Ich bin beim Backen ja sehr experimentierfreudig, aber über manche Sachen trau ich mich nicht drüber. Über Schokoladekuchen mit Roter Bete zum Beispiel. Diese Kombination kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Bei diesem Blutorangen-Rosmarin-Kuchen aus Katie Quinn Davis Kochbuch What Katie Ate* (Werbung) ging es mir ähnlich. Da ist Rosmarin im Teig! Aber da ich schon alles für den Kuchen eingekauft hatte, war ich mutig und hab´s ausprobiert.
Verliebt habe ich mich in das tolle Foto, das das Rezept im Buch illustriert: Ein saftiger Kuchen, übergossen mit wunderschön dunkelroter, fast schon violetter Glasur. Ein Traum.
Als ich letzte Woche zum ersten Mal heuer Blutorangen im Supermarkt sah, habe ich sofort zugeschlagen und mich total gefreut, endlich diesen Kuchen mit der hübschen Glasur backen zu können.
Also stolz mit den Blutorangen heimkommen, Kochbuch aufschlagen, und langes Gesicht ziehen: Ich hatte komplett vergessen, dass im Teig Rosmarin ist! Was für eine ungewohnte Zutat für einen Kuchen! Ich war ziemlich skeptisch.
Ich bin, während die Küchenmaschine die Butter mit dem Zucker aufschlug, lange vor der Rührschüssel gestanden und habe überlegt, ob ich mich an das Rezept halten soll. Drei Stängel Rosmarin im Teig? Wollte ich das wirklich? Was, wenn der Kuchen dann schmeckt wie ein Schweinsbraten? Sollte ich nicht lieber auf Nummer sicher gehen und den Rosmarin weglassen?
Herausgekommen ist ein Kompromiss: Ich hab´s gewagt und Rosmarin in den Teig gegeben, aber nur zwei kleine Zweige statt drei. Und das Ergebnis? Ich bin richtig froh, dass ich´s versucht habe.
Der Rosmarin gibt dem Teig genau den richtigen Kick. Er schmeckt nicht deutlich hervor, gibt dem Kuchen aber einen besonderen, etwas herben Geschmack. Die Familie war begeistert. Als ich erklärte, dass Rosmarin das Geheimnis hinter dem tollen Geschmack war, meinten sie lapidar: „Ah, das war´s also“. Erraten hätten sie es nicht.
Also traut euch, rein mit dem Rosmarin! Ich empfehle zwei Zweige, das ist meiner Meinung nach genau die richtige Menge. Wenn ihr mutig seid, probiert es mit drei Zweigen!
Im Blutorangen-Rosmarin-Kuchen steckt noch ein weiteres Geheimnis. Vor dem Glasieren wird der Kuchen nämlich mit einer ordentlichen Menge Blutorangensirup getränkt. Dadurch wird er sehr saftig und hält sich lange – bei uns fünf Tage.
Der Guss wurde bei mir leider nur rosa und nicht so dunkelrot wie im Buch. Das Fruchtfleisch meiner Blutorangen war nur teilweise dunkelrot, die meisten waren normal orange. Leider. Ich hatte mich so auf die knallige Glasur gefreut. Geschmacklich fand ich die Glasur toll, weil sie durch den säuerlichen Blutorangengeschmack nicht zu süß war.
Noch ein Tipp: Die Glasur trocknet mit der Zeit leicht ein, verliert die Farbe und wird glasig. Geschmacklich bleibt der Kuchen top, aber optisch verliert er an Wirkung. Wenn ihr also Eindruck schinden wollt, stellt ihr den Blutorangen-Rosmarin-Kuchen am besten kurz vor dem Servieren fertig.
Übrigens war der Name „Blutorangen-Rosmarin-Kuchen“ fast ein bisschen ein schlechtes Omen. Mein Mann hat sich nach Weihnachten eine futuristische Messerschleif-Maschine zugelegt und – ohne mich vorzuwarnen – alle Messer im Haus geschliffen. Wie scharf die Messer waren, merkte ich, als ich die erste Blutorange schälte und mein Daumen plötzlich heftig brannte… Es gab ein bisschen Blut, aber nicht von der Orange. Pflaster drauf und besser aufpassen!
Vielleicht sind ja auch diese Rezepte mit Kräutern etwas für euch:
- Tarte Tatin mit Pfirsichen und Rosmarin
- Marille-Kirsch-Tartelettes mit Lavendel
- Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian
Schaut gerne rein und holt euch Appetit. Habt einen feinen Tag!
