Hafermus

Hafermus

Meine Eltern waren Trendsetter, ohne es zu wissen: In meiner Kindheit gab es bei uns daheim regelmäßig Porridge zum Abendessen. Nur hieß es damals „Hafermus“ und war alles andere als trendy und beliebt, ganz im Gegenteil! Wenn ich meinen Freunden davon erzählte, erntete ich nur mitleidige Blicke!

Hafermus

Mein Vater brachte das Rezept für das Hafermus in die Familie; er kannte es von seiner eigenen Kindheit. Hafermus ist billig und sättigt – ideal für eine Familie mit vielen hungrigen Kindern in der Kriegs- und Nachkriegszeit, als Lebensmittel schwer erhältlich und teuer waren!

Hafermus

Meine Brüder und ich, wir mochten Hafermus sehr. Hauptsächlich deshalb, weil wir im warmen Hafermus eine ganze Rippe Schokolade versenken durften. Schokolade durften wir selten essen, das war also schon mal ganz was Besonderes.

Außerdem schmolz die Schokolade, und wir konnten mit der geschmolzenen Schokolade lustige Muster ziehen. Oder sie komplett im Mus verrühren, sodass man Schokomus vor sich hatte. Meine Brüder und ich saßen also da und wetteiferten, wer die tollsten Muster und die besten Ideen hatte. Kurz, Hafermus war ein Essen, mit dem man spielen konnte und durfte – perfekt!

Hafermus war für mich auch ein Lieblingsessen an kalten Herbst- und Wintertagen. Wenn es draußen regnete oder schneite oder einfach nur kalt war und ich durchgefroren und nass heimkam, dann war ein Teller warmes Hafermus genau das richtige. Da löffelten meine Brüder und ich dann friedlich unser Hafermuss. Neben uns der eingeheizte, knisternde Kachelofen, drinnen das warme Licht, draußen die Dunkelheit und die Kälte – das war so richtig schön heimelig und gemütlich.

Hafermus

Auch heute noch mache ich Hafermus gerne an kalten Tagen, wenn ich abends dieses wohlig-warme Bauchgefühl haben möchte. Wie in Kindheitstagen mag ich es am liebsten mit einer Rippe dunkler Schokolade darin. Dazu ein Löffel Preiselbeermarmelade und Zimtzucker darüber.

So bereitest du das Hafermus zu

Die Zubereitung des Hafermuses ist ganz einfach. Das Wichtigste ist, dass man immer wieder gründlich umrührt und darauf achtet, dass es nicht anbrennt. Das geht sehr schnell, da muss man wirklich aufpassen. Und wenn es passiert, muss man leider den gesamten Inhalt des Topfes wegwerfen. Dann schmeckt alles angebrannt, da ist nichts mehr zu machen.

Hafermus

Wundere dich nicht über die geringe Menge an Haferflocken, die du für das Hafermus braucht! Die Milch-Haferflocken-Mischung ist am Anfang sehr dünn; man würde nie glauben, dass da ein Brei daraus wird. Mit der Zeit wird die Mischung aber dicker und dicker, und irgendwann ist es ein schön cremiges Mus. Du kannst das Hafermus so lange kochen, bis dir die Konsistenz zusagt – je länger es kocht, desto fester wird es.

„Mein“ Hafermus ist ein richtig pures Hafermus. Keine Gewürze, kein Zucker, keine Prise Salz, nichts. Für mich gehört das so. Du kannst natürlich nach deinen eigenen Vorstellungen experimentieren!

Hafermus

Auch bei den „Toppings“ kannst du dich austoben. Trinkkakaopulver, Zuckerstreusel, Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen, frische Früchte, Beerenpüree – erlaubt ist, was schmeckt!

Wenn du Milch verträgst, kannst du das Rezept einfach mit normaler Milch zubereiten. Und wenn du glutenfreie Haferflocken verwendest, ist das Mus glutenfrei.

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Hab einen feinen Tag!

Hafermus

  • Portionen: 4 kleine oder 3 große Portionen
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Zutaten
1 l Milch, laktosefrei
8 gehäufte Esslöffel Haferflocken, feinblättrig

Zum Servieren
Schokolade, laktosefrei
Zimtzucker
Preiselbeermarmelade oder eine andere Marmelade nach Geschmack

Zubereitung
Die Milch und die Haferflocken in einen großen Topf geben und aufkochen. Dabei immer wieder umrühren. Wenn die Milch kocht, auf niedrige Hitze zurückschalten und unter häufigem Rühren ca. 25-30 Minuten köcheln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Dazu Zimtzucker, Marmelade, Schokolade oder andere Lieblingstoppings servieren!

Hafermus

Für Pinterest

Hafermus nach Familienrezept

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