Der Cobbler mit Steinobst ist ein einfacher, schneller und wunderbar köstlicher Sommerkuchen. In vielen kleinen oder einer großen Form vermischen sich Steinobst und vielleicht Beeren nach Wahl, blubbern zwischen großen Klecksen aus saftigem, leichtem Joghurt-Teig nach oben. Durch die Küche zieht aromatischer Obstkuchen-Duft. Mehr braucht es nicht für schnellen Kuchengenuss!

Eine kurze Story zum Rezept
Die vielen Pfirsich-Rezepte, die mir auf Instagram begegnet sind, haben mich inspiriert. Ich wollte wieder mal einen Pfirsich Cobbler backen, ähnlich dem Pfirsich Cobbler, den ich vor ziemlich genau 9 Jahren in meinem allerersten Blog-Monat vorgestellt habe.
Nur wollte ich diesmal ein neues Rezept ausprobieren. Zwecks Abwechslung und so.
Die Pfirsiche hatte mein Mann auf meine Bitte hin aus dem Supermarkt mitgebracht. Ich hatte mir reife, duftende Pfirsiche vorgestellt. Solche, wie ich sei letzte Woche in Wien im Supermarkt gekauft habe. Jetzt ist ja gerade Pfirsich-Zeit, da sollte es wohl kein Problem sein, reife Pfirsiche zu bekommen.
Tja, falsch gedacht. Die Pfirsiche aus dem Supermarkt waren steinhart und gleichzeitig schon etwas faulig. Eigentlich ungenießbar. Zwei davon waren bereits leicht schimmlig. Ein einziger Pfirsich – von 6 Stücki!!! – war halbwegs weich. So würde das nix werden mit dem Pfirsich-Cobbler!




Ich habe also den Plan geändert: Es würde keinen Pfirsich Cobbler geben, sondern einen Steinobst Cobbler. Mein Mann ging netterweise nochmal in den Supermarkt; ich selber durfte gerade nicht Autofahren und war auf seine Lieferungen angewiesen. Die Nektarinen, die er mitbrachte, waren reif, die konnte ich verwenden.
Aus dem Garten holte ich mir frische rote Ringlotten; das ist eine Art Pflaume. Ich habe einen kleinen Säulenbaum im Garten, und der trägt überaus reichlich. Roh schmecken die roten Ringlotten eher langweilig, sie sind eher mehlig und haben wenig Eigengeschmack. Aber gebacken oder gekocht, oho!!!! Da zeigen sie, was sie könne. Letztes Jahr habe ich sie im Friand mit roten Ringlotten und Brombeeren verarbeitet; mega lecker war das. Auch als Marmelade schmecken sie toll.
Der halbwegs reife Pfirsich aus dem Supermarkt kam auch dazu. Cobbler gerettet!

Cobbler mit Steinobst oder anderem Obst: So einfach und so lecker!
Bei einem Cobbler kommt Obst nach Wahl in die Form, darüber ein Topping aus Teig. Davon hat der Cobbler seinen Namen: In der Regel wird der Teig löffelweise auf das Obst gesetzt, mit Abstand dazwischen. Die Obstfüllung blubbert dazwischen hoch. Mit etwas Fantasie sieht der Teig nach dem Backen aus wie Pflastersteine – Cobblestones eben.
Dieses Grundrezept für einen Cobbler ist sehr einfach: Zuerst mischt du Steinobst nach Wahl mit Zucker und Zitronensaft vermischen; du kannst auch gerne eine Handvoll Beeren dazu geben. Nimm einfach das Obst, das dir schmeckt und das gerade reif ist!

Das Obst gibst du in die Form nach Wahl. Du kannst entweder wie ich 6-8 kleine Auflaufförmchen nehmen, oder eine rechteckige geschlossene Backform oder Auflaufform.

Über das Obst kommt ein Joghurtteig. Ich habe mein Rezept angelehnt an ein Rezept aus Martha Stewarts´s Baking Handbook* (Werbung/Affiliate Link). Der Teig ist wirklich einfach und schnell gemacht: Du vermischt erst die trockenen Zutaten, dann arbeitest du mit den Händen die in kleine Stücke geschnittene Butter ein, bis sich feine Krümel bilden. Zuletzt rührst du mit dem Kochlöffel kurz das Joghurt unter. Du brauchst nicht mal einen Handmixer; Finger, Gabel und Kochlöffel reichen!
Das Obst verteilst du nun auf kleine Förmchen oder in der Form. Mit dem Esslöffel oder einem Eisportionierer gibst du den Teig darüber. Ich habe den Teig mit braunem Zucker bestreut, damit sich eine knusprige Kruste bildet.

Die Förmchen oder die Form stellst du auf ein mit Backpapier belegtes Backgitter. Das Backpapier ist unbedingt nötig: Der Saft blubbert gerne über den Rand der Form; siehe Bild. Besser, der Saft tropft auf das Backpapier als auf den Backofen-Boden!
Der Cobbler wird nun gebacken, bis alles goldgelb ist und der Obstsaft hochblubbert.


Der Cobbler mit Steinobst schmeckt am besten lauwarm. Besonders gut ist er wohl mit einer Kugel Eis oder Schlagrahm. Ich habe das noch nie probiert: Ich habe leider noch kein laktosefreies Vanilleeis entdeckt, das mir richtig gut schmeckt. Auch laktosefreien Schlagrahm mag ich nicht; der hat einen Eigengeschmack, der mir nicht zusagt. Deshalb esse ich den Cobbler am liebsten pur!

Obst-Cobbler bei Fruktoseintoleranz – wie geht das?
Wegen meiner Fruktoseintoleranz esse ich fast kein Obst. Im Winter fällt mir das leicht, im Sommer ist es schwieriger. Da schwindle ich gelegentlich und erlaube ich mir hie und da frisches Sommerobst wie Kirschen, Nektarinen, Himbeeren und Brombeeren. Allerdings merke ich recht schnell, dass ich Obst wirklich nicht gut vertrage.
Gerade Cobbler und Crumbles sind für mich problematisch. Sie enthalten viel Obst und damit große Mengen an Fruchtzucker. Deshalb muss ich mich zurückhalten und darf nicht so viel davon essen, wie ich es gerne täte. Aber wenn ich hie und da eine kleine Portion davon esse, ist das für mich ein ganz besonderer Genuss!
Meine 6 Förmchen habe ich übrigens aus dem schwedischen Möbelhaus. Alternativ nimmst du 1 rechteckige Form mit ca. 23 x 30 cm.
Hier sind noch mehr einfache Rezepte mit Obst:
- Blueberry Grunt – eine Art Blaubeer- oder Heidelbeerauflauf in der Pfanne
- Marillen-Kirsch-Crumble mit Kokosstreuseln, mega lecker
- Früchte-Crumble mit Walnussstreuseln, ein wandelbares Grundrezept
Hüpf gerne rüber und lies rein. Vielleicht ist ja ein Rezept für dich dabei!
*Werbung/Affiliate Link: Wenn du über diesen Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich. Ich bedanke mich für deine Unterstützung!
Für Pinterest




Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!










