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Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl, laktosefrei

Der Espresso-Schokolade-Kuchen ist genau richtig für alle, die die Kombination von Kaffee und Schokolade lieben: Bei diesem aromatischen Schokoladenkuchen ist der Kaffee – und zwar starker Espresso – schon im Kuchen drin. Bei dieser anregenden Kombination von Koffein und Schokolade hat das Nachmittagstief keine Chance. Ist das nicht genial?

Espresso-Schokolade-Kuchen

Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl: Fudgy oder durchgebacken?

Der Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl ist sehr einfach zu machen – und trotzdem ist er bei mir leider nicht so geworden wie geplant.

Das lag aber nicht am Rezept, sondern an mir: Ich wollte den Kuchen so richtig feucht und „fudgy“, habe mich aber bei der Backzeit verschätzt. Fünf bis zehn Minuten zu lange war er im Rohr, der Espresso-Schokolade-Kuchen, und schon war er schön aufgegangen und durchgebacken. Statt klebrig-süß und feucht. Snüff. Das hatte ich mir anders vorgestellt!

Espresso-Schokolade-Kuchen

Versteh mich nicht falsch, geschmeckt hat er trotzdem, und zwar ganz wunderbar! Ich wurde auf der Stelle zwei Mal nach dem Rezept gefragt. Aber dennoch, diese durchgebackene Version war nicht das, was ich wollte. Deshalb bin ich mit dem Rezept nicht so hundertprozentig zufrieden – ich muss wohl nochmal ran.

Hier ist jedenfalls mein Tipp: Behalte den Espresso-Schokolade-Kuchen unbedingt in den letzten Minuten im Auge! Wenn du ihn feucht und nicht ganz durchgebacken Kuchen willst, musst die Mitte noch wackeln, wenn du den Kuchen aus dem Rohr nimmst. Beim Rezept gebe ich die entsprechenden Zeiten ganz genau an; der ideale Zeitpunkt hängt allerdings auch immer vom Backrohr ab..

So bereitest du den Espresso-Schokolade-Kuchen zu

Eines vorneweg: Bei diesem Kuchen ist es enorm wichtig, dass du Zutaten von sehr guter Qualität nimmst. Wenn die Schokolade pur nicht gut schmeckt, dann schmeckt der Kuchen nicht. Und wenn die Mandeln alt sind, merkst du das.

Espresso-Schokolade-Kuchen

Den Espresso für den Teig mache ich mit meiner italienischen Bialetti, dieser klassischen italienischen Kaffeemaschine, die das Wasser durch das mit Kaffeepulver gefüllte Sieb nach oben drückt. Wir hatten mal vor langer Zeit einen Kaffee-Vollautomaten, sind jetzt aber wieder bei dieser einfachen und unkomplizierten Kaffee-Zubereitung angekommen.

Der Kaffee schmeckt mit der Bialetti herrlich intensiv und aromatisch, und er ist wunderbar cremig. Wir mögen das. Und wenn es für die Italiener mit ihrem stark ausgeprägten Geschmackssinn gut genug ist, dann reicht es für uns allemal!

Espresso-Schokolade-Kuchen

Jetzt endlich zur Zubereitung: Zuerst gibst du die Schokolade, die Butter und den Espresso in einen kleinen Topf und schmilzt alles im Wasserbad; für intensiveren Kaffeegeschmack kommt noch Instant-Espresso-Pulver dazu.

Die Dotter schlägst du mit dem Zucker zu einer sehr hellen und cremigen Masse. Meine Küchenmaschine braucht dafür mindestens fünf Minuten. Ich schlage sicherheitshalber immer einige Minuten länger, so kommt mehr Luft in den Kuchen.

Jetzt mischt du vorsichtig mit dem Teigspatel die Schokomischung unter die Dottermasse. Zuletzt hebst du den Schnee unter. Der Teig kommt in die Springform und wird auf der zweiten Schiene von unten gebacken, bis der Espresso-Schokolade-Kuchen so ist, wie du es willst, also feucht oder durchgebacken. Dann raus aus dem Backrohr mit dem Kuchen, auskühlen lassen und genießen!

Espresso-Schokolade-Kuchen

Der Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl schmeckt sowas von lecker! Der Kuchen hat eine deutliche Espresso-Note, die Schokolade und Mandeln runden den Geschmack fein ab. Sehr pur, sehr rund, sehr harmonisch. Einfach ein ehrlicher, geradliniger, aromatischer Kuchen ohne viel Schnickschnack.

Abschließend nur so ein Gedanke: Wenn du den ultra-Genuss willst, könntest du eine Kugel Vanilleeis auf den lauwarmen Espresso-Schokolade-Kuchen setzen. Das

Das Rezept für den Kuchen ist übrigens aus LOLA’S: A Cake Journey Around the World* (Werbung). Ich habe mir das Buch in London gekauft und schon mehrere Rezepte daraus nachgebacken, zum Beispiel das Bananen-Brot mit Erdnüssen, Schokolade und Karamell und den Gugelhupf mit Ahornsirup und Pekannüssen. Alles sehr lecker. Der Espresso-Schokolade-Kuchen wird nicht mein letztes Rezept aus diesem Backbuch sein!

Espresso-Schokolade-Kuchen

Hab´ einen schönen Tag und eine feine Woche!

Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl, laktosefrei

45-55 min bei 160 °C Ober-/Unterhitze
1 Springform mit 24 cm Durchmesser

Je nach Backzeit ist der Espresso-Schokolade-Kuchen ohne Mehl “fudgy” oder durchgebacken. Schmeckt fein nach Espresso, Schokolade, Mandeln!

