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Apfelkuchen mit Karamell, laktosefrei

Heute gibt es auf dem Blog etwas ganz Seltenes: Einen Apfelkuchen! Wegen meiner Fruktoseintoleranz vertrage ich Äpfel leider schlecht, aber für die Familie backe ich dennoch hie und da Rezepte mit Äpfeln. Besonders köstlich finde ich diesen Apfelkuchen mit Karamell. Das ist ein richtiger Kuchentraum mit Vanillefüllung, Äpfeln und Karamell!

Apfelkuchen mit Karamell

Die Vorlage für das Rezept habe ich im Internet entdeckt, im Lecker-Sonderheft 1/2012. Dort gibt es einen Apfelkuchen mit Karamellkruste. Für mich hat das Wort „Karamell“ ja Zauberkraft: Ein Kuchen mit Karamell, der kann nur gut sein!

Apfelkuchen mit Karamell

Ich habe das Originalrezept etwas abgeändert. Die Vanillefüllung habe ich mit Topfen (= Quark) statt mit Creme fraiche zubereitet.

Und obendrauf kommt nicht nur eine Zucker-Butter-Mischung, sondern eine ordentliche Menge selbstgemachtes Karamell. Von den Karamell-Schoko-Brownies hatte ich noch selbstgemachtes Karamell übrig, das wollte ich aufbrauchen. Auf dem Apfelkuchen macht es sich ganz ausgezeichnet – so mag ich Resteverwertung!

Apfelkuchen mit Karamell

Diesen Apfelkuchen mit Karamell wollte ich übrigens erst nicht auf dem Blog vorstellen. Ich backe ja normalerweise fruktosearm beziehungsweise so, dass ich die Rezepte vertrage. Apfelkuchen fällt leider nicht in diese Kategorie. Aber da vermutlich viele von euch keine Intoleranzen haben, gebe ich das Rezept trotzdem weiter – mit der ausdrücklichen Information dazu, dass der Apfelkuchen für Menschen mit Fruktoseintoleranz schlecht verträglich ist!

Und wenn ich schon beim Thema Intoleranzen bin: Ich vertrage keine Laktose und muss daher alle Rezepte entsprechend anpassen. Gekaufte Karamellcreme enthält viel Laktose, deshalb bereite ich Karamell immer selbst zu. Wer keine Probleme mit Laktose hat, kann sich die Arbeit sparen und gekaufte Karamellcreme verwenden.

Ein paar Worte zur Zubereitung – und zu meinen Rezept-Änderungen

Der Apfelkuchen ist relativ einfach zu machen, braucht aber seine Zeit. Er besteht aus mehreren Komponenten: Ein Rührteig wird mit einer Vanillepudding-Topfen-Mischung bestrichen und mit Äpfelvierteln belegt.

Apfelkuchen mit Karamell

Jetzt wird der Apfelkuchen erst mal vorgebacken, dann kommen die Zucker-Butter-Mischung und das Karamell über die Äpfel. Der Kuchen kommt nochmals ins Rohr und wird fertiggebacken. Im ganzen Haus duftet es jetzt herrlich nach Äpfeln und Karamell. Ich liebe diesen Duft!

Apfelkuchen mit Karamell

Wenn der Teig samt Vanilleschicht vorgebacken ist, kommen Butter-Zucker-Flöckchen und viele Karamell-Kleckse dazu. Dann wird nochmal gebacken, bis der Kuchen goldbraun ist und eine köstliche Karamell-Kruste hat.

Apfelkuchen mit Karamell

Ein kleines Stück von diesem herrlichen Apfelkuchen habe ich mir gegönnt, trotz meiner Intoleranzen. Laktosefrei ist er ja, und gekocht oder gebacken vertrage ich Äpfel besser als roh.

Mehr als ein Stück pro Tag geht halt nicht, aber das passt schon. Die Familie hat dafür gesorgt, dass der Apfelkuchen schnell aufgegessen wurde!

Apfelkuchen mit Karamell

Hier sind noch zwei weitere Rezepte mit Äpfeln: Ein Apfelstrudel und ein Böhmischer Apfelkuchen. Letzteren habe ich als Kind geliebt, weil er so saftig und aromatisch ist. Außerdem enthält er kein Ei, und ihr müsst dafür nicht einmal einen Teig anrühren – ein genial einfaches Rezept!

Apfelkuchen mit Karamell

Habt einen feinen Sonntag!

Apfelkuchen mit Karamell, laktosefrei

30 min + 25-30 min bei 175 °C Ober-/Unterhitze
1 Backrahmen in Größe des Backblechs; ca. 20 große Stücke

Der Apfelkuchen mit Karamell ist ein saftiger Kuchentraum mit Vanillefüllung, vielen Äpfeln und einer köstlicher Karamellkruste.

