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Obstfleck nach Omas Rezept – schneller, einfacher Blechkuchen mit Obst (laktosefrei)

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Der Obstfleck ist ein schneller und einfacher Blechkuchen mit Obst. Ich backe diesen unkomplizierten Obstkuchen aus saftigem Rührteig meistens mit Kirschen und/oder Marillen, so wie meine Oma. Der Obstfleck ist aber echt variabel: Er schmeckt auch mit Nektarinen, Pfirsichen, Beeren, oder anderem Obst. Für mich das Allrounder-Rezept, wenn ich „schnell mal“ einen Obstkuchen backen möchte!

Obstfleck mit Kirschen

Die Story zum Obstfleck: Sommer im Schrebergarten

Der Obstfleck ist für mich untrennbar mit meiner Kindheit verbunden: Meine Mutter, meine Brüder und ich waren jeden Sommer wochenlang auf Urlaub bei meiner Oma. Wir haben zu fünft in ihrer winzigen Schrebergartenhütte an einem Ziegelteich in Wien gewohnt und den Sommer genossen. Sonne, See, Eis – für uns Kinder war’s perfekt!

Das Highlight des Sommerurlaubs war für mich der Kirschbaum meiner Oma. Der trug immer so viele Kirschen, dass die Oma ständig am Backen war: In der Küche stand fast täglich ein frischer, saftiger Obstfleck. Mit Kirschen vom eigenen Baum. Oder mit Marillen von der Nachbarin. Obstkuchen war quasi Grundnahrungsmittel!

Und egal, welches Obst es war: der Obstfleck war immer lecker!

Obstfleck mit Marillen und Kirschen
Obstfleck mit Kirschen und Marillen

Omas handgeschriebenes Rezeptheft: Ein echter Schatz

Meine Wiener Oma war eine großartige Köchin und Bäckerin. Ihr handgeschriebenes Rezeptheft ist mittlerweile in meinem Besitz. Für mich ein echter Schatz! Ich blättere oft darin und frage mich, woher sie die Rezepte für ihre Kuchen, Torten, Strudel und Knödel hat. Ob sie sie tatsächlich gebacken hat, oder nur Rezepte von anderen aufgeschrieben hat.

Ich muss ja oft lachen, wenn ich mir Omas Rezepte anschaue. Oft sind das nur Stichworte zu den Zutaten, so wie hier bei dieser „Bäckerei“:

Rezeptheft von meiner Wiener Oma, ca. 1970
Omas handgeschriebenes Rezeptheft: Das Rezept für „Bäckerei“

Für meine Oma war das Rezept wohl so eindeutig, dass sie nicht einmal die Zubereitung festgehalten hat. Ich hingegen habe keine Ahnung, was genau diese „Bäckerei“ ist. Ich tippe auf Kekse, aber sicher bin ich mir nicht. Was glaubst du? Hast du irgendeine Idee?!?

Andere Rezepte kenne ich gut. Die Kuchen & Kekse habe ich in meiner Kindheit rauf und runter gegessen, und viele davon habe ich nachgebacken:

Und jetzt kommt der Obstfleck dazu. In Omas Rezeptheft habe ich zwei Rezepte für „Obstkuchen“ entdeckt: Einmal wird der Obstkuchen aus Biskuit gebacken, dann aus Rührteig.

Ich glaube mich zu erinnern, dass Oma den Obstfleck gerne aus Biskuitteig gebacken hat. Ich weiß es aber nicht genau; es ist schon so lange her!

Für meinen Obstfleck habe ich das Rührteig-Rezept genommen. Ich wollte keinen leichten Biskuitteig, sondern einen flaumig-saftigen Obstkuchen mit etwas Biss.

