Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Gestern gebacken, heute schon auf dem Blog: Die Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren schmeckt so gut, dass ich das Rezept so schnell wie möglich auf dem Blog vorstellen wollte. Die Torte ist außerdem nicht nur köstlich, sondern auch ein schön knallig-bunter Farbtupfer auf dem Kaffeetisch. Eine optische Wohltat ist das, besonders an so grauen Tagen wie heute! Unbedingte Nachback-Empfehlung!

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Die Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren ist mein erstes Mohn-Rezept auf dem Blog. Bei Mohn scheiden sich ja die Geister – die einen mögen ihn, die anderen lieben ihn. Ich mag Mohn, allerdings muss er wirklich frisch sein. Sonst schmeckt er muffig und ranzig, und das mag ich gar nicht.

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Das Rezept für diese herrliche Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren habe ich bei Das Beste von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen* (Werbung) entdeckt. Boden und Topfenfülle habe ich daraus übernommen, das Topping habe ich geändert: Im Original-Rezept bekommt die Torte einen Himbeer-Spiegel. Ich habe stattdessen meiner Mohn-Topfen-Torte eine Krönung aus Himbeeren und Tortengelee verpasst. Ich finde die in Gelee erstarrten Himbeeren einfach hübsch!

Die Mohn-Topfen-Torte ist nicht das einzige Rezept, das ich aus der Kochbuchserie mit den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen nachgebacken habe. Ich mag die Backbücher sehr, bin aber mittlerweile ein bisschen vorsichtig geworden. Es kommt immer wieder vor, dass ein Rezept etwas ungenau wiedergegeben wird. Es fehlen genaue Mengen- oder Zeitangaben, einzelne Schritte oder Zubereitungsarten werden nicht angegeben, man muss sich auf sein Gefühl und seine Backerfahrung verlassen.

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Das ist genau so wie bei den Rezepten meiner Oma. Sie wusste einfach, was mit den Zutaten zu passieren hatte, wie man sie verarbeitete und wie das fertige Backwerk auszusehen hatte. Und weil das für sie so selbstverständlich war, hat sie es gar nicht aufschrieben. Ihre Rezepte sahen dann zum Beispiel so aus:

Rezeptheft von Oma
Omas Rezept für Bäckerei

Mehr Informationen gibt es dazu nicht. Ich glaube, dass das ein Rezept für Kekse ist, aber sicher bin ich mir nicht!

Beim Nachbacken ist das natürlich doof. Da können solche ungenau aufgeschriebenen Rezepte ordentlich daneben gehen und frustrieren.

Die Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren ist zum Glück genau so gelungen wie erhofft. Sicher war ich mir nicht: Der Teig verhielt sich beim Backen recht merkwürdig. Am Rand ging er auf, in der Mitte blieb er niedrig und ging nur wenig auf. Ich dachte schon, er wäre sitzengeblieben und ich würde von vorne anfangen müssen!

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Der Teig war aber glücklicherweise tadellos durch. Ich habe ihn nach dem Backen einfach begradigt und die abgeschnittenen Teile vernascht. Mach dir also keine Sorgen, falls der Teig nicht gleichmäßig aufgeht! Du musst nur unbedingt mit der Stäbchenprobe testen, ob er wirklich durch ist. Das hängt ja immer vom Backrohr ab, die Backzeit ist deshalb immer nur ein Richtwert.

So bereitest du die Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren zu

Die Zubereitung der Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren geht erstaunlich einfach. Die Torte braucht etwas Zeit, aber schwer ist sie nicht. Die müsste man eigentlich auch mit wenig Backerfahrung gut hinbekommen. Also perfekt, wenn du Eindruck schinden willst!

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Der erste Schritt ist der Mohnboden, ein saftiger, aromatischer Rührteig. Du schlägst Butter, Dotter und Zucker gut schaumig, dann rührst du kurz die Mohn-Haselnuss-Mischung unter. Zuletzt hebst du vorsichtig den Eischnee unter. Die Masse kommt dann in eine Springform und ins Backrohr.

