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Schokokuchen mit Tahin-Frosting, vegan, laktosefrei

Wer die leicht bittere Note von Tahin, Sesammus, mag, wird den Schokokuchen mit Tahin-Frosting lieben! Der Schokoboden ist nicht zu süß und schmeckt intensiv nach Schokolade. Zusammen mit dem bitter-süßen Tahin-Frosting ein rundes und köstliches Geschmackserlebnis!

Schokokuchen mit Tahin-Frosting, von oben

Der Veganuary ist für mich ein Anstoß, um mal wieder vegane Backrezepte auszuprobieren. Ich habe also gezielt meine Backbücher nach veganen Rezepten für Kuchen, Torten, Muffins oder ähnliches durchstöbert.

Die Auswahl an Rezepten ist ja groß, die abgebildeten Backwerke sahen verführerisch aus. Trotzdem habe ich mir schwer getan, ein Rezept zu finden, auf das ich so richtig Appetit hatte. Aus zwei Gründen:

  • Bei manchen Rezepten sprechen mich die Zutaten nicht an. Pfeilwurzelmehl oder Kichererbsenmehl beispielsweise habe ich nicht daheim. Das müsste ich extra für den geplanten Kuchen oder die Muffins kaufen. Nur brauch man für ein Rezept meistens nicht die ganze Packung. Und was mache ich mit der restlichen Menge?!? Bei mir würde der Rest verderben und irgendwann entsorgt werden.
  • Andere Rezepte kann ich nicht umsetzen, weil sie viel Fruktose enthalten. Für mich fällt alles weg, was mit Datteln, Dattelsirup, getrockneten Früchten, Agavendicksaft und ähnlichen Zutaten zubereitet wird. Auch Bananen und Apfelmus sind nicht optimal für mich.

Fündig geworden bin ich schließlich bei der experimentierfreudigen Cynthia Barcomi. In ihrem Backbuch Modern Baking: Mal vegan, mal glutenfrei, mal klassisch – immer lecker!* (Werbung) bäckt sie alles, was schmeckt. Und zwar so, dass verschiedene Lebensstile oder Einschränkungen berücksichtigt sind: Viele Rezepte sind glutenfrei und/oder vegan.

Ich habe mich für den Schokokuchen mit Tahin-Frosting entschieden. Die Zubereitung ist für mich als Neuling bei veganem Backen nicht zu kompliziert, sondern so wie gewohnt. Oder zumindest fast wie gewohnt.


So bereitest du den veganen Schokokuchen mit Tahin-Frosting zu

Für den Schokoboden kochst du Wasser auf, dann löst du vegane dunkle Schokolade darin auf und rührst Kakaopulver unter, Olivenöl und einen Esslöffel Essig. Die Schokoladenmischung vermischt du ganz kurz (!) mit einer Mehl-Zucker-Mischung. Wirklich nur kurz; die Zutaten dürfen sich gerade so zu einem Teig verbinden.

Schokokuchen mit Tahin-Frosting, von oben

Den Teig bäckst du in einem eckigen Backrahmen. Laut Cynthia Barcomi kannst du auch einen Tortenring oder eine Springform mit 25 cm Durchmesser nehmen.

Das Frosting ist schnell zubereitet: Du verrührst die Zutaten mit der Küchenmaschine erst langsam, dann auf mittlerer bis hoher Stufe, bis sie sich zu einer homogenen Creme verbunden haben.

Laut Cynthia Barcomi wird das Frosting „hell und luftig“. Bei mir wurde es weder hell noch luftig; die Konsistenz hat sich bei mir durch das Rühren kaum verändert.

Vielleicht liegt es am Tahin: Im Rezept war keine Angabe dazu, ob braunes oder weißes Tahin verwendet wird. Ich habe weißes Tahin genommen. Deshalb war mein Frosting von Anfang an hell. Warum es nicht luftig wurde, kann ich mir nicht erklären. Aber Hauptsache, es schmeckt – und das tut es!