Obstfleck mit Kirschen

Obstfleck nach Omas Rezept: Zubereitung und Tipps

1. Das Obst

  • Für den Obstfleck brauchst du etwa 1 Kilogramm Obst. Ich habe ihn aber schon oft mit weniger Obst zubereitet, also nur etwa 800 g. Klappt genauso.
  • „Traditionell“, also so wie Oma den Obstfleck zubereitet hat, wird der Obstfleck mit Kirschen oder Marillen zubereitet.
    • Marillen werden halbiert und mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig gelegt.
    • Kirschen kommen im Ganzen auf den Teig. Bei Oma immer mit Kern; das Entkernen war nix für sie. Ihr Kirschen-Obstfleck war ein „Spuckkuchen“, wie es bei uns heißt: Ein Obstkuchen mit vielen Kirschkernen zum Ausspucken 🙂 .
      Ich persönlich bin eher „Team entkernen“. Die Kirschkerne lasse ich nur drin, wenn’s schnell gehen muss.
  • Ich hab’s noch nie probiert, bin mir aber sicher, dass der Obstfleck auch mit anderem Steinobst lecker schmeckt. Mit Pfirsichen oder Nektarinen zum Beispiel; die würde ich vierteln oder in Spalten schneiden. Sonst geben sie zu viel Saft ab, und der Kuchen wird matschig. Halbierte Pflaumen oder Zwetschgen müssten sich auf dem Obstfleck ebenfalls gut machen.
  • Der Obstfleck schmeckt auch mit Beeren. Ich gebe oft ein paar Handvoll Ribisel zu meinem Marillen-Obstfleck. Auch als Blaubeerkuchen, Himbeerkuchen oder Brombeerkuchen müsste der Obstfleck sehr lecker sein.
  • Der Blechkuchen klappt auch mit tiefgefrorenem Obst: Ich friere im Sommer meistens Ribisel (= rote Johannisbeeren) ein. Die kommen tiefgekühlt auf den Teig, dann kommt der Kuchen sofort ins Rohr.

2. Der Rührteig für den Obstfleck

  • Du schlägst weiche Butter und Zucker mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine auf hoher Stufe richtig, richtig gut schaumig. Mindestens 5 Minuten, besser 10 Minuten. Die Masse sollte luftig und fast weiß sein.
  • Dann gibst du nach und nach 4 Eier dazu und schlägst jedes Ei mindestens 1 Minute unter den Teig. Wenn es sein muss, auch länger: Jedes Ei muss sich komplett mit der Buttermasse verbinden, bevor du das nächste Ei dazugibst.
  • Du vermischt Mehl mit Backpulver. Diese Mischung rührst du auf niedriger bis mittlerer Stufe abwechselnd mit Milch zum Teig: Mehlmischung – Milch – Mehlmischung – Milch – Mehlmischung.

3. Fertigstellen und Backen

  • Den Rührteig streichst du auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Die Teigschicht ist bei mir nur 1-2 cm hoch, also eher dünn. Das passt so!
  • Jetzt belegst du den Obstfleck mit dem Obst deiner Wahl. Beim Belegen kannst du dich kreativ austoben: gerade Reihen, bunt gemischtes Obst, Blumenmuster oder geometrische Muster. Alles geht, alles schmeckt!
    • Auf den Bildern siehst du meinen Obstfleck sowohl mit Kirschen als auch mit Marillen belegt. Ich mag’s gerne, wenn man sich gnaz nach Geschmack ein Stück mit Lieblings-Obst auswählen kann 🙂 .
  • Der Obstkuchen kommt für 25-30 Minuten ins vorgeheizte Backrohr. Mach die Stäbchenprobe: Wenn an einem in den Teig gesteckten Holzstäbchen kein Teig hängen bleibt, ist der Kuchen fertig. Raus damit!
  • Den fertigen Kuchen lässt du auskühlen. Dann bestreust du ihn mit Staubzucker und schneidest ihn in Stücke. Am besten immer erst dann, wenn du ihn servieren willst. So bleiben die Schnittflächen saftig.

Tipps zum Obstfleck

  • Butter, Eier und Milch müssen unbedingt Zimmertemperatur haben, sonst verbinden sie sich nicht zu einem glatten Teig. Nimm sie etwa 2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur annehmen.
  • Schlage Mehl und Milch immer nur so kurz wie möglich unter den Teig: Wenn du zu lange rührst, schlägst du das Gluten aus dem Mehl. Der Kuchen wird pappig und mehlig schmecken. Das brauchst du nicht!
  • Ich stelle gerne einen Backrahmen in Backblech-Größe auf das Blech, bevor ich den Teig auf das Backblech gebe. So bekommt der Obstkuchen einen schönen Rand. Der Backrahmen muss aber nicht sein.

