Die Schwarzwälder Kirschtorte vom Blech ist einfacher zu schichten als die Torte und schmeckt genauso lecker: Kakaobiskuit, viele fruchtige Weichseln / Sauerkirschen mit einem Schuss Kirschwasser, dazu viel Schlagrahm und knackige dunkle Schokolade. Ein feiner und saftiger Blechkuchen, der immer gut ankommt!

Inhaltsverzeichnis
Schwarzwälder Kirschtorte vom Blech: stabiler als die Torte 🙂
Ich mag Schwarzwälder Kirschtorte. Die schmeckt sooo gut mit dem dunklen Boden, den Weichseln (= Österreichisch für Sauerkirschen), dem Schlagrahm und den Schokoraspeln obendrauf.
Allerdings finde ich das Schichten nicht ganz einfach. Ich fülle die Schwarzwälder Kirschtorte mit 2 Schichten aus Weichseln / Sauerkirschen und Schlagrahm, weil sie damit saftiger wird und besser schmeckt. Nur wird’s dann eventuell schwierig mit der Stabilität: Schlagrahm ist nun mal eher weich und luftig. Da kann es schon passieren, dass die Torte schief und wackelig wird.
Deshalb gibt’s hier eine Schwarzwälder Kirschtorte im Blechkuchen-Style. Die hat nur einen einzigen Boden; die Weichseln / Sauerkirschen und der Schlagrahm werden einfach darüber verteilt. Da kann nichts verrutschen. Und es schmeckt genauso lecker und saftig wie die Torten-Variante!

So bereitest du die Schwarzwälder Kirschtorte vom Blech zu
Das Kakaobiskuit
Beim Kakaobiskuit habe ich mich an einem Rezept von Eveline Wild orientiert. Sie verwendet dieses saftige Biskuit für ihre grandiose Moderne Schwarzwälder Kirschtorte. Ich habe die Menge für einen Blechkuchen umgerechnet, und den Zucker ein bisschen reduziert.
So geht’s:
- Zuerst rührst du Eier, Zucker und Gewürze richtig, richtig gut schaumig. Mindestens 10 Minuten. Die Masse wird dabei schaumig und hell und gewinnt deutlich an Volumen.
- Du siebst nun eine Mischung aus Mehl, Speisestärke und Kakao über die luftige Ei-Masse und hebst sie mit dem Schneebesen vorsichtig unter. Also wirklich vorsichtig und sanft: Du hast zuerst 10 Minuten lang Luft in die Masse geschlagen. Diese Luft soll drin bleiben! Die braucht’s, damit das Biskuit luftig wird.
- Jetzt vermischst du neutrales Öl und Milch und hebst diese Mischung – ebenfalls vorsichtig und sangt – unter den Teig.
- Den Teig verteilst du in einem Backrahmen von 30 x 40 cm. Wenn du keinen Backrahmen hast, kannst du auch ein tiefes Backblech von etwa derselben Größe nehmen. Das klappt genauso.
- Das Kakaobiskuit bäckst du im vorheizten Backrohr, bis es auf Fingerdruck zurückfedert. Das dauert etwa 12-14 Minuten. Die Backzeit hängt aber immer vom Backrohr ab; jedes Rohr bäckt ein bisschen anders.
Weichseln / Sauerkirschen
Die Weichseln oder Sauerkirschen dickst du mit etwas Speisestärke ein. Und das geht so:
- Zuerst bereitest du alles vor: Du hängst du ein Sieb über eine große Schüssel und gießt 2 Gläser ungezuckerte Kompott-Weichseln oder Kompott-Sauerkirschen ab. Ich hatte ca. ich 320 g Weichseln pro Glas, also insgesamt ca. 640 g. Wenn du etwas mehr oder weniger Früchte hast, passt’s auch. Das muss nicht so genau sein.
- Wichtig ist aber, dass du den Saft auffängst: 350 ml Saft brauchst du für die eingedickten Weichseln / Sauerkirschen. Weitere 4-5 Esslöffel Saft gibst du in eine kleine Schale; die verrührst du mit Speisestärke.
- Jetzt geht’s los: Du gibst 3-4 Esslöffel Zucker in einen weiten Topf und lässt ihn bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren.
- Sobald es soweit ist, gießt du die 350 ml Saft dazu. Achtung, das blubbert und spritzt und brodelt ordentlich! Pass auf, dass du dich nicht verbrennst; die Tropfen sind unglaublich heiß!
- Das Karamell wird bei dieser Aktion zunächst einmal fest. Es fällt in eine Art Schockstarre. Lass es ein paar Minuten köcheln, dann löst es sich auf.
- Sobald es soweit ist, rührst du die Speisestärke-Mischung nochmal kurz durch und gibst sie unter Rühren zum Saft. Lass alles 1-2 Minuten weiterköcheln, bis der Saft eindickt.
- Runter damit vom Herd. Du rührst nun alle Weichseln / Sauerkirschen und das Kirschwasser unter den Saft und lässt die Mischung auskühlen.
Fertigstellung und Deko
- Fast geschafft: Du schlägst nun den Schlagrahm mit Vanillezucker und Sahnesteif steif.
- Etwa drei Viertel der eingedickten Weichseln / Sauerkirschen samt Saft verteilst du gleichmäßig auf dem Kakaobiskuit. Den Schlagrahm gibst du darüber und verstreichst ihn hübsch wolkig.
- Zuletzt gibst du noch die restlichen Weichseln / Sauerkirschen samt Saft dekorativ auf den Schlagrahm und bestreust alles großzügig mit gehackter dunkler Schokolade.
Tipps
- Das Kakaobiskuit kannst du schon am Vortag zubereiten. Mit Frischhaltefolie bedeckt bleibt es saftig. Ich finde das sehr praktisch; spart Arbeit und Stress am Zubereitungstag.
- Die Schwarzwälder Kirschtorte klappt auch alkoholfrei: Lass einfach das Kirschwasser weg. Der Kuchen ist auch so saftig und lecker.
Schwarzwälder Kirschtorte vom Blech: Menge und Haltbarkeit
Ich habe die Schwarzwälder Kirschtorte vom Blech in 16 sehr große Stück geschnitten. Die waren echt riesig!
So groß wie bei mir müssen die Stücke gar nicht sein; die Torte ist ausgiebig. Du kannst den Blechkuchen problemlos in 20 Stück oder auch 25 Stück schneiden. Wer mit einem Stück zu wenig hat, kann sich ja ein zweites nehmen 🙂 .
Die Schwarzwälder Kirschtorte schmeckt frisch am besten. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sie problemlos 1-2 Tage. Wir haben die letzten beiden Stücke sogar erst 4 Tage später gegessen, und sie waren immer noch einwandfrei & sehr lecker.

Noch mehr leckere Blechkuchen
- Sächsische Rhabarberschnitte, mit viiiel Rhabarber und einem Marzipan-Sahne-Ei-Guss. Ein Lieblingskuchen, den ich immer wieder backe.
- Saftiger Zwetschgenkuchen aus Rührteig, mit Walnüssen im Teig.
- Zitronenkuchen mit Himbeer-Kokosraspeln: die rosa Kokosraspeln sehen sooo hübsch aus, die machen den Kuchen zu einem echten Hingucker.
Die Rezepte sind laktosefrei, wie alle Rezepte auf dem Blog: Ich bin laktoseintolerant und backe mit laktosefreien Zutaten. Wenn du Laktose verträgst, bereitest du die Kuchen, Torten & Cookies einfach mit deinen gewohnten Zutaten zu. Das klappt und schmeckt genauso.
Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept und einen wunderschönen Tag!
Rezept

Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!












