Fluffig, fluffiger, am fluffigsten. Diese Hefeschnecken mit Creme Patissière und Schokolade sind ein Hochgenuss aus flauschig weichem Hefeteig, einer feinen Creme und herber Schokolade. Dicker Zuckerguss rinnt die Seiten hinab. Ich hatte bei jedem Bissen das Gefühl, dass ich in eine süße Wolke beiße!

Das Rezept für die Hefeschnecken habe ich aus Aurelie Bastiens Französisch Backen: Meine Lieblingsrezepte*. „Chinois“ heißen diese Hefeschnecken dort, und Aurélie Bastien serviert sie im Kapitel „Frühstück“. Das Bild im Buch sieht so appetitanregend aus, dass ich die Hefeschnecken unbedingt selber essen wollte. Nicht zum Frühstück, aber zum Kaffee.
Mit dem Backen von französischer Patisserie und französischem Gebäck habe ich bisher nur wenig Erfahrung. Ich kenne französische Backkunst Patisserie hauptsächlich von einer Reise einer Reise ins Elsass vor vielen Jahren.


Ich habe damals schon gerne gebacken und vor allem sehr gerne süße Leckereien gegessen. Von den Konditoreien im Elsass war ich fasziniert – so tolle Torten, Schnitten und Kuchen gab es da! Mein Mann konnte mich mit Müh und Not davon abhalten, allzu viel zu kaufen.
Trotzdem habe ich es geschafft, dass ich diverses Kleingebäck, einige Stücke Patisserie, mehrere Schoko-Kastanien und viele Pralinen mit nach Hause brachte. Wir haben daheim noch tagelang diese süßen Erinnerungen an das Elsass genossen!
Obwohl es mir also geschmeckt hat, hat mich die französische Backkunst nie wirklich gereizt. Zu filigran, zu zu aufwendig, zu detailliert fand ich sie. Nichts für mich.

In letzter Zeit hat sich das allerdings geändert. Ich bin ein bisschen neugierig auf die französische Patisserie geworden. Es kitzelt mich.
Über richtig aufwendige französische Törtchen, Torten und Schnitten traue ich mich allerdings noch nicht drüber. Für den Einstieg ins französische Backen müssen diese Hefeschnecken reichen!

Hefeschnecken mit Creme Patissiere und Schokolade: Ein bisschen Zeit solltest du mitbringen
Weil die französische Backkunst noch recht neu ist für mich, habe ich mich diesmal fast völlig an das Rezept gehalten. Ich habe als einzige Änderung die pure Vanille durch Vanillezucker ersetzt.
Diese Hefeschnecken sind aus einem Briocheteig gemacht, also aus einem Hefeteig mit einem relativ hohen Anteil an Butter und Ei. Normalerweise bereite ich Hefeteig mit Trockenhefe zu. Diesmal wollte ich beim Rezept bleiben, deshalb habe ich zum ersten Mal seit langem frische Hefe verwendet.

Ich bin ja ein großer Fan von Trockenhefe, aber ich muss das wohl überdenken: Dieser Hefeteig mit ging enorm auf. Nach dem Backen war er unglaublich fluffig und flauschig und weich. Ich weiß nicht, ob das an der frischen Hefe lag oder am Rezept. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, wieder öfter mit frischer Hefe zu backen statt mit Trockenhefe.

Aurélie Bastian beschreibt die Zubereitung des Hefeteiges sehr genau und gibt detaillierte Angaben zur Knetzeit. Ich fand das enorm hilfreich. Ich habe mit ganz genau daran gehalten, und die Zubereitung hat super funktioniert.
Nach dem Gehen wird der Hefeteig zu einem Rechteck ausgerollt und mit Creme Patissière bestrichen. Creme Patissière ist so ähnlich wie ein selbstgemachter Vanillepudding, nur ist sie viel feiner. Du kochst dafür Milch und Vanillezucker auf, dann nimmst du den Topf vom Herd.
Parallel zum Aufkochen schlägst du Eigelb und Zucker mit dem Handmixer hellgelb auf, dann kommt das Mehl dazu, dann die heiße Milch. Die Mischung bringst du unter ständigem Rühren zum Kochen. Sie dickt ein, die Creme Patissière ist fertig. Sie muss nur noch abkühlen, bevor du sie auf den Hefeteig streichst.

Ich habe die Creme Patissière zubereitet, während der Hefeteig sehe Gehzeit hatte. Zum Glück war es an diesem Tag sehr kalt, ich konnte die Creme Patissière zum Kühlen ins Freie stellen. Damit es schneller geht, habe ich sie auf einem flachen Teller gestrichen und mit Frischhaltefolie bedeckt. Bis der Hefeteig fertig war, war die Creme auch schon abgekühlt.
Du kannst die Creme Patissiére auch schon am Vortag zubereiten oder bevor du den Hefeteig machst. Die Creme muss unbedingt abgekühlt sein, bevor sie auf den Hefeteig kommt!
Auf der Creme Patissière verteilst du noch die gehackte Schokolade. Dann rollst du den Teig zusammen und schneidest die Schnecken aus. Die müssen in der Springform ein weiteres Mal gehen, dann geht´s ab ins Backrohr.

Nach dem Backen und Auskühlen kommt dicke Zuckerglasur auf die Schnecken, und zwar am besten kurz vor dem Servieren. Die Glasur soll noch auf den Schnecken zerlaufen, wenn die Gäste zugreifen.
Hier habe ich etwas geändert: Ich habe die Glasur kurz vor dem Fotografieren auf die Schnecken gegeben. Da waren die Schnecken noch warm und überhaupt nicht ausgekühlt. Es roch aber schon so gut im Haus, dass niemand mehr warten wollte!

Als ich mit dem Fotografieren fertig war, waren die Schnecken immer noch lauwarm. Und soo gut! Ich finde dieses Rezept genial. Die Hefeschnecken sind mega fluffig (ich glaube, das habe ich jetzt schon zwei oder drei Mal gesagt), nicht zu süß, sogar etwas herb dank der vielen dunklen Schokolade. Ein Traum. Und der Duft! Himmlisch!!!
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Ich wünsche dir viel Spaß beim Backen und einen schönen Tag!
Für Pinterest




Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!

















Liebe Eva,
ich kann die Hefeschnecken förmlich riechen. Wie köstlich!! Es muss wirklich ein Genuss gewesen sein, sie zu verkosten. So fluffig und noch warm.
Weißt du eigentlich, dass ich über Aurelie Bastian zur Pâtisserie und zum Bloggen gekommen bin? Ihr Rezept für Macarons war mein erstes, das ich je ausprobiert habe. Auch Blogs kannte ich zu dem Zeitpunkt gar nicht. Ihre Rezepte sind immer mit so viel Charme aufgeschrieben.
Aber wem sag ich das – deine Beiträge haben nicht weniger Charme.
Ich grüße dich ganz herzlich
Maren
Echt, du bist über Aurelie Bastian zur Patisserie und zum Bloggen gekommen? Das wusste ich nicht! Ein Glück für die Foodblogger-Welt 🙂 ! Ich finde ihre Rezepte toll und vor allem funktionieren sie auch. Nur traue ich mich an die Meisterwerke noch nicht ran. Aber wer weiß, vielleicht packt mich ja irgendwann der Ehrgeiz. Diese Hefeschnecken sind jedenfalls unfassbar lecker 🙂 !
Liebe Grüße und eine schöne Woche, Eva