So schmeckt der Obstfleck

Der Obstfleck schmeckt fast genauso, wie ich ihn in Erinnerung habe. Saftig, fruchtig, nicht zu süß. Ach ja. So lecker. So Sommer!

Der einzige Unterschied zum Original-Obstfleck-Geschmack: Die Stimmung aus den Kindheits-Sommern fehlt. Die Hitze, der Geruch nach See, das herrliche Gefühl, die Ferien zu genießen. Diese Sommer bringt leider kein Obstkuchen zurück!

Obstfleck mit Marillen: 1 Stück auf einer Kuchengabel, daneben das Kuchenstück
Obstfleck mit Marillen: ein saftiger und einfacher Blechkuchen aus Rührteig

Hier sind noch mehr Rezepte für leckere Obstkuchen

Schau gerne rein, vielleicht ist ja ein Rezept für dich dabei. Die Rezepte sind laktosefrei, wie alle Rezepte auf meinem Blog: Ich bin laktoseintolerant und backe deshalb ausschließlich mit laktosefreien Zutaten. Wenn du Laktose verträgst, backst du sie einfach mit dein „normalen“ Zutaten. Klappt und schmeckt!

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

Rezept

Obstfleck nach Omas Rezept, laktosefrei – schneller und einfacher Blechkuchen mit Obst

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Der Obstfleck ist ein schneller, einfacher Obstkuchen aus Rührteig nach dem Rezept meiner Oma. Schmeckt mit Kirschen, Marillen, Ribiseln oder anderem Obst.

25-30 min
1 Backblech, etwa 30 x 40 cm

Zutaten

  • Rührteig
  • 120 g weiche Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • 160 g Zucker

  • 250 g Mehl

  • 4 Eier, Zimmertemperatur

  • 125 ml Milch, Zimmertemperatur, laktosefrei

  • 1 gehäufter TL Backpulver

  • Belag
  • Etwa 1 kg Obst: Kirschen, Marillen (ich: ½ kg Kirschen, ½ kg Marillen)

Zubereitung

  • Backblech mit Backpapier belegen. Einen Backrahmen in der Größe des Backblechs darauf stellen. Das Backrohr vorheizen auf 180° C Ober-/Unterhitze.
  • Das Obst waschen und vorbereiten: Marillen halbieren und entkernen, eventuell Kirschen entkernen.
  • Die Butter und den Zucker mit dem Zucker mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine etwa zehn Minuten lang schaumig rühren.
  • Die Eier einzeln dazu geben und jeweils mindestens eine Minute unterrühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch zum Teig geben und glattrühren; mit Mehlmischung enden.
  • Den Teig auf dem Backblech glatt streichen und mit Obst belegen. Etwa 25-30 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, verwendest du normale Milch und normale Butter.

Für Pinterest

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12 Comments

  1. Wie wunderbar, Eva! So schöne Erinnerungen! So ein altes Kochbuch ist etwas ganz Besonderes. Wie schön muss es bei deiner Omi gewesen sein. Kommt es dir auch so vor, als sei die Welt damals irgendwie einfacher gewesen. Also einfacher im Sinne von kleiner?
    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Liebe Maren, die Welt war nicht nur kleiner, sondern definitiv einfacher! Wir waren Kinder, da hatten wir definitiv weniger Sorgen und Verantwortung als jetzt 🙂 !
      Liebe Grüße
      Eva

  2. Liebe Eva,

    ich musste mich ja der Herausforderung stellen und habe einfach mal die Zutaten des „Rezeptes“ deiner Oma zusammengeworfen. Das Ergebnis kannst du in meinen Insta-Stories sehen. Ob deine Oma das so gewollt hat, weiß ich natürlich nicht. Aber wenn, dann könnte ein bisschen mehr Zucker in den Teig ;).

