Buchweizentorte

Diese Buchweizentorte ist ein gutes Beispiel dafür, dass Äußerlichkeiten täuschen können. Sie kommt unscheinbar daher und reißt mit ihrem Aussehen niemanden vom Hocker. Wenn man sie dann aber anschneidet, die versteckte Preiselbeerfüllung entdeckt und schließlich eine Gabel davon genießt, vielleicht begleitet von einem Klecks Preiselbeer-Schlagrahm, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Dann kommen ihre Qualitäten voll zur Geltung!

Buchweizentorte

Die Buchweizentorte schmeckt durch das Buchweizen-Vollkornmehl intensiv herb-nussig, die Mandeln schmeckt man deutlich heraus. Die Preiselbeermarmelade-Füllung sorgt dafür, dass die Torte richtig schön saftig ist. Wenn ihr Torten und Kuchen mögt, die gesund und kernig schmecken, die richtig zum Reinbeißen sind, dann ist diese Torte etwas für euch!

Buchweizentorte

Preiselbeeren und Buchweizen sind ein Dream-Team, das in der Tiroler und Südtiroler Küche oft zum Einsatz kommt – berechtigt!

Leider hat die Buchweizentorte das Pech, dass sie auf Buffets und bei Partys neben dekorativeren Konkurrenten gerne untergeht. Dort sind meist die Leckereien, die mit tollem Aussehen punkten, als erstes weg. Verständlich. Das Auge isst ja mit! Der einfache Rührkuchen bleibt da gerne mal über.

Umso schöner, dass Clara von tastesheriff den Rührkuchen ein Forum gibt und Rezepte dafür sammelt! Da mache ich natürlich gern (und auf den letzten Abdruck) mit.

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Der Teig für die Torte ist ein bisschen anspruchsvoll. Wichtig ist, dass Butter und Eier Zimmertemperatur haben; ansonsten verbinden sich Butter und Eier nicht und der Teig gerinnt. Beim Rühren müsst ihr darauf achten, dass ihr jeden Dotter gründlich in die Buttermischung rührt, so lange, bis er sich gut mit der Buttermischung verbunden hat. Das dauert etwa eine Minute lang pro Dotter.

Buchweizentorte

Buchweizentorte

Wenn der Teig fertig ist, gebt ihr zwei Drittel davon in die Springform, dann verteilt ihr die Marmelade darauf und schließt mit dem restlichen Teig ab. Die Preiselbeermarmelade-Füllung sollte sich also eigentlich im oberen Drittel der Torte befinden, ist bei mir diesmal aber auf den Boden gesunken. Ich kann mir das nur so erklären, dass ich zu viel Marmelade verwendet habe und sie deswegen einsank. Aber egal, geschmeckt hat es trotzdem!

Buchweizentorte

Ich habe die Torte diesmal in einer kleinen Springform mit 20 cm Durchmesser gebacken. Wenn ihr eine Springform mit 24 cm oder 26 cm Durchmesser verwendet, müsst ihr die Teigmenge verdoppeln.

Die Fotos zur Buchweizentorte liefern übrigens einen kleinen Überblick von den Anfängen des Blogs bis heute, äh, eigentlich gestern. Als ich den Beschluss zum Blog fasste, besorgte ich mir als erstes im Einkaufszentrum einen billigen weißen Desserteller und etwas, das ich für eine weiße Tortenplatte hielt. Daheim stellte ich fest, dass auf dem Etikett „Pizzateller“ stand.

Buchweizentorte

Der Pizzateller ist heute nicht im Bild, dafür aber der Desserteller. Der ist meine Requisite Nummer eins. Ich benutze ihn ständig, und solange wir uns kein neues Geschirr leisten, wird das wohl so bleiben. Wer Lust hat, klickt sich mal durch meine Beiträge und zählt, wie oft er diesen Teller entdeckt…

Buchweizentorte

Den Tortenständer, auf dem die Buchweizentorte sitzt, habe ich ein letzten Herbst, ein gutes Jahr nach Blog-Beginn, für meinen Karamell-Schokolade-Cheesecake beim Blogevent „Colorful Autumn“ von Steffi von CupCake Werk gewonnen. Ich habe mich so gefreut! Allerdings kam der Tortenständer noch nicht so oft zum Einsatz, weil er sich nur für Torten mit einem Durchmesser von 20 cm und weniger eignet. Bis gestern besaß ich aber nur eine „normale“ Springform mit 26 cm Durchmesser. Wie gesagt, bis gestern. Ich entdeckte nämlich zufällig im Einkaufszentrum unerwartet eine kleine Springform und schlug sofort zu. Ab jetzt kann ich auch kleine Torten und Kuchen backen und meinen Tortenständer öfter verwenden!

Die Fotos sind außerdem deshalb so schön ausgeleuchtet, weil mein Mann vorgestern beim Fotografen in der Wartezeit auf die Passbilder einen Reflektorschirm entdeckte und kaufte. Das macht lichtmäßig einen unglaublichen Unterschied. Wir waren beide beeindruckt davon, wie stark dieser Schirm reflektiert.

Jetzt aber endlich zum Rezept!

Buchweizentorte

  • Portionen: 1 Torte mit 20 cm Durchmesser
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Zutaten
125 g Butter, Zimmertemperatur (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
125 g brauner Zucker
3 Eier
100 g Buchweizenmehl
125 g geriebene Mandeln
1 Teelöffel Backpulver
¼ Glas Preiselbeermarmelade

Preiselbeer-Schlagrahm (optional)
250 ml Schlagrahm, laktosefrei
1 EL Preiselbeermarmelade

Zubereitung
1. Backrohr auf 180° C (Ober-/Unterhitze) oder 170° C (Heißluft) vorheizen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser einfetten.
2. Die Eier trennen. Das Eiklar in eine Rührschüssel, die Dotter in eine kleine Schüssel geben.
3. Buchweizenmehl, geriebene Mandeln und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Butter und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine gut schaumig schlagen. Die Dotter nach und nach unterrühren, dabei jeden Dotter gründlich einrühren (mindestens eine Minute lang).
Das Eiklar mit dem Handmixer zu cremigem Schnee schlagen.
4. Ein Drittel des Schnees unter die Buttermischung rühren. Die Mehl-Mandelmischung vorsichtig unterheben, dann den restlichen Schnee vorsichtig unterheben.
5. Zwei Drittel des Teiges in die Springform füllen und glatt streichen. Die Preiselbeermarmelade darüber verteilen, dabei zum Rand hin einen Abstand von etwa 2 cm halten. Den restlichen Teig über der Marmelade verteilen und glatt streichen. Die Torte etwa 50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn an einem in die Torte gestecktes Holzstäbchen kein Teig kleben bleibt, ist die Torte fertig. Aus dem Backrohr nehmen und komplett abkühlen lassen. Mit Staubzucker bestäuben.
6. Für den Preiselbeerschlagrahm den Schlagrahm steif schlagen. Einen Esslöffel Preiselbeeren leicht durchziehen, sodass sich ein hübsches rot-weißes Muster bildet. Nicht zu gründlich einrühren, sonst wird die Mischung einheitlich rosarot, und das wollen wir hier nicht!

Buchweizentorte

24 Comments

        • Pingback: Coffee Cake mit Cranberries | ichmussbacken

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