Der Name täuscht: Das Mandelbrot hat mit Brot nichts zu tun! Die knusprigen Kekse sind aus einem weihnachtlich gewürzten Mürbteig mit vielen knackigen Mandeln, herrlich aromatisch und fein. Köstlich zum Kaffee, zum Tee, zur Adventfeier. Oder auch zwischendurch!

Von „Spekulatius sind nicht meins“ zum Spekulatius-Fan 🙂
Ich muss etwas gestehen: Eigentlich mag ich Spekulatius nicht. In meiner Kindheit waren das billige, trockene Kekse mit merkwürdigem Mundgefühl. Mir kam es immer vor, als klebten sie ewig am Gaumen. Auch der Geschmack war nichts meins. Irgendwie langweilig. Spekulatius waren für mich deshalb eine Art letzte-Hilfe-Kekse. Wenn gar nichts anderes zum Naschen da war, dann knabberte ich halt Spekulatius.
Die Abneigung ist mir geblieben. Wenn ich Spekulatius-Cheesecakes, -Apfelkuchen, -Schichtdesserts und -Crumbles gesehen habe, habe ich mich immer gefragt, warum das jemandem schmeckt.
Vor einigen Wochen habe ich meine Meinung geändert: Ich habe im Internet zufällig Eveline Wilds Rezept für Mandelbrot entdeckt. Sie nennt diese Kekse auch „Spekulatius für Eilige“. Das hat mich neugierig gemacht: Eveline Wilds Rezepte sind großartig, sie haben oft einen besonderen Twist.
Auch das Rezept für das Mandelbrot klang spannend: Bevor die Mandeln zum Teig gegeben werden, liegen sie 10 Minuten in kaltem Wasser. Dadurch verbinden sie sich besser mit dem Teig. Genial!
Für mich ist das Mandelbrot ein echter Game Changer: Jetzt verstehe ich endlich, warum Spekulatius so beliebt sind! Das Mandelbrot schmeckt köstlich, das Mundgefühl ist toll: Knackig und knusprig, mit feinem Biss durch die vielen Mandeln.

Momentan sind die Spekulatius meine liebsten Kekse auf dem Keksteller. Normalerweise sind Kekse mit Buttercremefüllung meine Favoriten: Allen voran die Wachauer Krapferl, dann die Esterhazyeckerl und die Kaffeekekse.
Auch mit Marmelade gefüllte Kekse und solche mit Schokoglasur liebe ich, zum Beispiel die Linzer Augen oder die Kokosecken. Zu den trockenen Keksen ohne Füllung greife ich meistens gar nicht; außer zu den Vanillekipferl natürlich.
Seitdem ich das Mandelbrot beziehunsweise diese schnellen Spekulatius gebacken habe, ist das anders. Momentan lasse ich alle anderen Kekse dafür liegen!

So bereitest du das Mandelbrot / die schnellen Spekulatius zu
Für das Mandelbrot / die Spekulatius solltest du zwei Tage einplanen: Einen Tag für die Zubereitung des Teiges, und einen weiteren Tag fürs Zuschneiden der Kekse und fürs Backen.

Am ersten Tag bereitest du den Mürbteig mit den Mandeln zu. Wie oben erwähnt musst du die Mandeln erst 10 Minuten ins Wasser einweichen und gut abtrocken, bevor du sie in den Mürbteig knetest.
Den Mürbteig füllst du in eine quadratische Form, entweder eine Backform mit Hebeboden oder in einen Backrahmen. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Zum einen musst du darauf achten, der Teig etwa vier Zentimeter hoch sein sollte. Bei einer Kantenlänge von 20 x 20 Zentimeter geht sich das gut aus: Mein Teigblock hatte eine Höhe von ziemlich genau 4 Zentimetern. Ich konnte daraus fünf Streifen mit je vier Zentimeter Breite schneiden. Die Kekse waren also vier mal vier Zentimeter groß – perfekt! Wenn du eine andere rechteckige Form verwendest, musst du umrechnen.


