben. Also keine Nougatschokolade mehr, kein Vanilleeis und keinen Eiskaffee. Keine Chocolate Chip Cookies, keine Cremeschnitten und keine Sachertorte.

Die Fruktoseintoleranz hat mich noch mehr eingeschränkt. Obst gab´s nur mehr in winzigen Mengen, wenn überhaupt. Säfte, Soft Drinks, Smoothies – gestrichen. Und kein Zucker mehr, weil sich Haushaltszucker aus Galaktose und eben Fruktose zusammensetzt.

Ich war unglücklich. So machte das Leben keinen Spaß.

Schluss mit Frust: Es gibt viele leckere laktosefreie und fruktosearme Produkte und Zutaten!

Aufgeben war aber nicht. Auf gutes Essen und Genuss zu verzichten, das kam für mich nicht in Frage.

In den Wochen und Monaten nach der Diagnose habe ich mich also intensiv mit Nahrungsmittelintoleranzen auseinandergesetzt. Ich habe viel im Internet recherchiert & schlaue Bücher gelesen.

Und viel gelernt: In Butter ist nur ganz wenig Laktose drin; die verträgt man normalerweise auch mit Laktoseintoleranz. Karamell kann man selber machen. Marmelade und gekochtes Obst sind besser verträglich als frisches Obst. Ich hatte ein Aha-Erlebnis nach dem anderen und wurde wieder zuversichtlich. Damit ließ sich etwas anfangen!

Vor allem aber habe ich die Supermärkte nach verträglichen und leckeren Lebensmitteln abgeklappert. Bei den Milchprodukten sah es damals noch richtig mager aus; einzig laktosefreie Haltbarmilch und laktosefreien Schlagrahm bekam ich zu kaufen. Immerhin.

Und ich habe weitere laktosefreie Produkte entdeckt: Da gab es doch tatsächlich laktosefreie Schokokekse! Und dunkle Schokolade, die sich ganz toll als Kuvertüre macht! Und Haferkekse, in denen keine Laktose drin war!

Zu meiner großen Freude stellte sich auch heraus, dass ich Zucker vertrage. Ich musste also nicht auf Alternativen umsteigen.

Hurra, ich kann wieder backen – und mit Genuss essen!

Trotzdem hat’s mit Kuchen, Torten & Süßigkeiten ausgesehen. Die Auswahl war gering; vor allem Anfangs, in den 2000ern. Immer nur Biskotten und Manner Waffeln, das war auf Dauer zu eintönig. Ich wollte Abwechslung.

Also habe ich gebacken. Und zwar so, dass ich die Kuchen, Torten und Cookies auch vertrug. Ohne Laktose, mit wenig Fruktose. Es funktioniert und schmeckt.

Mittlerweile kenne ich mich mit dem Thema „Laktose- und Fruktoseintoleranz“ gut aus. Ich weiß, wo Laktose drin ist und wo nicht; wie ich im Supermarkt laktosefreie Produkte erkenne; wie ich laktosehaltige Zutaten ersetzen kann. Und welches Obst ich vertrage und verwenden kann.

Manchmal ist die Suche nach den Zutaten aufwändig oder das Backen umständlicher als sonst, aber es geht. Chocolate Chip Cookies, Cremeschnitten, Sachertorte, das gibt es alles wieder, nur eben laktosefrei.

Und es schmeckt – und zwar nicht nur mir, sondern auch meinen FreundInnen, KollegInnen und Gästen, ob mit oder ohne Intoleranzen!

Das findest du auf ichmussbacken

Auf meinem Blog ichmussbacken stelle ich meine Rezepte so vor, wie sie für mich funktionieren, laktosefrei und eher fruktosearm. Außerdem findest du Tipps zu laktosefreiem Backen.

Übrigens: Wenn du Laktose verträgst, kannst du die Rezepte einfach mit deinen „normalen“ Produkten backen. Klappt und schmeckt!