Pimskeks

Pimskeks, Soft Cakes, Jaffa Cakes

Pimskeks, Soft Cakes, Jaffa Cakes – wie sagst denn du dazu? Ich kenne diese Kekse unter allen drei Namen, vor allem aber als Pimskeks. In der hier gezeigten Variante schmecken sie wie weiche Lebkuchen mit Marmelade und Schokolade. Lecker!

Pimskeks

Pimskeks machen mich nostalgisch: Sie erinnern mich an die Kindheit, als bei uns fast immer eine Packung davon im Schrank war. Ich habe sie am liebsten so gegessen: Zuerst habe ich die Schokolade herunter geknabbert. Dann kam die Marmelade dran. Und zuletzt habe ich mit meinen Schoko-verschmierten Hängen das nackige Keks in den Mund gesteckt. So im Nachhinein kann ich schon verstehen, warum meine Eltern damals den Kopf schüttelten über mein Essverhalten!

Weihnachtskekse im September backen? Kann ich!

Das Rezept für die Pimskeks habe ich in Weihnachten mit den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen* (Werbung) entdeckt. Heuer habe ich es endlich geschafft, das Rezept nachzubacken – und zwar schon im September! So früh war ich mit dem Kekse Backen noch nie dran!

Pimskeks

Die September-Pimskeks waren meine ersten Weihnachtskekse in diesem Jahr – eh klar, wer bäckt denn bitte Weihnachtskekse im September!?! Ich habe sie bei durchaus sommerlichen Temperaturen gebacken und fotografiert. Die Familie hat sich sehr amüsiert, als ich für die Bilder die Weihnachtsdeko aus dem Keller geholt habe! 

Geschmeckt haben ihnen die Pimskeks aber sehr, auch wenn die Weihnachtszeit damals noch weit weg war: Die Dose mit den Pimskeks war unerwartet schnell leer. Ich schätze mal, das lag daran, dass im September noch alle noch richtig Appetit auf Kekse hatten!

Pimskeks mal anders: Diese hier schmecken wie Lebkuchen

Die gekauften Pimskeks aus meiner Erinnerung sind aus einer Art Biskuitteig, sind mit Orangenmarmelade gefüllt und mit Schokoladenglasur überzogen.

Diese Pimskeks hier sind anders: Der Teig ist kein neutraler Biskuitteig, sondern eine Art Lebkuchenteig. Gefüllt sind sie mit Marillenmarmelade, und natürlich ist die Marmelade mit Schokolade überzogen. Vom Mundgefühl gleichen sie den Pimskeks aus der Erinnerung: Weicher Teig, fruchtige Marmelade, knackige Schokoglasur. Nur schmecken diese hier definitiv nach Weihnachten.

Ich denke, man kann dieses Rezept auch ohne Lebkuchengewürz backen und die Kekse mit Orangenmarmelade füllen statt mit Marillenmarmelade. Dann würden sie sicher ähnlich schmecken wie die gekauften Pimskeks.

Ich habe mir kurz überlegt, dass Rezept entsprechend abzuändern, habe mich dann aber doch an das Rezept gehalten – weil ich wissen wollte, wie diese Variante schmeckt. Es hat sich gelohnt, ich finde diese Lebkuchen-Pimskeks sehr gelungen!

So bereitest du die Pimskeks zu

Jetzt komme ich endlich zur Zubereitung: Du musst für die Pimskeks ein bisschen vorausplanen. Den Teig musst du schon am Vortag zubereiten, weil dieser Rührteig mit einem hohen Anteil an Honig über Nacht ruhen muss.

Zuerst übernimmt die Küchenmaschine das Rühren; erst nachdem der Großteil der Mehlmischung eingearbeitet hast, knetest du den Teig mit den Händen kurz zu einem glatten Teig. Den wickelst du in Frischhaltefolie, dann darf er eine Nacht lang rasten. Falls du es schneller angehen willst, würden vermutlich einige Stunden Rastzeit ausreichen.

Pimskeks

Am nächsten Tag rollst du den Teig etwa 4-5 mm dick aus und stichst runde Kekse aus. Meine hatten einen Durchmesser von knapp über 4 cm. Du bestreichst sie mit versprudeltem Ei und backst sie goldgelb.

Eine kurze Anmerkung von mir: Ich habe diesen Teil des Rezeptes überlesen. Keine Ahnung, wo ich an diesem Tag mit dem Kopf war! Jedenfalls habe ich die Kekse nicht mit Ei bestrichen, und trotzdem sind sie tadellos geworden. Vielleicht hätten sie mit Ei noch mehr geglänzt; ich fand sie auch so sehr schön.

