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Pumpkin Pie – Amerikanischer Kürbiskuchen, laktosefrei

In meinem Studienjahr in den USA hatten mir meine Kolleg*innen ausgiebig von Pumpkin Pie – amerikanischem Kürbiskuchen – vorgeschwärmt. Meine Erwartungen waren groß, meine Enttäuschung auch: Als ich zu  Thanksgiving ein großes Stück Pumpkin Pie samt einem ordentlichen Klecks Schlagrahm auf den Teller bekam – wohlgemerkt nachdem ich bereits mehrere Portionen Truthahn samt Füllung und Beilagen verdrückt hatte – konnte ich mit dem Geschmack und der Konsistenz nicht wirklich etwas anfangen. Für den Rest meines Aufenthalts blieb ich lieber bei Donuts und Brownies.

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen

Vermutlich konnte ich mich deshalb nicht für den Pumpkin Pie erwärmen, weil ich noch nie zuvor Kürbis gegessen hatte und den Geschmack nicht einordnen konnte. Mit Kürbis als Gemüse wusste man in unserer Gegend damals nichts anzufangen. Man kannte Kürbis, aber man aß ihn nicht.

Eine Arbeitskollegin von mir fuhr damals regelmäßig in die Steiermark zum Wellnessen und schwärmte uns von der Kürbiscremesuppe vor, die sie dort immer aß. Wir staunten. Kürbis als Suppe? Nie gehört. Konnte man das wirklich essen? Es klang unglaublich.

Mittlerweile hat der Kürbis-Boom wohl auch die hintersten Täler Österreichs erreicht und Kürbis gehört zum Herbst genauso dazu wie Äpfel, Trauben und Nüsse. Überall sieht man um diese Jahreszeit Kürbisse, es gibt kein Entkommen!

Auch bei mir findest du im Herbst viele Kürbisse. Im echten Leben, als Deko vor dem Haus und als Mahlzeit auf dem Teller, sowohl herzhaft als auch süß. Ich bin ein riesiger Fan von Kürbisgerichten aller Art geworden!

Und Pumpkin Pie mag ich mittlerweile sehr gerne. Ich liebe den würzigen Geschmack und die feine cremige Konsistenz. Und ich denke bei jedem Bissen ganz nostalgisch an meine Zeit in Amerika 🙂 .

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen

So bereitest du den amerikanischen Pumpkin Pie zu

Das Rezept für diesen amerikanischen Kürbiskuchen stammt aus Roy Fares´ United States of Cakes: Amerikanische Kultrezepte von Cheesecake bis Snickerdoodle* (Werbung), einem Backbuch mit typisch amerikanischen Rezepten. Manche Rezepte sind zwar etwas üppig, aber dann passe ich sie an meine Vorlieben an. Die Gefrorene Erdnussbutter-Schoko-Tarte stammt aus diesem Buch, ebenso Boden und Füllung des Schokolade-Erdnuss-Cheesecake. Beide Rezepte kann ich euch sehr empfehlen!

Für den Pumpkin Pie benötigst du Kürbispüree. Dafür röstest du einen entkernten und geviertelten Kürbis etwa 45´-50´ im Backrohr, bis du das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale kratzen kannst. Das Fruchtfleisch pürierst du dann mit dem Stabmixer. Für 500g Kürbispüree benötigst du etwa 1 kg Kürbis.

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen

Ich hatte heuer das Glück, dass mir eine Freundin einen gigantischen Hokkaido Kürbis geschenkt hat, das Ergebnis eines Biologie-Projekts ihres Sohnes. Auf dem Bild oben habe ich ihn zum Größenvergleich neben eine Kaffeetasse gesetzt. Der Hokkaido brachte es auf über 3,5 Kilogramm!

Die Hälfte dieses riesigen Kerls habe ich zu Kürbispüree verarbeitet. Ein Teil ist in den Pumpkin Pie gewandert, der Rest in die Kühltruhe. Für den/die nächsten Kuchen!

Wenn du das Kürbispüree hast, kannst du den amerikanischen Pumpkin Pie zubereiten. Zuerst machst du den Boden. Das ist ein typisch Pie-Boden; er besteht in erster Linie aus Butter, Mehl und etwas kaltem Wasser. Vom Geschmack her ist er eher neutral. So kommt die aromatische Füllung perfekt zur Geltung.

Die Füllung selbst ist kinderleicht zuzubereiten: Alle Zutaten werden so wie angegeben mit dem Handmixer verrührt, fertig. Das Aufwändigste an der Füllung ist tatsächlich die Zubereitung des Kürbispürees. Wenn du das geschafft hast, hast du die Hauptarbeit schon erledigt!

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen

Ich würde dir empfehlen, den amerikanischen Kürbiskuchen  entweder in einer Tarteform mit einem Rand von mindestens 3 cm Höhe oder in einer Springform zu backen.

