Startseite » Kuchen & Torten » Kaisergugelhupf, laktosefrei

Kaisergugelhupf, laktosefrei

Mit enthusiastischen Beschreibungen meiner Backwerke habe ich es nicht so. „Weltbester Kuchen“ etwa werde ich nie schreiben. Das hieße ja, dass kuchenmäßig der Gipfel erreicht ist und nicht Besseres nachkommen kann. Und das will ich gar nicht erreichen. Wozu sollte ich dann noch neue Rezepte probieren? Ich beschreibe meine Backwerke lieber etwas unaufgeregter. Diesen Kaisergugelhupf etwa, den finde ich richtig, richtig gut. Das ist eines meiner Lieblings-Rezepte!

Kaisergugelhupf

Wenn du hier lest, dass ich ein Rezept sicher noch öfter backen werde, dann ist das das höchste Lob, das ein Kuchen bei mir bekommen kann. Für Back-Wiederholungen ist im Leben einer Foodbloggerin nämlich wenig Zeit.

Kaisergugelhupf

Diesen Kaisergugelhupf, den backe ich jedenfalls richtig oft. Er schmeckt einfach wunderbar, ist flaumig und saftig und voller Walnüsse und Schokolade. Ein Traum von Gugelhupf!

Kaisergugelhupf

Mehr zum Rezept

Das Rezept für den Kaisergugelhupf habe ich aus der Kochschule, Teil2* (Werbung) von Ewald Plachutta. Das Buch enthält jede Menge Rezepte der österreichischen süßen Küche, von ganz einfach bis herausfordernd. Ich mag dieses Buch sehr gerne, weil die Rezepte funktionieren und schmecken. Das ist ja nicht bei jedem Backbuch/Kochbuch der Fall.

Das Rezept für den Kaisergugelhupf habe ich leicht abgeändert. Ich habe eine Spur mehr Schokolade verwendet als im Original.

Kaisergugelhupf

Außerdem habe ich den Kaisergugelhupf nicht wie im Original mit Staubzucker bestreut, sondern mit Schokoladeglasur überzogen: Ich habe nämlich zu Weihnachten eine tolle Backform Gugelhupf*  geschenkt bekommen und wollte unbedingt wissen, ob die Schokoglasur bei mir auch so hübsch vom Gugelhupf rinnen würde wie bei anderen Blogger*innen.

Das tat sie leider nicht. Meine erste Portion Schokoladenglasur war zu heiß, die ist einfach über den Gugelhupf geronnen und landete direkt auf dem Teller.

Die zweite Portion Schokoladenglasur ließ ich abkühlen, bis sie zäh und dickflüssig war. Das hat besser geklappt, aber ganz zufrieden war ich nicht. Da ist noch Luft nach oben.

Kaisergugelhupf

Der Gugelhupf sah wegen diesem Fehler beim Glasieren leider nicht so hübsch aus wie geplant. Geschmeckt hat er aber, und mit Schokoladenglasur meiner Meinung nach sogar noch besser als mit Staubzucker. Das ist aber Geschmackssache. Jeder wie er mag!

Kaisergugelhupf

Noch kurz zur Zubereitung: Der Kaisergugelhupf kommt ohne Backpulver aus, wird aber trotzdem wunderbar flaumig.

Zwei Dinge sind wichtig, damit der Gugelhupf gelingt:

  • Die Zutaten müssen Zimmertemperatur haben, sonst gerinnt der Teig.
  • Beim Rühren musst du dir Zeit lassen. Zuerst rührst du die Butter-Zuckermischung hell und cremig; das braucht mindestens fünf Minuten, eher mehr. Und dann musst du die Ei-Milch-Mischung sehr gründlich unterrühren, damit sich alles verbindet. Auch das dauert seine Zeit!
Kaisergugelhupf

Ich hoffe, du hast jetzt Appetit auf den Kaisergugelhupf bekommen!

Hier findest du noch mehr österreichische Rezepte:

Schau doch gerne rein und hol dir Appetit. Hab einen feinen Tag!