Pimskeks

Jetzt kommt der knifflige Teil, das Füllen und das Glasieren der Kekse. Ich hätte mir das einfacher vorgestellt, als es war – es hat ganz schön lange gedauert, bis ich fertig war!

Wenn die Kekse ausgekühlt sind, kommt die Marmelade auf die Unterseite der Böden. Dafür drehst du die Kekse um, dann kochst du die Marmelade auf und gibst sie in einen Spritzbeutel oder einen Tiefkühlbeutel, von dem du eine kleine Ecke abschneidest. Jetzt spritzt du auf jeden Boden einen großen Tupfen Marmelade, der nicht ganz bis zum Rand reichen sollte. Damit du dir die Finger nicht an der heißen Marmelade verbrennst, ziehst du dabei am besten Topfhandschuhe an.

Ich war überrascht, wie viel Marmelade ich für die Pimskeks brauchte – eineinhalb Gläser selbstgemachte Marillenmarmelade kamen auf die Kekse, das sind etwa 750 g! Mit so einem Marmelade-Bedarf habe ich nicht gerechnet; ich musste einige Male weitere Marmelade aufkochen. Ich hatte das Gefühl, die Keks-Produktion hört nie auf: Egal wie viele Kekse ich füllte, es gab noch immer mehr, die ich noch füllen musste.

Gut 130 Stück Pimskeks waren es insgesamt; über vier Bleche zu je 30 Keksen. Falls ich wieder einmal Pimskeks backe, werde ich vielleicht nur die halbe Menge zubereiten.

Pimskeks

Zurück zu den Keksen: Die Marmelade wird beim Abkühlen fest. Im nächsten Schritt bekommen die Kekse ihre knackige Schokoladeglasur. Laut Rezept tunkst du die Kekse in geschmolzene dunkle Kuvertüre und setzt sie mit der Schokoseite nach unten auf ein Kuchengitter. Ich rate dir davon ab – bei mir hat das überhaupt nicht geklappt!

Zuerst einmal ist es wirklich schwierig, die Kekse so einzutunken, dass nur der Boden überzogen ist und deine Finger frei von Schokolade bleiben. Ich musste nach jedem Keks-Tunken Schokolade von meinen Fingern wischen.

Und zweitens: Wenn du die Pimskeks mit der Schokolade nach unten auf ein Kuchengitter gibst, klebt die Schokolade nach dem Erkalten am Kuchengitter fest. Wenn du das Keks hochnimmst, bleibt die Schokolade auf dem Gitter hängen, samt einem Teil der Marmelade.

Und wenn du die getunkten Kekse mit der Schokoladeglasur nach oben auf das Kuchengitter legst, rinnt die Schokolade nach unten und versaut dir die schöne Keks-Oberseite. Das ist also auch keine Lösung.

Nachdem das Tunken bei mir nicht geklappt hat, habe ich meine Methode geändert: Ich habe die Kekse mit dem Backpinsel mit Schokoglasur bestrichen und mit der Schokoseite nach oben auf das Kuchengitter gelegt. Weil ich die Schokolade dünn und exakt auftragen konnte, ist nichts davon auf die Keks-Oberseite geronnen.

Pimskeks

Übrigens brauchte ich für die Pimskeks auch überraschend viel Schokolade. Leider weiß ich nicht mehr genau, wie viel es war; etwa 300 bis 400 Gramm, glaube ich.

Noch eine Anmerkung: Bei diesem Rezept sind Nüsse im Teig. Als ich die Pimskeks gebacken habe, habe ich mir leider die Details nicht aufgeschrieben. Deshalb weiß ich nicht mehr mit hundertprozentiger Sicherheit, welche Nüsse ich genommen habe. Ziemlich sicher waren es Walnüsse. Die nehme ich immer, wenn „Nüsse“ als Zutat angegeben sind.

Mehr Rezepte für Weihnachtskekse findest du hier:

Hab einen feinen Tag!

Pimskeks

  • Portionen: Je nach Größe der Kekse etwa 130 Stück
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Zutaten
Teig
250 g Staubzucker, gesiebt
150 g flüssiger Honig
2 Eier, groß
40 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
½ Pckg / 15 g Lebkuchengewürz
1 TL Zimt
¼ TL gemahlene Nelken
500 g Mehl
120 g Nüsse (ich: Walnüsse)
1 TL Natron
1 EL Vanillezucker
Ei zum Bestreichen

Füllung und Deko
ca. 750 g Marillenmarmelade
ca. 300-400 g hochwertige dunkle Schokolade, laktosefrei, 70 % Kakaoanteil

Zubereitung: Vortag

1. Am Vortag den Teig zubereiten: Die Butter auf dem Herd in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze zerlassen. Zucker, Honig, Eier, zerlassene Butter, Lebkuchengewürz, Zimt und Nelken mit der Küchenmaschine gut schaumig rühren.
2. Mehl, Nüsse und Natron vermischen. Den Teig mit der Küchenmaschine weiter rühren, die Mehlmischung löffelweise dazu geben und unterrühren. Einen kleinen Teil der Mehlmischung zurück behalten.
3. Die Arbeitsfläche mit dem letzten Teil der Mehlmischung bestäuben. Den Teig aus der Rührschüssel darauf geben, alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht kühl ruhen lassen.