Blutorangen-Rosmarin-Kuchen, laktosefrei
Im saftigen Blutorangen-Rosmarin-Kuchen gibt der Rosmarin dem Kuchen einen feinen, etwas herben Geschmack nach Kräutern. Sehr lecker!
Zutaten
- Teig
225 g Butter, Zimmertemperatur (laktosefrei, wenn ihr sehr empfindlich seid)
220 g Zucker
3 Eier
1 Blutorange, geschält, weiße Haut entfernt und filetiert (d.h., die Filets werden mit einem scharfen Messer herausgeschnitten)
1 Orange, geschält, weiße Haut entfernt und filetiert
2 Rosmarinzweige, Nadeln abgestreift und gehackt
300 g Mehl
2 TL Backpulver- Blutorangensirup
Saft von 4 Blutorangen
1 EL Zucker- Blutorangenguss
Saft von 1 Blutorange
320 g Staubzucker
Zubereitung
- Das Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine Gugelhupfform sehr gut einfetten.
- Die zimmerwarme Butter und den Zucker in eine große Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer 10 Minuten lang schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Nach und nach die Eier dazu geben; jedes Ei gründlich unterrühren.
- Die Blutorangen-, die Orangenfilets und den gehackten Rosmarin in einen Mixer geben und gründlich pürieren.
- Das Orangenpüree zur Buttermischung geben und mit der Küchenmaschine bzw. dem Handmixer bei niedriger Stufe unterrühren. Das Mehl und das Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen und nach und nach zur Butter-Orangenmischung geben, bis der Teig glatt ist.
- Den Teig in die Gugelhupfform füllen und ca. 45-50 Minuten backen. Bei meinem Herd reichten 45 Minuten. Stäbchenprobe machen: Wenn an einem in den Teig gesteckten Holzstäbchen kein Teig haften bleibt, ist der Kuchen fertig. Aus dem Backrohr nehmen.
- Während der Kuchen im Rohr ist, den Blutorangensirup herstellen. Dafür den Blutorangensaft und den Zucker in einen kleinen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Zurückschalten auf schwache bis niedrige Hitze und etwa 10-15 Minuten leise köcheln lassen. Der Sirup sollte dabei um etwa ein Drittel einkochen. Den Sirup warm halten, bis der Kuchen aus dem Rohr kommt.
- Den Kuchen auf einen Gitterrost stürzen: Einen Teller unter den Kuchen stellen, um den herabtropfenden Sirup aufzufangen. Den Kuchen mehrfach mit einem Holzstäbchen einstechen. Den Sirup mit einem Löffel über den Kuchen träufeln und einziehen lassen.
- Für den Guss den Blutorangensaft mit dem Staubzucker zu einem dicken Guss verrühren. Den Kuchen auf einen Teller oder eine Servierplatte stellen. Den Guss über den Kuchen träufeln und etwa 20 Minuten trocknen lassen.
Anmerkungen zum Rezept
- Wer Laktose verträgt, nimmt normale Butter.
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Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Ich hätte mir nicht erwartet, dass sich der Rosmarin so toll macht in diesem Kuchen, aber er passt tatsächlich ganz grandios zu den Blutorangen. Ich war ehrlich überrascht!
Pass nur auf beim Orangen-Schälen ;-)!
Liebe Grüße
Eva
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Liebe Eva,
Ich bin hellauf begeistert! Nicht von deinen kaputten Daumen, aber von dem wundervollen Kuchen! Das ist genau mein Geschmack und den werde ich ganz sicher nachbacken. Ich liebe ja das Backen mit Kräutern. Es macht \’normale\’ Kuchen spannend. Jetzt habe ich nur noch ein Problem. Backe ich ihn morgen schon? 😉
Ganz liebe Grüße
Maren
Oh jaaaa der Kuchen sieht toll aus …
Ich hatte von Tanja (Wissenswürze) Kekse mit Rosmarin und Gewürznüsse mit Rosmarin zum Probieren zugeschickt bekommen …. Mhmhmmmmmm auch sehr lecker, sag ich dir.
Dir Eva ein ganz tolles Wochenende … und leg den Daumen \”hoch\” 😉
Liebe Grüße … Katja
Die Kekse mit Rosmarin klingen lecker…
Mein Mann hat sich beschwert, dass ich in meinem Blogtext andeute, er sei schuld an meinem verletzten Daumen. Hier die Klarstellung, der Schnitt war nicht dramatisch, hochlegen gar nicht nötig, alles wieder ok! Außerdem liebe ich scharfe Messer, nur sollte ich halt besser aufpassen, wenn ich sie verwende!
Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
Eva
Mein Fleischer sagt IMMER:
es sind nicht die scharfen Messer die Gefährlichen,
sondern die Stumpfen! Weil man fester drückt…. länger schneidet und so weiter ….
Wie dem auch sei …. dein Mann ist natürlich nicht schuld.
Euch noch einen schönen Sonntag Abend … auf bald … liebe Grüße … Katja
Dein Fleischer hat völlig recht!!! Ich liebe scharfe Messer, weil sie einfach sicherer sind als die stumpfen und sooo viel besser schneiden. Mein Mann hat sich dieses Schleifdings ja zugelegt, weil ich immer über die stumpfen Messer jammere. Das ist die traurige Wahrheit – er hat mir einen Gefallen getan, und ich beschwere mich darüber. Asche auf mein Haupt!
Liebe Grüße
Eva
Hallo Eva,
der Kuchen klingt sehr gut und ich speichere mir gleich einmal das Rezept. Ich mag Rosmarin sehr gerne in süßeren Sachen – in Aprikosen-Rosmarin Tarte Tatin… Vielen lieben Dank, dass Du dises Rezept mit uns geteilt hast!
Liebe Grüße, Tanja
Hm, Aprikosen-Rosmarin Tarte Tatin klingt toll, das passt sicher gut zusammen! Danke für den Tipp, das muss ich mir merken!
Liebe Grüße
Eva
Das geistert auch schon lange in meinem Kopf herum, ein Kuchen mit Rosmarin!
Bezüglich Schokoladekuchen mit Roter Beete – habe ich versucht, und ich muss sagen …….
er war grauslig! Und ich liebe Rote Beete! Aber ich konnte ihn nicht essen! Und so klug wie ich bin, habe ich ihn gemacht, als mein Cousin mit Frau und Kind aus Wien zu Besuch war!
Auf jeden Fall haben wir herzlich gelacht!
Und dann Kuchen von der Bäckerei geholt!
🙂 🙂 🙂
Liebe Grüße
Maria!
Was für ein Pech! Schade auch um die viele Arbeit, die in so einem Kuchen steckt. Rote Rüben sind ja nicht gerade einfach zu verarbeiten.
Das Feedback zu Schokolade-Rote-Rüben-Kuchen hier ist jedenfalls geteilter Meinung. Ich glaube ich muss das wirklich mal probieren, um herauszufinden, wie diese Kombination schmeckt. So richtig vorstellen kann ich mir das nicht!
Leebe Grüße
Eva
Ja, liebe Eva! Am Besten ist es wirklich, wenn man es selbst versucht, denn bei dem Kuchen ist es nur möglich ein Urteil abzugeben, wenn man ihn gekostet hat! Ich habe mir den Kuchen irre gut vorgestellt, weil die auf Bildern auch immer so gut und saftig ausschauen. und saftig war er auch, sehr sogar, aber das war es dann für mich auch schon! 🙂
Viele liebe Grüße
Maria!
Genau, die schauen immer spektakulär aus auf den Bildern! Ich behalt´s mal im Hinterkopf, vielleicht überkommt es mich ja irgendwann und ich versuch´s selbst.
Liebe Grüße
Eva
Liebe Eva,
das klingt ja unheimlich lecker! Ich habe auch schon \”süß\” mit Rosmarin gebacken – und die Kombination mit Blutorangen kann ich mir hervorragend vorstellen 🙂 Übrigens solltest Du den Schokoladen-Rote-Beete-Kuchen mal ausprobieren. Das schmeckt wirklich gut 😉
Liebe Grüße, Dina
Du machst mich neugierig auf die Schoko-Rote-Rüben-Kombination! Vielleicht sollte ich mich doch mal drüber trauen. Fehlt nur noch das passende Rezept!
Liebe Grüße
Eva
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Ich habe bei Maren gerade ihre Version bewundert und musste dann zum Ursprungsrezept durchklicken. Toll! (Und das Buch steht bei mir auch im Regal, aber der Kuchen ist mir bisher durch die Lappen gegangen – leider).
Liebe Grüße,
Barbara
Hihi, so kann´s gehen! Schön, dass wir dir geholfen haben, das Rezept jetzt doch zu entdecken! Glaub Maren und mir, der Kuchen lohnt sich wirklich.
Liebe Grüße
Eva
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