Zwetschgenkuchen mit Maismehl

Ich würde euch ja gerne erzählen, dass dieser Zwetschgenkuchen mit Maismehl herrlich ausgewogen schmeckt. Dass er nicht zu süß ist, und dass der intensive Mandel-Geschmack super mit den Zwetschgen harmoniert. Zumindest hat er die letzten Male, die ich ihn gebacken habe, so geschmeckt.

Diesmal kann über den Geschmack leider gar nichts sagen. Ich hatte letzte Woche einen kleinen Eingriff am Kiefer und muss nun mehrere Tage mit einer desinfizierenden Mundlösung spülen. Die ist wohl ziemlich stark – ich schmecke nämlich nichts mehr. Beim Mittagessen kann ich gerade noch feststellen, dass Huhn warm ist und Reis bröselig, aber viel mehr geht nicht.

Zwetschgenkuchen 1

Den Zwetschgenkuchen habe ich natürlich trotzdem gekostet. Daher kann ich zumindest sagen, dass er schön flaumig und luftig ist, gleichzeitig aber Biss hat und „kernig“ ist. Da Familie und Gäste sehr zufrieden mit dem Kuchen waren, gehe ich mal davon aus, dass er geschmacklich so gut war wie immer.

Das Rezept für den Zwetschgenkuchen mit Maismehlstammt aus Anniks göttliche Kuchen* (Werbung). Ich finde das Rezept sehr interessant: Der Teig wird mit Olivenöl und Sauerrahm zubereitet, und mit einer Mischung aus „normalem“ Mehl, Maismehl und gemahlenen Mandeln. Eine spannende, schmackhafte Kombination!

Zwetschgenkuchen 8

Das Rezept ist außerdem wandlungsfähig. Wenn man das normale Mehl durch Maismehl ersetzt, erhält man einen glutenfreien Kuchen. Ich durfte diese Variante bei einer Bekannten genießen, die Zöliakie hat und kein Gluten essen darf – mir hat´s geschmeckt. Ein Unterschied zu der „normalen“ Version war zwar schon zu schmecken, aber wenn ich nicht gewusst hätte, dass der Kuchen normalerweise anders schmeckt, hätte ich mir nichts dabei gedacht.

Zwetschgenkuchen 6

Das war´s aber noch nicht mit der Wandlungsfähigkeit des Rezepts. Statt Zwetschgen kann man genauso gut Marillen oder Nektarinen als Belag verwenden; wahrscheinlich auch z.B. rote Johannisbeeren. Gerade die Variante mit Marillen mag ich sehr gern. Der leicht säuerliche Geschmack der Marillen harmoniert ausgezeichnet mit dem Mandelgeschmack und dem leicht süßen Teig.

Zwetschgenkuchen 9 (2)

Außerdem funktioniert der Kuchen auch mit Tiefkühl-Obst, sodass ihr ihn auch im Winter backen könnt. Ein echter Allrounder also!

Zwetschgenkuchen 3

Zwetschgenkuchen mit Maismehl

  • Portionen: 1 Springform mit 26 cm Durchmesser
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Zutaten 
Teig
220 g Maismehl (Reformhaus)
110 g Mehl
150 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
4 Eier
250 g Zucker
1 EL Vanillezucker
Abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
200 g Sauerrahm, laktosefrei
100 ml Olivenöl

Zutaten Belag
500g Zwetschgen (Marillen, Nektarinen,…, oder eine Mischung daraus)
80 g Marillenmarmelade (wenn erwünscht)

Zubereitung
Backrohr auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen.
In einer kleinen Rührschüssel Mehl, Maismehl, Mandeln, Backpulver und Salz vermischen.
In einer großen Rührschüssel Eier, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer gut schaumig rühren. Den Sauerrahm dazu geben und unterrühren, dann die Mehl-Mandel-Mischung dazugeben und unterrühren. Zuletzt das Olivenöl einrühren.
Den Teig in die vorbereitete Springform füllen. Die Zwetschgen darauf verteilen. Auf der mittleren Schiene ca. 60-70 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn kein Teig an einem Holzstäbchen stecken bleibt, das man in die Kuchenmitte sticht, ist der Kuchen fertig. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Wenn ihr wollt, könnt ihr den Kuchen mit erwärmter Marillenmarmelade bestreichen, solange er noch warm ist. Ich habe das nicht gemacht, sondern den abgekühlten Kuchen mit Staubzucker bestreut.

Zwetschgenkuchen 2

Zwetschgenkuchen 9

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