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Ingwersirup

Ingwersirup – süß und gleichzeitig pikant-scharf

Du hast dauernd kalte Füße und kalte Hände? Und heißer Tee alleine hilft nicht? Dann versuche es mal mit einem Schuss von diesem pikant-scharfen Ingwersirup im Tee. Bei mir wirkt das Wunder. Der Hitze-Flush folgt sofort!

Ingwersirup

Ich persönlich bin nicht wirklich eine Tee-Trinkerin; Kaffee ist mir lieber. Falls ich doch einmal Tee trinke, dann am liebsten Rotbusch-Tee oder Pfefferminztee. Um Früchtetee mache ich wegen meiner Fruktoseintoleranz lieber einen Bogen, und Schwarztee bereitet mir schlaflose Nächte. Der fällt deshalb für mich komplett weg.

Jetzt im Lockdown freunde ich mich allerdings allmählich mit Tee an. Ich sitze den ganzen Tag im Home-Office; Bewegung gibt es wenig. Und wenn ich nur sitze, wird mir im Lauf des Tages immer kälter. Ich kühle richtig aus. Da nützt es gar nichts, dass es im Haus fein warm ist. Mir wird einfach kalt.

Ingwersirup

In letzter Zeit mache ich mir deshalb ab und zu eine Tasse Tee. Daran kann ich mich festhalten und wenigstens die Hände wärmen. Richtig warm wird mir damit aber nicht.

Nach dieser langen Einleitung komme ich endlich zum Ingwersirup: Ich habe ihn vor gut zwei Wochen gekocht. Eigentlich ist das ein Verdünnungssaft, so wie Holunderblütenersirup, Pfefferminzsirup oder Zitronenmelissesirup.

Ingwersirup

Weil ich gerade keinen Lust auf Verdünnungssäfte habe und nicht wusste, was ich mit dem Ingwersirup anfangen sollte, habe ich versuchsweise einen Schuss davon in meinen Rotbusch-Tee gegeben. Und zu meiner Überraschung wurde mir nach der Tasse Tee diesmal tatsächlich warm!

Der Ingwersirup gibt dem Tee eine schöne pikante Schärfe – und heizt von innen. Außerdem schmeckt der Tee mit dem Ingwersirup sehr gut, er ist süß und hat eben diese angenehme Schärfe. Ich mag das!

Ich muss noch ein bisschen experimentieren und herausfinden, was sich mit dem Sirup sonst noch alles anstellen lässt. Im Sommer dürfte er mit Wasser verdünnt sehr erfrischend sein. Jetzt im Winter schmeckt er sicher toll in einem Glas frisch gepressten Orangensaft, oder in einem Glas heißer Zitronenlimonade. Ich freu mich schon aufs Testen!

So machst du den Ingwersirup: Echt einfach – aber pass auf, dass nichts überkocht!

Kennst du das, dass du in deiner Rezeptsammlung blätterst und dir bei einem bestimmten Rezept jedes Mal denkst: „Ach, da ist ja schon wieder dieses Rezept, das ich schon lägst ausprobieren wollte. Das muss ich jetzt echt mal machen!“ Und dann blätterst du weiter und vergisst es wieder. Bis zum nächsten Mal.

Ich weiß nicht, wie oft mir das bei dem Rezept für den Ingwersirup passiert ist. Das Rezept klebt seit Jahren in meinem dicken DinA4-Notizbuch mit interessanten Rezepten aus diversen Magazinen. Keine Ahnung, warum ich es diesmal wirklich umgesetzt habe – mir war einfach langweilig, glaube ich. Und zum Backen hatte ich keine Lust.

Das Rezept ist einfach zu machen: Zuerst schälst du den Ingwer, schneidest ihn in Scheiben und schneidest ihn in kleine Würfel (oder du hackst ihn einfach klein). Dann lässt du ihn 30 Minuten lang im Wasser Kochen. Die Mischung gießt du durch ein Sieb in einen zweiten Topf.

Jetzt gibst du den Zucker und die Zitronensäure dazu und lässt alles drei Minuten lang kochen. Dabei musst du unbedingt neben dem Topf stehen bleiben und darauf achten, dass der Sirup nicht übergeht. Mir ist das nämlich passiert. Ich habe kurz nicht aufgepasst, der Sirup ging über, und ich hatte den ganzen Herd voller heißem Zuckersirup – eine ziemliche Sauerei war das. Also: Nimm einen großen Topf, bleib neben dem Herd stehen und rühre ständig um. Dann kann nichts passieren!