Zutaten

  • Karamell
  • 200 ml feiner Zucker
    250 ml Schlagrahm, laktosefrei
    30 g weiche Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)

  • Vanillefüllung
  • 400 ml Milch, laktosefrei
    1 Pckg. Vanillepuddingpulver (für ½ l Milch)
    2 EL Zucker
    150 g Topfen (Quark), laktosefrei

  • Teig
  • 250 g Zucker
    250 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
    1 EL Vanillezucker
    Salz
    5 Eier, Größe M
    350 g Mehl
    1 Pack. Backpulver
    Ca. 1,5 kg säuerliche Äpfel

  • Topping
  • 80 g brauner Zucker
    100 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
    5 EL Karamell nach dem Rezept (Alternativ: gekaufte Karamellcreme)

Zubereitung

  • Karamell
  • Zuerst das Karamell zubereiten: Den Zucker in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Dabei nicht umrühren. Wenn der Zucker zu schmelzen beginnt und hellbraun bis mittelbraun wird, mit einem Kochlöffel vorsichtig umrühren, bis der gesamte Zucker geschmolzen ist und eine schöne mittelbraune Farbe hat. Vom Herd nehmen.
  • In einem kleinen Topf den Schlagrahm erhitzen. Währenddessen die weiche Butter in kleinen Stückchen zum geschmolzenen Zucker geben und gut unterrühren. Vorsicht, das spritzt – die Tröpfchen sind extrem heiß und geben üble Brandblasen!
  • Den Topf mit dem karamellisierten Zucker zurück auf den Herd stellen und nach und nach auf drei Mal den heißen Schlagrahm dazu geben. Gut unterrühren. Dabei spritzt und blubbert es heftig, passt auf, dass ihr euch nicht verbrennt!
  • Das Karamell etwa fünf Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen. In ein Marmeladeglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
  • Apfelkuchen
  • Mit der Vanillefüllung beginnen: Puddingpulver mit 6 EL Milch und den  2 EL Zucker glattrühren. Die restliche Milch aufkochen, die Puddingpulvermischung mit dem Schneebesen  unterrühren. Unter ständigem Rühren kochen, bis die Mischung eindickt. In eine Schüssel füllen und mit Frischhaltefolie bedecken. Abkühlen lassen.
  • Backblech mit Backpapier bedecken. Einen Backrahmen in der Größe des Backblechs daraufstellen. Backrohr vorheizen auf 175 °C Ober-/Unterhitze.
  • Die Äpfel schälen und vierteln. Die Kerngehäuse entfernen. Jedes Viertel auf der gewölbten Seite einige Male 2-3 mm tief einschneiden.
  • Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine bei hoher Stufe schaumig rühren, bis die Mischung hell wird. Die Eier einzeln unterrühren, dabei jedes Ei mindestens 1 Minute unterrühren.
  • Mehl und Backpulver mischen. Auf zwei Mal zum Teig geben und jeweils unterrühren, bis sich alles vermischt hat. Nicht zu lange rühren. Den Teig in den Backrahmen geben und glattstreichen.
  • Mit dem Handmixer auf niedriger Stufe den abgekühlten Pudding mit dem Topfen verrühren. Die Masse auf dem Teig verteilen und vorsichtig glattstreichen. Teig und Puddingmasse sollen sich nicht vermischen.
  • Die Apfelviertel mit der gewölbten Seite nach oben gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen 30 Minuten backen.
  • Während der Kuchen backt, die Butter und den braunen Zucker mit dem Handmixer glattrühren.
  • Den Kuchen aus dem Backrohr nehmen. Die Buttermischung in Flöckchen auf dem Kuchen verteilen. Das Karamell oder die Karamellcreme mit einem Teelöffel in Klecksen auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen weitere 25-30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen und aus dem Rohr nehmen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, verwendest du deine gewohnten Milchprodukte. Du kannst dann auch gekaufte Karamellcreme verwenden und sparst dir das Selbermachen!

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4 Comments

  1. Liebe Eva,
    Dies ist ein Rezept, das sicher ganz viele Leser nachbacken werden und deshalb ist es super, dass du es mit uns teilst. Ich habe jedes der Fotos genüsslich angeschaut. Du kennst ja meine Leidenschaft für Karamell. Wenn ich doch nur ein Stückchen hier auf meinen Teller zaubern könnte!
    Hab einen schönen Restsonntag und eine tolle Woche
    Herzliche Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Ich freue mich immer sehr, wenn jemand meine Rezepte nachbackt. Das ist einfach die beste Motivation 🙂 !. Du kennst das ja 🙂 !
      Liebe Grüße und eine schöne Woche!
      Eva

  2. Hallo Eva !
    Schaut sehr “fluffig” aus. Dieses “WIE” Wort passt genau für diesen Kuchen! Mit gefällt auch die Art, wie du die Äpfel geschnitten hast.
    LG Barbara

    • Eva Dragosits

      Liebe Barbara,
      ich steh auf der Leitung – wie meinst du das mit dem “WIE”-Wort? Du hast mir was zum Grübeln aufgegeben 🙂 !
      Der Kuchen war wirklich fluffig. Ich mochte den Rührteig sehr!
      Liebe Grüße und eine schöne Woche!
      Eva

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