Über den ausgekühlten Boden gibst du die Topfenmasse. Ich habe den Boden vorher noch geteilt und mit Himbeermarmelade gefüllt. Dadurch wird die Torte noch saftiger. Das ist aber nicht unbedingt nötig; der Teig ist auch ohne Marmelade sehr saftig.

Die Topfenfülle wird mit Gelatine schnittfest gemacht. Ich verwende immer Blattgelatine, die ich in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze auf dem Herd schmelze. Nicht jede Blattgelatine ist dafür geeignet: Ich habe schon einmal versehentlich ein Produkt erwischt, das nur in Flüssigkeit aufgelöst werden kann. Achte also beim Einkauf unbedingt darauf, dass die Gelatine auch ohne Zugabe von Flüssigkeit geschmolzen werden kann!

Das Vermischen von Topfencreme und Gelatine ist der einzige heikle Punkt bei der Zubereitung der Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren. Damit du keine Gelatine-Klümpchen in der Creme hast, musst du Creme und Gelatine angleichen: Du schmilzt die Gelatine bei sehr niedriger Hitze in einem kleinen Topf, dann nimmst du zwei Esslöffel der Topfenmasse und verrührst sie gründlich mit der geschmolzenen Gelatine. Diese Mischung gibst du zur Topfenmasse, dann vermischt du alles mit dem Schneebesen. So gibt´s keine Klümpchen.

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Jetzt hebst du den geschlagenen Schlagrahm unter die Topfenmasse, dann gibst du die Füllung  auf den abgekühlten Boden.

Zuletzt kommt noch das Topping auf die Torte. Ich bereite es am liebsten mit tiefgekühlten Himbeeren zu, weil das so problemlos geht: Du verteilst so viele Himbeeren auf der Topfenmasse, bis die Oberfläche komplett bedeckt ist; bei mir waren es etwa 400 g. Darüber kommt roter Tortenguss, und das war es dann auch schon. Natürlich kannst du auch frische Himbeeren nehmen! Vor dem Anschneiden sollte die Torte etwa 3 Stunden kühlen.

Ich bin ganz begeistert von dieser Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren! Geschmacklich ist sie einfach ein Traum. Jede Schicht ist für sich schon köstlich – der aromatische Mohnboden, die leichte und cremige Topfenfüllung, die fruchtigen Himbeeren. In Kombination ergänzt sich das zu einem großartigen Geschmackserlebnis mit tollem Mundgefühl. Diese Torte wird es garantiert öfter geben!

Die Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren enthält übrigens kein Gluten, vorausgesetzt, du verwendest ein glutenfreies Backpulver.

Mehr Torten findest du hier:

Hab einen feinen Tag!

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

  • Portionen: 1 Torte mit 24 oder 26 cm Durchmesser
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Zutaten

Mohnmasse
4 Eier, getrennt
100 g Butter, Raumtemperatur (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
90 g Staubzucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
¼ TL Zimt
90 g Kristallzucker
150 g gemahlener Mohn
70 g geriebene Haselnüsse
½ Pkg. / 8 g Backpulver

Topfenfülle
500 g Topfen (= Quark), laktosefrei
200 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
Saft von 1 Zitrone
Abgeriebene Schale von ½ Bio-Zitrone
8 Blatt Gelatine
750 ml Schlagrahm, laktosefrei

