No-bake Heidelbeer-Cheesecake

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Nein, das ist keine Lebensmittelfarbe! Der no-bake Heidelbeer-Cheesecake ist ganz von selber satt lila, da braucht es keine Farbzusätze. Er schmeckt genauso spektakulär wie er aussieht: Cremig, cremig, cremig, mit intensiver Heidelbeernote. Definitiv ein Hingucker auf der Kaffeetafel!

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Dank Pinterest und Instagram bekam ich in letzter Zeit immer wieder großartige lila Kuchen und Torten vorgeführt. So oft, dass ich schließlich selber unbedingt so einen lila Kuchen haben wollte. Und zwar einen ohne Farbzusatz: Wegen meiner Fruktoseintoleranz vertrage ich färbende Fruchtpulver nur schlecht. Also lasse ich sie lieber weg. Und künstliche Farben wollte ich in meinem Kuchen nicht haben.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Deshalb musste es ein Heidelbeerkuchen sein: Heidelbeeren färben intensiv lila und schmecken köstlich. Holunderbeeren würden sicher auch für einen satten lila Farbton sorgen; die sind aber leider noch nicht reif.

Für das Rezept habe ich verschiedene Rezepte zusammengewürfelt und an meine Vorstellungen angepasst. Der Keksboden ist so ähnlich wie der beim Karamell Macadamia Cheesecake. Und die Heidelbeer-Füllung ist eine Mischung aus einem Rezept vom Magazin Sweet Dreams, meinem Zitronen-Limetten-Cheesecake mit Himbeeren und dem Heidelbeer-Cheesecake von Law of Baking. So schwer ist das ja nicht bei Cheesecake-Füllungen, die schmecken fast immer!

Das Ergebnis ist ein herrlich cremiger Heidelbeer-Cheesecake, wunderbar lila und vom Geschmack her toll. Schön beerig. Ich bin begeistert!

So bereitest du den Heidelbeer-Cheesecake zu 

Die Herstellung des Heidelbeer-Cheesecakes ist einfach, dauert aber ein bisschen – und verbraucht mehrere einige Töpfe und Rührschüsseln!

Du beginnst mit dem Keksboden: Du vermischte zerklopfte Kekse mit geschmolzener Butter und presst die Mischung fest in eine Springform. Der Boden muss für dreißig Minuten in den Kühlschrank; erst danach kannst du ihn mit der Heidelbeer-Creme füllen.

Die Kühlzeit kannst du super für die Zubereitung der Heidelbeer-Creme nutzen. Zuerst kochst du die Heidelbeeren mit etwas Zucker und Vanillezucker, bis sie weich sind. Dann drückst du sie durch ein feines Sieb. Dieser dunkel-lila Sirup muss erst mal abkühlen; später gibt er der Creme die auffällige Farbe.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Wenn der Sirup abgekühlt ist und auch der Boden die Kühlzeit hinter sich hat, kannst du weitermachen. Zuerst rührst du den Heidelbeersirup unter die Frischkäse-Creme, bis die gesamte Creme gleichmäßig lila ist, und freust dich über die fantastische Farbe!

Während also der Sirup abkühlt, weichst du die Gelatine in eiskaltem Wasser ein. Dann verrührst du Mascarpone, Frischkäse und Staubzucker mit dem Handmixer auf niedriger Stufe.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Jetzt muss es schnell gehen: Du schmilzt die ausgedrückte Gelatine in einem kleinen Topf auf niedriger Hitze. Gleichzeitig schlägst du den Schlagrahm steif.

Dann gibst du 2-3 Esslöffel der Heidelbeer-Creme zur flüssigen Gelatine in den Topf und verrührst alles gründlich mit dem Schneebesen. Diese Mischung gibst du zurück zur Heidelbeer-Creme und rührst sie gründlich mit dem Schneebesen darunter.

Das nennt man „Angleichen“: Wenn du einfach die flüssige Gelatine in die Creme kippst, erstarrt sie sofort und bildet dabei Klumpen, sie kann sich nicht gleichmäßig in der Creme verteilen. Du bekommst also eine Creme mit vielen Gelatine-Stücken drin – nicht gut, das willst du nicht haben! Das Angleichen verhindert, dass sich solche Klumpen bilden. verteilt sich die Gelatine gleichmäßig und es gibt keine Gelatine-Klumpen.