    Liebe Grüße
    Marileen

    • Eva Dragosits

      Liebe Marileen,
      das ist ja cool, dass du mir dabei hilfst, Omas Rezepte nachzubacken 🙂 ! Der Teig in deinen Insta-Stories sieht gut aus, aber zu wenig Zucker?!? Meine Oma? Nie und nimmer 🙂 ! Für sie konnte es nie süß genug sein. Das Rätsel ist noch nicht gelöst 😉 ! Du hast mich jetzt richtig neugierig gemacht. Ich glaube, das muss ich wirklich selbst mal versuchen! Ich halte dich auf dem Laufenden!
      Liebe Grüße
      Eva

  3. Liebe Eva, dieses Obstkuchen sieht wunderbar saftig aus. Und was deine Großmutter mit Bäckerei meinte…da habe ich keine Ahnung. Aber du könntest Recht haben und es handelt sich dabei um ein Rezept für Kekse.
    LG, Diana

    • Eva Dragosits

      Oh ja, der Obstfleck ist richtig saftig ! Auf Omas Bäckerei kann man sich verlassen – wenn ihre Anweisungen klar genug sind !
      Liebe Grüße
      Eva

  4. Sandkorn

    Liebe Eva,
    diesen Kuchen muss ich unbedingt backen, allerdings in verkleinerter Form – welche Größe hat Dein Backblech?
    Gruß,
    Sandkorn

    • Eva Dragosits

      Hallo Sandkorn,
      mein Backblech ist 40 x 32 cm. Ich wünsche dir gutes Gelingen 🙂 ! Ich würde mich freuen, wenn du mir sagst, ob Omas Obstfleck geschmeckt hat 🙂 !
      Liebe Grüße
      Eva

      • Dieser Kuchen ist so einfach, so grandios – und so gefährlich! Noch warm wurde er wegschnabuliert, Stück für Stück bis auf die mehrmals angemahnten „Anstandsstückerl“ zum Kaffee morgen. Ich hätte mir das kleinere Backblech eigentlich sparen können…
        Schön, dass Du dieses wunderbare Oma-Rezept mit uns teilst!
        Dank und herzliche Grüße,
        Sandkorn

        • Eva Dragosits

          Liebes Sandkorn,
          mit dieser Rückmeldung machst du mir eine riesige Freude 🙂 🙂 🙂 ! Schön, dass euch der Obstfleck so gut geschmeckt hat!
          Meine Oma war nie eine Freundin halber Portionen. Halbe Backbleche gab es bei ihr nicht! Die waren auch nicht nötig, ihre Kuchen wurden immer aufgegessen 🙂 !
          Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
          Eva

  5. Hallo, schöner Blog, auf den ich auf der Suche nach laktosefreier Kondensmilch zufällig gestoßen bin. Habe ich gleich abonniert. Ich koche und backe auch leidenschaftlich gerne. Bei Deinen Ausführungen oben musste ich an meine Oma denken, die auch strikt dagegen war, Kirschen vor dem Backen oder einkochen zu entsteinen. Sie behauptete, dass erst der Kern für den besonderen Aromakick (so hat sie es nicht genannt, so formuliere ich das 🙂 ) sorgen würde, nämlich der Speise ein Aroma nach Mandeln oder Marzipan verpassen würde. Vielleicht könnte man ja auch den Kern entfernen, und dafür eine Mandel einsetzen? Viel Arbeit, wahrscheinlich macht man es lieber pragmatisch so wie Oma und spuckt halt 🙂 Übrigens: auch Birnen mussten immer mit Kerngehäuse eingekocht werden für das Aroma.

    • Eva Dragosits

      Hallo Thomas,
      vielen Dank für diesen netten Kommentar 🙂 !
      Ich glaube, „pragmatisch“ trifft es perfekt. Die Oma war sehr praktisch veranlagt und hat sich einfach darauf verlassen, dass eh niemand die Kirschen samt den Kernen isst.
      Die Idee, die Kirschen mit Mandeln zu füllen, die hat was. Mandeln und Kirschen, das passt gut zusammen. Mir fällt dazu mein Kirschkuchen mit Karamell ein, hier der Link: https://ichmussbacken.com/2016/07/03/kirschkuchen-mit-karamell/. Sehr lecker!
      Liebe Grüße!
      Eva

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