Orientalisches Millionaire´s Shortbread ist eine wahre Geschmacksexplosion! Da trifft süß auf bitter auf salzig – und es schmeckt absolut harmonisch. Eine unerwartete Kombination, ungewohnt für meine Geschmacknerven. Und richtig geil!

Orientalisches Millionaire´s Shortbread nach einem Rezept aus Yotam Otolenghis SWEET: Süße Köstlichkeiten* (Werbung) habe ich heuer Anfang März gebacken, am 8. März. Ich fand diese diesen ungewöhnlichen Schnitten faszinierend und wollte sie ganz schnell auf den Blog bringen.
Dann kam es anders als geplant: Corona brachte alle Pläne durcheinander. Orientalische Millionaire´s Shortbread wurde schlagartig unwichtig. Es ging um andere Dinge. Um die Gesundheit, den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Um das Schaffen neuer Strukturen, das Überdenken von beruflichen und privaten Werten und Wegen. Für Rezepte hatte ich in dieser Zeit keinen Kopf.


Das Orientalische Millionaire´s Shortbread ist mir erst letzte Woche wieder eingefallen: Ich habe die Speicherkarte aufgeräumt und stieß dabei auf die Bilder. Stell dir vor, ich konnte ich mich kaum mehr an das Shortbread erinnern!!! Es ist so unendlich lange her, dass ich es gebacken habe. Das war damals, vor Corona. Als die Welt noch ganz anders aussah als jetzt. Ich habe das Orientalische Millionaire´s Shortbread einfach vergessen!
Zum Glück habe ich mir direkt nach dem Backen einige Stichworte dazu aufgeschrieben. Sonst könnte ich jetzt nicht viel dazu erzählen.
Für mich ungewohnte Zutaten: Halwa und Tahin
Zwei der Zutaten für Orientalisches Millionaire´s Shortbread sind für mich ungewohnt: Mit Halwa und Tahin kenne ich mich nur wenig aus. Ich habe mir diese Zutaten einfach im Supermarkt in der Abteilung für ausländische Spezialitäten besorgt.

Halwa ist, grob gesagt, eine orientalische Süßware, meist hergestellt aus Sesammus und Zucker oder Honig und anderen Zutaten. Zäh, klebrig, sehr süß. Ich finde es sehr lecker, nur kann ich nicht viel davon essen – es sättigt sehr!
Tahin ist Sesammus. Wir haben es erst vor kurzem für uns entdeckt, und ich habe bisher nur wenig Erfahrung damit. Der nussige und leicht bittere Geschmack sagt mir zu, den mag ich sehr gerne. Nur zu dominant darf die Bitternote nicht sein!

Das erste Tahin, das wir gekauft haben, war für meinen Geschmack viel zu bitter und landete in der Tonne. Das zweite Tahin war wesentlich milder. Vermutlich gibt es große Unterschiede bei Qualität und Geschmack – ich muss mich da erst herantasten!
Orientalisches Millionaire´s Shortbread: Drei Schichten
Das Orientalische Millionaire´s Shortbread besteht aus drei Schichten: Einem herrlichen Shortbread, einer Füllung aus Halwa und Tahin, und einem köstlichen Tahin-Karamell.
Der Shortbread Boden ist genial. Er wird mit flüssiger Butter zubereitet und wird dadurch nicht knackig hart, sondern er bleibt weich. Ich fand es fantastisch! Dieses Shortbread werde ich mir merken und definitiv auch in andere Rezepte einbauen.



So weit, so gut. Der Boden passte also schon mal. Bei der zweiten Schicht war ich allerdings sehr skeptisch. Bei normalem Millionaire´s Shortbread besteht die mittlere Schicht aus Karamell. Beim Orientalischen Millionaire´s Shortbread ist sie aus einer Mischung aus Halwa und Tahin.
Beim Kosten war ich nicht gerade begeistert. Die Mischung schmeckte sehr intensiv nach Sesam, viel zu stark für meinen Geschmack. Definitiv nicht meins. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich das Orientalische Millionaire´s Shortbread nicht auf dem Blog vorstellen würde.
Meine Motivation war also nicht mehr sehr groß. Weitergemacht habe ich trotzdem. Man muss neuen Geschmäckern ja auch eine Chance geben, oder?

Die Meersalzflocken obendrauf fehlen aber noch.
Die dritte Schicht war dann der Hammer. Das Tahin-Karamell ist unglaublich lecker! Zuerst wird ein dunkles Karamell gekocht, dann kommen Butter und Schlagrahm dazu. Zuletzt werden Tahin und Salz untergerührt. Boah, das schmeckt vielleicht gut! Mir fehlen direkt die Worte. Ich habe mich jedenfalls dabei erwischt, wie ich den Topf ausgeschleckt habe – das mache ich normalerweise nie!

Insgesamt war das Orientalische Millionaire´s Shortbread ein echtes Erlebnis. Es hat völlig anders geschmeckt, als ich es von meinen üblichen Kuchen und Torten kenne. Bitter und süß und salzig, gleichzeitig crunchy durch den Boden und cremig durch Füllung und Glasur. Köstlich. Mich haben die Schnitten mit ihrem orientalischen Geschmack sofort in Urlaubsstimmung versetzt! Ich kann es nur nochmals betonen: Eine wirklich ungewöhnliche, besondere Kombination – richtig gut!

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Schau doch rein und hol dir Appetit. Hab einen feinen Tag!
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Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!













Das sieht köstlich aus.
lg Barbara
Vielen Dank, Barbara 🙂 ! Das war es auch!
Liebe Eva,
das ist wirklich eine interessante Kombination – ich habe noch nie ein Rezept mit Halva als Zutat gefunden. Aber ich liebe Sesam, ich liebe Karamell und ich liiiiiiebe Shortbread – und werde dir ein Feedback senden, sobald sich diese orientalische Leckerei auf dem Servierteller befindet. Jetzt wollte ich nur meine Begeisterung ausdrücken.
Liebe Andrea,
ich bin schon gespannt darauf, wie du dieses Shortbread findest! Für mich war es wirklich ungewohnt, aber unglaublich harmonisch und lecker. Ich freue mich schon auf dein Feedback!
Liebe Grüße
Eva