Jetzt kommt schon der letzte Schritt: Du hebst den steifen Schlagrahm mit dem Schneebesen vorsichtig und gründlich unter die Heidelbeer-Creme. Die Creme muss komplett lila sein, ohne weiße Flecken.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Die Heidelbeer-Creme gießt du auf den Keksboden. Noch eine Deko aus Heidelbeeren darüber, und dann kommt das Prachtstück auch schon in den Kühlschrank. Dort sollte es mindestens 8 Stunden kühlen, gerne auch über Nacht.

Ich bin ein bisschen stolz auf diesen Heidelbeer-Cheesecake. Er schmeckt genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Und die Farbe! Die finde ich einfach genial!

Tipp: Klappt auch mit Tiefkühl-Heidelbeeren

Die Farbe des Heidelbeer-Cheesecakes ist wahrscheinlich auch deshalb so intensiv, weil ich echte Waldheidelbeeren verwendet habe. Also nicht die großen Blaubeeren mit dem hellen Fruchtfleisch, die es das ganze Jahr über zu kaufen gibt, sondern die kleinen, durch und durch lila Heidelbeeren. Die gibt es momentan auf dem Welser Wochenmarkt an einigen Ständen zu kaufen.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

Ich bin mir sicher, dass der Heidelbeer-Cheesecake auch mit tiefgekühlten Heidelbeeren klappt. Die Deko aus Heidelbeeren würde ich dann aber weglassen; tiefgekühlte Beeren werden beim Auftauen meistens unansehnlich.

Wenn dir der Heidelbeer-Cheesecake gefällt, interessieren dich vielleicht auch diese Rezepte mit Obst:

Hab einen feinen Tag!

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

  • Portionen: 1 Springform mit 24 cm Durchmesser
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Zutaten

Boden
250 g Vollkornkekse, laktosefrei (ich: Wasa Cereal)
100 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
Prise Salz

Füllung
Beerensirup
500 g Heidelbeeren
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker

Creme
450 g Frischkäse, laktosefrei
250 g Mascarpone, laktosefrei
250 ml Schlagrahm, laktosefrei
110 g Staubzucker (60 g + 50 g)
1 TL Vanillezucker
6 Blatt Gelatine

Dekoration
100 g Heidelbeeren

Zubereitung

Boden
1. Den Boden einer Springform einfetten oder einen Backrahmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen.
2. Die Kekse in einen Plastikbeuten geben. Mit dem Nudelholz so lange bearbeiten, bis kleine Brösel entstanden sind.
3. Die Butter in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen. Die Keksbrösel dazu geben und alles gut vermischen. Die Mischung in die Springform oder den Backrahmen geben. Mit der Unterseite eines Glases richtig gut festdrücken. Mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Heidelbeersirup für die Creme
1. Die Heidelbeeren in ein Sieb geben und vorsichtig abbrausen. So gut wie möglich trocken schütteln, schlechte Beeren entfernen. Die Heidelbeeren in einen mittelgroßen Topf geben, mit Zucker und Vanillezucker vermischen und aufkochen. Die Hitze zurückdrehen. Die Heidelbeeren köcheln lassen, bis sie weich sind; das dauert ca. 5-10 Minuten.
2. Ein feinmaschiges Sieb über eine Rührschüssel hängen. Die Heidelbeeren in das Sieb geben und mit dem Kochlöffel vorsichtig so viel Saft wie möglich aus den Beeren drücken.
3. Den Beerensirup zur Seite stellen und erkalten lassen.

Heidelbeer-Creme und Fertigstellung
1. Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.
2. Frischkäse, Mascarpone, 60 g Staubzucker und Vanillezucker mit dem Handmixer auf niedriger Stufe verrühren.
3. Den abgekühlten Heidelbeersirup zur Frischkäse-Creme geben und mit dem Schneebesen gut unterrühren.
4. Die Gelatine gut ausdrücken und in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Parallel dazu den Schlagrahm mit den restlichen 50 g Staubzucker gut steif schlagen.
5. Die flüssige Gelatine vom Herd nehmen. 2-3 Esslöffel der Heidelbeercreme dazu geben und mit dem Schneebesen gut unterrühren. Diese Mischung zur Heidelbeercreme geben und mit dem Schneebesen gründlich unterheben. Den Schlagrahm ebenfalls unterheben.
6. Die Heidelbeercreme auf den Keksboden geben und glattstreichen. Die Heidelbeeren für die Dekoration vorsichtig abbrausen und mit Küchenpapier trocken tupfen, dann dekorativ auf dem Heidelbeer-Cheesecake verteilen. Den Cheesecake mindestens 8 Stunden kühlen. Kühl aufbewahren.

No-bake Heidelbeer-Cheesecake

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