Ingwersirup

Wenn der Sirup fertig ist, füllst du ihn sofort in sterile Flaschen und lässt ihn abkühlen. Das war es dann. Den Sirup bewahrst du bitte kühl aufbewahren, am besten im Kühlschrank. Wie lange er sich hält, kann ich leider nicht sagen. Ich habe noch keine Erfahrungswerte.

Ein kleines PS noch: Bitte frag nicht, warum ich einen Verdünnungssaft mache, wenn ich gar keine Lust darauf habe. Ich kann das nicht beantworten. Mich treibt die Neugier auf das Rezept in die Küche, ich will das unbedingt ausprobieren. Mir geht es mehr ums Tun als ums Haben. Das ist nicht logisch, ich weiß, aber so ist es nun mal.

Hier habe ich noch ein paar Rezepte mit Soulfood für dich:

Hab einen feinen Tag!

[recipe title=”Ingwersirup” servings=”ca. 700 ml”]

Zutaten
70 g Ingwer, geschält
750 ml Wasser
1 kg Zucker
20 g Zitronensäure

Zubereitung
1. Den Ingwer erst in Scheiben schneiden, dann in kleine Würfel schneiden oder hacken.
2. Das Wasser und den Ingwer in einen mittelgroßen Topf geben und zum Kochen bringen. 30 Minuten lang köcheln lassen.
3. Das Ingwerwasser durch ein Sieb in einen zweiten, großen Topf gießen. Den Zucker und die Zitronensäure dazu geben. Alles aufkochen lassen und unter ständigem Rühren drei Minuten kochen lassen.
4. Den Ingwersirup sofort in saubere, möglichst sterile Flaschen füllen und gut verschließen. Abkühlen lassen. Kühl lagern, am besten im Kühlschrank. Geöffnete Flaschen rasch verbrauchen.

Ingwersirup

[/recipe]

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8 Comments

  1. Liebe Eva,
    Dieses Rezept habe ich mir gleich abgespeichert. Ich mag Ingwer mittlerweile sehr, sehr gern. Das war nicht immer so. So ein Sirup ist vielseitig einsetzbar und so gesund. Danke für das Rezept.

    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Ingwer muss man mögen, der kann schon ordentlich scharf sein und einheizen. Ich mag ihn sehr gerne, auch im Gemüse 🙂 . Oder ich gebe ein paar Scheiben in eine Tasse Tee. Das war aber, bevor ich den Sirup gemacht habe 🙂 !
      Ganz liebe Grüße, Eva

  2. Das mit der zunehmenden Kälte kenne ich auch.
    Seit ich im Büro Merinounterwäsche und Merinosocken trage, ist das vorbei.

    Merino kratzt nicht und ist Temperaturausgleichend. Die moderen Shirts und Leggings fühlen sich wie ganz normale Jerseys an. Selbst bei extrem empfindlichen Menschen kratzt spätestens nach 5 Minuten nichts mehr, weil die Körperewärme die Faser glättet.

    Meine Rettung!

    Ganz liebe Grüße
    Coco

    • Eva Dragosits

      Darauf wäre ich nie gekommen – danke für den Tipp 🙂 ! Die muss ich mir mal anschauen. Ich habe gehört, dass sie auch beim Bergwandern angenehm sein soll 🙂 .
      Liebe Grüße und einen schönen Tag! Eva

  3. Ach ja. Dilling ist Bio und Mulesingfrei!
    Und günstiger als viele Mitanbieter.

    Mulesingfrei? Bedeutet, das den Tieren die Schwänze nicht abgeschnitten werden! In regulären Merinoschafzuchten, wird das ( auch noch ohne Betäubung!) gemacht, angeblich um die Schafe vor Madenbefall zu schützen.

    Bei Mulesingfreier Merinowolle, muss kein Schaf unnötig leiden! Ethisch und ökologisch einfach sinvoll!

    LG
    Coco

    • Eva Dragosits

      Oh du meine Güte. Ich habe davon gehört – das ist grauenvoll! Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur davon lese; so etwas geht gar nicht. Danke nochmal für die Information!

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