Meine Backform hat einen niedrigen Rand, und mir blieben etwa 150 ml Füllung übrig. Ich habe sie mit Keksbröseln und Schokoladestückchen vermischt und in einer kleinen Auflaufform gebacken, damit nichts verschwendet wird.

Pumpkin Pie - amerikanischer Kürbiskuchen

Mit diesem Pumpkin Pie mache ich mit beim Blogevent Lasst die Kürbisse rollen von Tina vom Blog lecker&Co. In letzter Minute, aber immerhin!

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Hab einen feinen Tag!

Pumpkin Pie – Amerikanischer Kürbiskuchen, laktosefrei

45-50 mi + 18-20 min +45-50 min bei 180 °C Ober-/Unterhitze
1 Tarteform mit 26 cm Durchmesser und hohem Rand

Ein typisch amerikanisches Rezept: Pumpkin Pie ist eine Kürbistarte mit einer saftigen und aromatischen Füllung. Ungewöhnlich und lecker!

Zutaten

  • Boden
  • 180 g Mehl

  • ½ TL Salz

  • 1 EL Zucker

  • 110 g kalte Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • 2-3 EL eiskaltes Wasser

  • Kürbispüree
  • ca. 1 kg Hokkaido-Kürbis

  • Füllung
  • 425 g Kürbispüree (etwa vom Hokkaido-Kürbis oder vom Butternusskürbis)

  • 300 g Frischkäse, laktosefrei

  • 220 g Zucker

  • 1 EL Vanillezucker

  • 50 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • 200 ml Schlagrahm, laktosefrei

  • 1 Ei

  • 2 Eigelb

  • 1 EL gemahlener Zimt

  • 1 TL gemahlener Ingwer

  • ¼ TL geriebene Muskatnuss

Zubereitung

  • Zuerst das Kürbispüree zubereiten: Etwa 1 kg Kürbis in Stücke oder Spalten von etwa 10×5 cm schneiden. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Kürbisteile mit der Schale nach unten darauflegen und 45-50´ °C bei 180° C Ober-/Unterhitze rösten, bis der Kürbis weich ist. Aus dem Backrohr nehmen und abkühlen lassen. Das Fruchtfleisch mit dem Löffel aus den Schalen kratzen und mit dem Stabmixer pürieren.
  • Für den Boden Mehl, Salz und Zucker in einer Rührschüssel vermischen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und dazu geben. Mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine rühren, bis sich kleine Krümel/Brösel bilden. Tropfenweise das Wasser dazu geben, bis sich alles gerade so zu einem Teig verbindet. Etwas flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  • Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen, der etwas größer als die Tarteform oder die Springform ist. In die ungefettete Form legen, den Rand festdrücken. Überstehenden Teig abschneiden. Die Form für etwa 1 Stunde in die Tiefkühltruhe geben.
  • Das Backrohr auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig mit Backpapier bedecken und mit Hülsenfrüchten oder Backperlen beschweren. 18-20 Minuten backen.
  • Während der Teig bäckt, die Füllung vorbereiten. Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Kürbispüree, Frischkäse, Zucker und Vanillezucker mit einem Teigschaber leicht verrühren. Mit dem Handmixer bei niedriger Stufe nach und nach den Schlagrahm, die geschmolzene Butter, das Ei und die Eidotter unterrühren. Alles glatt mixen. Die Gewürze unterrühren.
  • Den vorgebackenen Boden aus dem Backrohr nehmen. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen. Die Füllung einfüllen und glattstreichen. Etwa 45-50 Minuten backen. Aus dem Backrohr nehmen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, verwendest du deine gewohnten Milchprodukte.

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6 Comments

  1. Kürbissuppe ist ein guter Einstieg, noch besser wäre ein Aufenthalt in den USA rund um Halloween und Thanksgiving 🙂 ! Da kommt man schnell auf den Geschmack!
    Liebe Grüße! Eva

  2. Barbara (Barbaras Spielwiese)

    Ich finde diese Pumpkin Pies immer sehr mächtig, aber total lecker! Und ich find\’s schön, dass Kürbis inzwischen nicht mehr süßsauer eingelegt versauern muss, sondern so viele Rezepte auch den Weg hierher gefunden haben. Suppe als Einstieg ist klasse, und Dein Pie gefällt mir auch super.

    • Danke 🙂 ! Sooo mächtig kam mir dieser Pumpkin Pie gar nicht vor. Vielleicht weil er nicht so hoch war?
      Kürbis süßsauer, daran erinnere ich mich noch. Den mochte ich nie. Frisch schmeckt Kürbis viel besser!
      Liebe Grüße!

  3. Eva, weißt du seit wie vielen Jahren dieser Kuchen auf meine To-Do Liste steht? Seit mindestens 4. Und irgendwie komme ich nicht dazu ihn zu backen. Ich könnte heulen…vor allem wenn ich noch deine Fotos sehe…dieses Jahr glaube ich nicht das es noch was wird, aber vielleicht nächstes.

    LG, Diana

  4. Pingback: Halloween Tartelettes | ichmussbacken

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