Optional
4-5 Esslöffel Himbeermarmelade

Himbeertopping
ca. 400 g tiefgekühlte Himbeeren
2 Päckchen roter Tortenguss

Zubereitung

Mohnboden
1. Backrohr vorheizen auf 175 °C Ober-/Unterhitze. Eine Springform einfetten.
2. Zimmerwarme Butter, Staubzucker, Dotter, Vanillezucker, Salz und Zimt mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine gut schaumig schlagen. Mohn, Haselnüsse und Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen, dann zur Buttermischung geben. Auf niedriger Stufe kurz unterrühren, bis sich alles verbunden hat.
3. Das Eiklar mit dem Kristallzucker zu cremigem Schnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees mit dem Schneebesen gut unter die Mohnmasse rühren. Den restlichen Schnee vorsichtig unterheben.
4. Den Teig in die Springform geben und glattstreichen. Auf der zweiten Schiene von unten je nach Backrohr etwa 40-45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn an einem in den Teig gesteckten Stäbchen kein Teig hängen bleibt, ist der Boden durch. Die Springform aus dem Backrohr nehmen. Den Boden mit einem Messer vom Rand lösen und in der Form auskühlen lassen.
5. Den ausgekühlten Boden aus der Form nehmen und oben begradigen, dann umdrehen und auf eine Tortenplatte setzen. Den Springformrand oder einen hohen verstellbaren Tortenring um den Boden stellen.
Optional: Den Boden vorher horizontal durchschneiden und mit Himbeermarmelade füllen.

Topfenfülle
1. Die Gelatine in sehr kaltem Wasser einweichen.
2. Den Staubzucker in eine Rührschüssel sieben. Topfen, Vanillezucker, Zitronensaft und Zitronenschale dazu geben. Alles mit dem Handmixer auf niedriger Stufe oder mit dem Schneebesen glattrühren.
3. Die Gelatine gut ausdrücken. In einem kleinen Topf bei sehr niedriger Hitze schmelzen, dabei immer wieder rühren. Vom Herd nehmen.
4. Zwei Esslöffel der Topfenmasse zur flüssigen Gelatine geben und mit dem Schneebesen gut verrühren. Diese Mischung mit dem Schneebesen unter die restliche Topfenmasse rühren.
5. Den Schlagrahm steif schlagen. Mit dem Schneebesen unter die Topfenmasse heben. Die Topfenfülle auf dem Mohnboden verteilen und glattstreichen.

Fertigstellung

1. Sobald die Topfenmasse aufgestrichen ist, die tiefgekühlten Himbeeren darüber verteilen.
2. Das rote Tortengelee nach Anweisung zubereiten. Leicht abkühlen lassen, dann über den tiefgekühlten Himbeeren verteilen.
3. Die Mohn-Topfentorte mit Himbeeren vor dem Anschneiden etwa 3 Stunden kühlen. Die Torte vorsichtig aus dem Springformrand oder dem Tortenring lösen und servieren. Kühl lagern.

Mohn-Topfen-Torte mit Himbeeren

Für Pinterest:

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6 Comments

  1. Mmmh! Wie sinnlich diese Fotos ausschauen. Man möchte gleich zur Kuchengabel greifen. Du hast recht, so langsam sehnt man sich wieder nach frisch-fruchtigen Rezepten. Bei mir müssen allerdings noch ein paar Sachen aufgebraucht werden 😉
    Von mir aus könnte es schon Frühling werden, aber ich fürchte, der Wunsch wird mir trotz sonnigem Tag heute nicht gewährt.

    Ganz liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Zu dieser Jahreszeit passt alles, fruchtig genauso wie winterlich-schokoladig-nussig 🙂 ! Nur mit Eis würde ich noch ein bisschen warten.
      Bis zum Frühling wird es noch dauern, aber bald wird´s die ersten Frühlingsblumen zu kaufen geben. Auf die bunten Farben freue ich mich schon 🙂 !
      Liebe Grüße! Eva

  2. Meine Güte sieht diese Torte wieder köstlich aus. Lg. Gabi

  3. Liebe Eva, genauso sehen die Rezepte meiner Oma und meiner Mutter aus. Und ich ärgere mich immer, weil ich sie nicht nachbacken kann. Deine Torte sieht fantastisch aus!
    LG, Diana

    • Eva Dragosits

      Haha, genau! So sahen/sehen die klassischen Torten aus. Die, die jeder kennt und jeder mag 🙂 . Kein Wunder – sie sind auch gut!
      Liebe Grüße, Eva

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