Zweitens musst du darauf achten, dass du den gekühlten Teig gut aus der Backform lösen kannst. Am besten geht das mit einer Form mit Hebeboden oder einem Backrahmen. Wenn du eine Form ohne Hebeboden verwendest, musst du sie so mit Backpapier belegen, dass du den Teig daran aus der Form heben kannst. Nach der Nacht im Kühlschrank oder auf dem Fensterbrett ist der Teig nämlich ganz schön kompakt und fest. Ohne Hebe-Hilfe bekommst du ihn kaum aus der Form!
Der Teig kühlt nun eine Nacht im Kühlschrank – oder draußen auf dem Balkon oder dem Fensterbrett, wenn es kalt genug ist.
Am nächsten Tag nimmst du den Teig aus der Form und schneidest ihn mit Hilfe eines Lineals in vier Zentimeter breite Streifen; du bekommst fünf Streifen.
Von jedem Streifen schneidest du mit einem scharfen Messer quadratische Kekse ab, etwa 2-3 mm dick. Das geht am allerbesten, wenn der Teig wirklich kühl ist. Gib die Streifen, die du gerade nicht bearbeitest, währenddessen in den Kühlschrank.

Die Kekse bäckst du nun, bis der Teig goldbraun ist und die Mandeln eine Röstung haben, also leicht Farbe angenommen haben. Bei mir dauerte das länger als im Rezept angegeben. Ich gebe unten beide Backzeiten an, die vom Original-Rezept und meine eigene. Behalte das erste Blech im Auge und orientiere dich daran. Pass aber auf, dass die Kekse nicht zu dunkel werden, sie dürfen nicht verbrennen!

Bei diesem Rezept erhältst du eine riesige Anzahl an Mandelbrot. Ich habe leider nicht mitgezählt, aber rein rechnerisch komme ich auf etwa 350 Kekse: Jeder Streifen ist 20 cm lang, jede Scheibe ist 2-3 mm dick. Das ergibt etwa 60-80 Kekse pro Block, je nachdem, wie sorgfältig und genau du schneidest. Bei fünf Streifen ergibt das bei großzügigem Schneiden mindestens 300 Kekse, eher mehr. Ich hatte das Gefühl, es hört einfach nicht auf! Die Keksdose ist jedenfalls randvoll, ich werde noch lange etwas zum Knabbern haben.
Noch mehr weihnachtliche Rezepte findest du hier:
Schau rein und lass dich inspirieren. Die Rezepte sind wie immer laktosefrei. Wenn du Laktose verträgst, bäckst du sie einfach „ganz normal“, mit deinen gewohnten Zutaten. Klappt und schmeckt!
Ich wünsche dir einen feinen Tag und eine schöne Vorweihnachtszeit!

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Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!

















Liebe Eva,
diese Kekse habe ich mir gleich mal auf meine Nachbackliste gestellt. Ich mag die total gern! Eine Bekannte von mir schneidet sie mit einer Brotschneidemaschine hauchdünn. Das ist auch toll, aber leider besitze ich keine solche Maschine. Dein Rezept zeigt mir, dass es auch ohne geht.
Liebe, Eva, ich wünsche dir und deiner Familie, dass ihr ein schönes und gesundes Weihnachtsfest verleben dürft. Lass uns hoffen, das 2021 das Jahr wird, in dem der Corona Spuk ein Ende hat.
Ganz liebe Grüße Maren
Das mit der Brotschneidemaschine ist eine tolle Idee. Mit einem scharfen Messer klappt es aber auch 🙂 . Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass diese Kekse so großartig schmecken – das sind Lieblingskekse geworden, die werde ich definitiv wieder backen!
Ich wünsche dir und den Deinen ein wundschönes Fest und alles Liebe und Gute für 2021. Alles wird gut, irgendwann!
Liebe Grüße, Eva
LIebe Eva, ich liebe Spekulatius. Und diese Spekulatius für Eilige sehen auch lecker aus. Ich würde sie gerne mal ausprobieren.
LG, Diana
Wenn du Spekulatius magst, dann wirst du diese hier lieben! Die sind sehr buttrig, knusprig und aromatisch. Viel besser als die Spekulatius, die ich aus dem Supermarkt kenne!
Liebe Grüße und schöne Feiertage!
Eva