Fertigstellung

1. Am nächsten Tag Backbleche mit Backpapier belegen. Backrohr vorheizen auf 170 °C Umluft.
2. Den Teig auf der dünn bemehlten Arbeitsfläche etwa 4-5 mm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher Kreise ausstechen (ich: etwas über 4 cm Durchmesser). Das Ei versprudeln, die Kekse damit bestreichen.
3. Kekse je nach Backrohr ca. 10-13 Minuten goldgelb backen. Aus dem Backrohr nehmen und komplett auskühlen lassen.
4. Die ausgekühlten Kekse umdrehen, sodass die Unterseite nach oben zeigt.
5. Die Marmelade in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Tipp: Zuerst mit ca. 500 g Marmelade beginnen. Falls das nicht ausreicht, weitere Marmelade erhitzen und verarbeiten.
6. Die heiße Marmelade in einen Plastikspritzbeutel oder einen Tiefkühlbeutel füllen. Große Tupfen Marmelade auf die Böden setzen; dabei Topfhandschuhe anziehen, damit du dich nicht an der heißen Marmelade verbrennst. Die Marmelade abkühlen lassen.
7. Die Schokolade sehr klein hacken. Etwa zwei Drittel der Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen, die restliche Schokolade dazu geben und unterrühren. Etwa eine Minute stehen lassen, dann umrühren, bis die gesamte Schokolade geschmolzen ist. Mit einem Backpinsel die Pimskeks mit Schokolade bestreichen, sodass die Marmelade vollständig von Schokolade umhüllt ist. Schokolade fest werden lassen.

Die Pimskeks in einer luftdichten Keksdose aufbewahren.

Pimskeks

Wie bei allen meinen Rezepten gilt: Wenn du keine Probleme mit Laktose hast, verwendest du einfach deine gewohnten Produkte!

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Für Pinterest

4 Comments

  1. Liebe Eva,
    Das war ja ein Weihnachtskeks Abenteuer im September:-D ! Kann ich mir vorstellen, dass sich deine Familie amüsiert hat, als du die Weihnachtssterne herausgeholt hast. Aber tatsächlich sind die Pimskekse ja auch Ganzjahreskekse. Wie kommen die Rezeptentwickler nur darauf, die Kekse auf der Kuvertürenseite trocknen zu lassen!? Das kann ja nicht gehen!
    Egal, du hast es geschafft!!

    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Meine Familie schüttelt oft nur mehr den Kopf – aber sie finden es lustig, dass eine Foodbloggerin im Haus ist 🙂 . Die Kids geben sogar sehr gerne mit ihrer Insta-Mama an 🙂 !
      Das Rezept für die Pimskeks hat mich ordentlich ins Schwitzen gebracht, nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen! Man hat gemerkt, dass das Rezept von Generation zu Generation weitergegeben wurde und alle genau wussten, wie die Kekse aussehen sollen 🙂 . Aber beschreiben konnten sie das nicht. Keine Angaben dazu, wie dick der Teig ausgerollt wird, wie groß die Kekse sein sollen, wie viel Marmelade man braucht. Das mit dem Tunken hat überhaupt nicht geklappt, das Trocknen auf dem Kuchengitter auch nicht – ich war zwischendurch echt erledigt! Ich hoffe nur, ich habe die Pimskeks halbwegs richtig hinbekommen. Geschmeckt haben sie jedenfalls 🙂 !
      Liebe Grüße und eine schöne Woche! Eva

  2. Liebe Eva, ich habe den Namen Pimskeks noch nie gehört. Soft Cakes sagt mir hingegen etwas. Diese Kekse werden von mir ab und zu such gekauft, ich bin mir aber sicher, dass feine Weihnachtsvarianye viel besser schmeckt.
    LG, Diana

    • Eva Dragosits

      Hihi, ich dachte, die kennt jeder! Der Name ist ja auch lustig. Ich dachte immer, das wäre ein Fantasiename, der sich irgendwer in unserer Familie ausgedacht hat. ICh war echt überrascht, als ich dieses Rezept dafür entdeckte! Deshalb musste ich es unbedingt ausprobieren. Sie sind wirklich gut, bei uns waren sie extrem schnell aufgefuttert 🙂 !
      Liebe Grüße, Eva

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