Kaisergugelhupf, laktosefrei

50-55 min bei 160 °C Ober-/Unterhitze
1 Gugelhupfform

Der Kaisergugelhupf ist ein klassischer, saftiger Gugelhupf mit viel Schokolade und vielen Walnüssen. Ein Lieblingsrezept!

Zutaten

  • 250 g Butter, Zimmertemperatur (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • 100 g Staubzucker

  • 1 EL Vanillezucker

  • Prise Salz

  • 5 Eier, getrennt, Zimmertemperatur

  • 1/16 l Milch, laktosefrei, Zimmertemperatur

  • 150 g Kristallzucker

  • 250 g Mehl

  • 80 g Walnüsse

  • 100 g dunkle Schokolade, laktosefrei

  • Schokoglasur
  • 150 g dunkle Schokolade, laktosefrei

  • Alternative zur Schokoglasur

Zubereitung

  • Gugelhupfform gründlich mit zerlassener Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Backrohr vorheizen auf 160° C Ober-/Unterhitze.
  • Die Walnüsse und die Schokolade grob hacken, in etwa 1 cm große Stücke.
  • Butter, Staubzucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine gründlich schaumig schlagen, etwa 5-10 Minuten lang. Die Milch mit den Dottern in einer kleinen Schüssel vermischen und nach und nach unter die Buttermischung rühren.
  • Eiweiß und Kristallzucker zu cremig-steifem Schnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees gut unter die Buttermischung rühren. Den restlichen Eischnee vorsichtig mit dem Teigspatel oder dem Schneebesen unterheben.
  • Das gesiebte Mehl vorsichtig einrühren. Die gehackten Walnüsse und die Schokolade unterheben.
  • Den Teig in die Form gießen und glatt streichen. Je nach Ofen 50´-55´ backen. Stäbchenprobe machen: Wenn an einem in den Teig gesteckten Holzstäbchen kein Teig hängen bleibt, ist der Gugelhupf fertig. 5-10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf eine Tortenplatte stürzen.
  • Den Gugelhupf entweder dick mit Staubzucker bestreuen oder mit Schokoladeglasur überziehen: Die Schokolade im Wasserbad oder auf dem Herd bei niedriger Hitze schmelzen und abkühlen lassen, bis sie dicklich wird, dann über den Gugelhupf gießen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, verwendest du einfach deine gewohnten Zutaten.

*Werbung / Affiliate Link. Wenn du über diesen Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Kaufpreis gleich. Danke für deine Unterstützung!

Mehr zum Thema


Mehr aus der Kategorie


4 Comments

  1. So süß dein Text! Ich kann dich verstehen, dass du nicht gerne mit “foodporn” und ” leider geil” um die Ecke kommst 😉 Und du hast vollkommen recht – für Wiederholungen ist im Leben einer Foodbloggerin wirklich keine Zeit – und wenn doch, dann muss das Rezept umwerfend sein! Dein Gugel sieht auf jeden Fall herrlich saftig aus! Liebe Grüße, Isabelle

    • Eva Dragosits

      Liebe Isabell,
      danke für die netten Worte! Vielleicht wird´s ja noch mit dem sprachlichem Enthusiasmus 😉 ! Und ja, der Kaisergugelhupf schmeckt umwerfend!
      Liebe Grüße
      Eva

  2. Liebe Eva,
    Das ist wirklich ein Prachtguglhupf, der seinen Namen verdient. Er wird ja fast wie ein Biskuit zubereitet! Kann ich mir vorstellen, dass der sehr fluffig ist. Die Form habe ich übrigens auch. So hübsch!!
    Hab einen schönen Sonntag, liebe Eva !
    Herzliche Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Die Form ist super, jetzt muss ich nur noch das mit der richtigen Konsistenz der Glasur herausfinden. Also noch mehr Gugelhupf 🙂 !
      Liebe Grüße und genieße den Sonntag!
      Eva

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*