Zutaten

  • 300 g hochwertige dunkle Schokolade mit 70% Kakaoanteil, laktosefrei

  • 275 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • 30 ml starker, frisch aufgebrühter Espresso

  • 2 TL Instant-Espresso-Pulver (falls du einen glutenfreien Kuchen willst: achte darauf, dass das Pulver glutenfrei ist)

  • 6 Dotter

  • 6 Eiweiß

  • 100 g Zucker

  • 300 g geriebene Mandeln

Zubereitung

  • Backrohr vorheizen auf 160 °C Ober-/Unterhitze. Eine Springform mit 24 cm Durchmesser erst einfetten, dann Boden und Rand mit Backpapier auslegen: Das Backpapier für den Boden zu einem großen Kreis und für den Rand in breite Streifen schneiden. Da die Form eingefettet ist, klebt das Backpapier daran fest.
  • Die Schokolade in kleine Stücke brechen. Die Butter in kleine Würfel schneiden. Beides zusammen mit dem Espresso und dem Espressopulver in eine hitzebeständige Schüssel geben und über einem Wasserbad schmelzen; dabei immer wieder umrühren. Sobald die Mischung geschmolzen ist, vom Herd und vom Wasserbad nehmen und beiseite stellen.
  • Mit der Küchenmaschine die Dotter mit dem Zucker zu einer hellen und dick cremigen Masse schlagen; mindestens 5 Minuten lang. Die Schokoladenmischung dazugeben und mit einem Küchenspatel vorsichtig untermischen, dann die gemahlenen Mandeln unterheben.
  • In einer sehr sauberen Rührschüssel das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Den Schnee unter den Teig heben.
  • Den Teig in die Springform geben und glattstreichen. Für einen feuchteren Kuchen 45-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: An einem in den Kuchen gesteckten Holzstäbchen dürfen noch einige Krümel kleben. Für einen durchgebackenen Kuchen 55 Minuten backen. An einem in den Kuchen gesteckten Holzstäbchen sollten kaum mehr Krümel sein.
  • Den Espresso-Schokolade-Kuchen aus dem Backrohr nehmen und in der Form komplett auskühlen lassen. Dann auf eine Tortenplatte setzen und entweder mit Staubzucker oder mit Kakaopulver bestäuben. Wenn du ein Muster willst, lege vor dem Bestäuben einige Holzstäbchen kreuz und quer über den Kuchen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, nimmst du einfach normale Butter, und bei der Schokolade musst du nicht auf den Laktosegehalt achten. 70 % Kakaoanteil sollte sie trotzdem haben.

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8 Comments

  1. Liebste Eva,
    ich bin so froh, dass alles wieder gut ist bei dir. Ehrlich, du hattest mein tiefstes Mitgefühl. Es ist ja schon ätzend wenn die Technik mal streikt, aber gehackt zu werden, das ist ein Albtraum!! Es ist wie bestohlen werden, finde ich.
    Nun zu deinem Kuchen. Ich finde er sieht doch saftig aus! Ich kenne ihn als Torta Caprese aus Italien. Aber du hast recht, bei de muss man aufpassen, dass er nicht zu lange bäckt. Ich würde mir jedenfalls gern ein Stück von deinem Kuchen abschneiden 😉 .

    Ich wünsche dir noch eine schöne, nicht mehr so aufgeregte Woche!
    Maren

    • Eva Dragosits

      Liebe Maren,
      danke nochmals für dein Mitgefühl! Das war eine wirklich üble Erfahrung. Es war trotzdem schön zu merken, dass es “virtuelle” FreundInnen gibt, dich und einige andere, die unterstützen und mitleiden – auch wenn man sich gar nicht persönlich kennt 🙂 ! Das hat mich sehr gefreut! Und darin bestätigt, dass man durchaus auch Freundschaften über´s Netz schließen kann 🙂 .
      Das ist also die Torta Caprese?!? Meinem Backbuch nach ist das ein Rezept aus Kolumbien 🙂 ! Aber egal, wie es heißt, der Kuchen schmeckt!
      Liebe Grüße und eine gute Woche!
      Eva

  2. Oh nein, dein Blog wurde gehackt??? Bin ich froh, dass du ihn wieder hast und nichts verschwunden ist. Und ich bin froh, dass du das Rezept mit uns teilst…auch wenn der Kuchen nicht so geworden ist wie du wolltest (kenne ich) und du mit den Bilder nicht 100% zufrieden bist (kenne ich auch).
    LG, Diana

    • Eva Dragosits

      Danke für deine netten Worte, Diana 🙂 ! Da merkt man erst, wie sehr der Blog schon zum Leben gehört!
      Liebe Grüße!

  3. Hallo Eva,
    Wie muss ich den faktor rechnen, wenn ich eine 26
    Cm springform habe ( meine 6 köpfige familie)
    Isst mit…
    Vielen Dank schon im voraus
    Nadia

    • Eva Dragosits

      Hallo Nadja,
      der Umrechnungsfaktor von 24 auf 26 cm wäre 1,17. Eine Umrechnung von 23 auf 26 cm habe ich nicht gefunden. Ich würde einfach bei der Menge bleiben und die Form etwas früher aus dem Rohr nehmen! Dann ist die Torte etwas flacher, aber genauso gut.
      Liebe Grüße
      Eva

  4. Liebe Eva
    Hab vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
    Wünsche Dir schöne Festtage.
    Lg
    Nadia

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