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Ribiseltorte mit Schneehaube, laktosefrei

Die Ribiseltorte mit Schneehaube ist ein köstlicher Sommerkuchen: Süß-säuerlich, mit wenig Teig und viiiielen Ribiseln in einer luftigen Schneehaube. Leicht und erfrischend, und außerdem schnell gemacht!

Ribiseltorte mit Schneehaube

Eine kleine Story zum Rezept

Das Rezept habe ich in einem alten Rezeptheft meiner Wiener Oma gefunden. Woebei „Rezeptheft“ übertrieben ist: Meine Oma hat Rezepte in ein gewöhnliches unliniertes DIN A6 Schulheft geschrieben.

Ich habe darin einige Rezepte entdeckt, die ich aus meiner Kindheit kenne. Ein paar davon habe ich und auch schon nachgebacken und auf den Blog gestellt: Die Linzer Augen zum Beispiel, den Obstfleck, den Gugelhupf. Auch das Rezept für die Topfenschnitten dürfte dasselbe sein, das ich von meiner Mutter kenne und nachgebacken habe. Ich bin wirklich froh, dass mir diese schönen Rezepte weitergegeben wurden und sie nicht verloren gehen!

Manche Rezepte sprechen mich allerdings nur wenig an: Die Schokobusserln zum Beispiel. Die mochte ich ehrlich gesagt nie besonders gerne. Ich habe sie halt gegessen, weil sie da waren 😊.

Vielleicht backe ich sie trotzdem mal nach. Nur um zu sehen, ob ich mich richtig erinnere oder ob sie vielleicht besser sind als es mir vorkam. Vielleicht lässt sich auch das Rezept verfeinern. Solche neugierigen Back-Projekte machen mir Spaß!

Zurück zum Rezeptheft: Viele der Rezepte für Kuchen, Torten, Knödel und Kekse sagen mir gar nichts. Ich kenne sie nicht, und und ich backe mich so nach und nach durch.

Was nicht ganz einfach ist: Omas Angaben sind sehr dürftig. Meistens hat sie nur die Zutaten notiert. Feinheiten wie Zubereitungsschritte oder Backzeit? Fehlanzeige!

Weil bei mir gerade die Ribisel herrlich reif sind, wollte ich endlich die Ribiseltorte aus dem Heftchen umsetzen. “Ribiseltorte (Kluger)” steht dort als Überschrift. An eine “Frau Kluger” kann ich mich noch dunkel erinnern. Allerdings kenne ich sie nicht persönlich; ich weiß nur, dass der Name in meiner Kindheit oft gefallen ist. Bild zum Namen habe ich keines; ich habe null Ahnung, wer die Person hinter dem Namen sein könnte.

Bei Frau Kluger muss ich mich jedenfalls bedanken: Offenbar hat sie meiner Oma das Rezept für diese hinreißende Ribiseltorte verraten. Das Rezept ist eine echte Entdeckung: Diese leichte, saftige, süß-säuerliche Ribiseltorte hat das Zeug zur Lieblingstorte!


So einfach bereitest du die Ribiseltorte mit Schneehaube zu

Die Angaben in Omas Rezeptheft waren wie gesagt vage. Zum Glück ließen sie sich recht gut interpretieren.

Aus den Zutaten für den Boden war klar, dass das ein Rührteig sein muss. Ich habe also Butter und Zucker gut schaumig gerührt, dann das Eigelb eingearbeitet und zuletzt das Mehl untergehoben. Für ein bisschen Raffinesse habe ich noch Vanillezucker zum Teig gegeben. Kann nicht schaden, habe ich mir gedacht.

Ribiseltorte mit Schneehaube, von oben

Den Teig habe ich in eine 24er-Springform gestrichen. Da kamen mir kurz Bedenken: Der Boden ist recht dünn, er ist nur 1-2 cm hoch. Ich habe mich kurz gefragt, ob meine Oma vielleicht eine kleinere Form verwendet hat? Die Antwort war sonnenklar: Meine Oma hatte keine Backformen unterschiedlicher Größe. Es gab nur 24er-Springformen, Punkt. So falsch konnte mein Backversuch mit der 24er-Springform nicht sein.

Für die Schneehaube werden Eiweiß und Zucker gut schaumig geschlagen, dann kommen die Ribisel dazu. Die Schneemasse kommt sofort auf den Teig.

Ribiseltorte mit Schneehaube

Wie immer ging bei der Backzeit das große Rätselraten los. Meine Oma hätte gesagt „Na im Rohr bei mittlerer Hitze, bis es halt fertig ist.“ Ich habe mich entschieden für 180 °C Ober- und Unterhitze. Nach 40 Minuten war die Schneehaube schön goldgelb. Also kam die Ribiseltorte raus aus dem Rohr. Ich wollte nicht, dass die Torte zu dunkel wird.

Im Nachhinein denke ich mir, dass die Ribiseltorte noch 5 Minuten im Rohr vertragen hätte. Die Schneehaube ist bei mir beim Abkühlen zusammengesunken. Ich weiß nicht, ob das so gehört, oder ob die Backzeit zu kurz war. Dem Geschmack hat die eingesunkene Schneehaube nicht geschadet. Beim nächsten Mal werde ich die Torte trotzdem ein paar Minuten länger backen und schauen, ob die Schneehaube dann stabiler ist.

Ribiseltorte mit Schneehaube

Ich fand die Ribiseltorte jedenfalls mega-lecker und werde sie sicher nochmal backen. Vielleicht sogar schon dieses Wochenende. Ich habe noch genug Ribisel auf den Sträuchern, und sie war einfach zu köstlich. Danke, Frau Kluger!


Vielleicht sind ja auch diese Rezepte mit Obst etwas für dich:

Lies gerne rein, vielleicht ist ja ein Rezept für dich dabei. Ich wünsche dir einen schönen Tag!

Ribiseltorte mit Schneehaube, laktosefrei

40-45 min bei 180 °C Ober-/Unterhitze
1 Torte, 24 cm Durchmesser

Die Ribiseltorte mit Schneehaube ist süß-säuerlich, mit wenig Teig und vielen Ribiseln in einer luftigen Schneehaube. Leicht und erfrischend!

Zutaten

  • Teig
  • 150 g weiche Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
    150 g Mehl
    50 g Zucker
    1 EL
    1 Eigelb

  • Schneehaube
  • 4 Eiweiß
    250 g Zucker
    250 g Ribisel (= rote Johannisbeeren)

Zubereitung

  • Backrohr vorheizen auf 180 °C Ober-/Unterhitze. Springform einfetten.
  • Butter, Zucker und Vanillezucker mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer bei hoher Stufe 5-10 min hell und luftig schlagen. Eigelb gut unterrühren.
  • Mehl darüber sieben und auf niedriger Stufe unterrühren, bis sich alles gerade so zu einem Teig verbunden hat.
  • Teig in die Springform geben und glattstreichen.
  • Ribisel waschen, trockentupfen und abrebeln. Das geht am besten mit einer Gabel: Ribisel damit vom Stiel streifen.
  • Die Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel geben. Auf niedriger Stufe leicht schaumig schlagen, dann den Zucker dazugeben und auf hoher Stufe zu steifem Schnee schlagen. Ribisel unterheben.
  • Schnee über den Boden streichen und mit der Rückseite eines Esslöffels hübsche Wellen und Wolken formen. Backen, bis die Schneehaube goldgelb ist. Aus dem Rohr nehmen, in der Form erkalten lassen. Dann auf Tortenplatte setzen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst oder nur wenig empfindlich bist, nimmst du normale Butter.

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