Schokokuchen mit Tahin-Frosting

Wenn der Schokokuchen abgekühlt ist, bestreichst du ihn mit dem Tahin-Frosting, so wie du es auf dem Bild oben siehst. Kuchen und Frosting passen perfekt zusammen: Der Schokokuchen wäre ohne das Tahin-Frosting zu trocken. Das bitter-süße Frosting sorgt für einen schönen Gegensatz zu der Süße im Schokokuchen und gibt dem Kuchen ein schönes, rundes Mundgefühl.

Schokokuchen mit Tahin-Frosting

Eines muss ich noch erwähnen: Der Schokokuchen mit Tahin schmeckt „wie gewohnt“, also so, wie ich es von meinen klassischen Kuchen und Torten her kenne. Auch die Zubereitung ist so wie immer. Nur dass eben kein Ei im Teig ist, die Schokolade vegan ist und statt Butter vegane Margarine verwendet wird.

Der Teig ist allerdings deutlich krümeliger als ein Rührteig mit Ei. Vor allem am ersten Tag merkt man das. Da hat der Kuchen schon sehr gekrümelt beim Essen! Nach einer Nacht in der Kühlung, also draußen auf dem Fensterbrett 😊, war die Bindung deutlich besser. Ich habe keinen Unterschied mehr zu einem klassischen Kuchen gemerkt.

Schokokuchen mit Tahin-Frosting

Der Schokokuchen mit Tahin-Frosting war außerdem erstaunlich haltbar: Auch nach 6 Tagen war er noch gut!

Und bevor ich es vergesse: Die Farbe des Schokokuchens ist unglaublich! Ich liebe diesen tiefen, fast schwarzen Braunton. Zusammen mit dem hellen Topping sieht das fantastisch aus!


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Hüpf gerne rüber zu den Rezepten und hol dir Appetit und Inspiration. Ich wünsche dir einen feinen Tag!


Schokokuchen mit Tahin-Frosting

27-29 min bei 175 °C Umluft
Backrahmen 23 x 23 cm

Wer die leicht bittere Note von Tahin, Sesammus, mag, wird diesen Schokokuchen mit Tahin-Frosting lieben!

Zutaten

  • Schokokuchen
  • 100 g dunkle Schokolade, vegan*
    300 ml Wasser
    80 g Backkakao, gesiebt
    200 g Mehl
    1 ½ TL Natron
    ½ TL Backpulver
    ½ TL Salz
    125 g Zucker
    75 g brauner Zucker
    80 ml Olivenöl
    1 El Essig

  • Tahin-Frosting
  • 125 g Margarine, Raumtemperatur, vegan
    150 g Tahin (ich: weißes Tahin*)
    200 g Staubzucker
    1 TL Vanillepaste
    1 Prise Salz

  • Dekoration
  • 1-2 Würfel dunkle Schokolade, vegan

Zubereitung

  • Backrohr vorheizen auf 175 °C Umluft. Backblech mit Backpapier belegen. Backrahmen auf 23 x 23 cm einstellen, auf das Backblech setzen. Backrahmen leicht mit Öl einfetten.
  • Die Schokolade klein hacken. Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen. Mit dem Schneebesen die Schokolade unterrühren und auflösen, dann den Backkakao unterrühren.
  • Mehl, Natron, Backpulver, Salz, Zucker und braunen Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen.
  • Olivenöl und Essig zur Schokoladenmischung geben und mit dem Schneebesen unterrühren. Diese Mischung in die Mehlmischung geben, mit dem Teigspatel kurz zu einem klumpenfreien Teig verarbeiten. Achtung: Nicht zu lange rühren, sondern nur so lange, bis sich die Zutaten gerade so verbinden!
  • Den Teig in die Backform gießen und 27-29 Minuten backen. Wenn der Kuchen auf Fingerdruck zurückfedert, ist er fertig. Zusätzlich Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stecken. Wenn keine Krümel daran hängen, ist der Schokokuchen fertig. Aus dem Rohr nehmen und ca. 10 Minuten im Backrahmen auskühlen lassen, dann den Backrahmen entfernen und den Kuchen komplett auskühlen lassen.
  • Die Zutaten für das Frosting in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer auf niedriger Stufe zusammenrühren, dann 5 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe schlagen. Das Frosting mit einem Löffel oder einer Palette wellenförmig auf dem ausgekühlten Kuchen verstreichen. Wenn gewünscht, die dunkle Schokolade darüber raspeln.

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