Kennst du eigentlich irgendwen, der Tiramisu nicht mag?!? Ich nicht. Dieses klassische italienische Dessert ist zum Niederknien gut. Die Kombination aus üppiger Mascarponecreme, kaffeegetränkten Biskotten (= Löffelbiskuits) und einem Hauch Alkohol schmeckt einfach genial, da kann man nicht daran vorbeigehen. Dazu die Erinnerungen an herrliche Urlaube in Italien – mich persönlich versetzt jede Portion Tiramisu sofort in Urlaubsstimmung!

Hier stelle ich dir meine Lieblingsvariante vor, das ganz klassische Tiramisu. Mit frischen Eiern in der Mascarponecreme, einer dicken Schicht Kakao obendrauf – und mit selbstgebackenen Biskotten. Die machen das ohnehin schon großartige Dessert zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis.
Frische Eier im Tiramisu:
Bevor ich zum Rezept komme, noch kurz eine Anmerkung zu den frischen Eiern in der Mascarponecreme: Ich habe Rezepte mit rohen Eiern sehr lange vermieden. Es stand immer die Angst vor Lebensmittelvergiftung und Salmonellen im Raum; das wollte ich nicht haben.
Mittlerweile habe ich diese Angst komplett abgelegt. Ich bereite immer wieder Rezepte mit frischen Eiern zu, Tiramisu zum Beispiel oder selbstgemachtes Eis. Ich habe deswegen noch kein einziges Mal gesundheitliche Probleme bekommen; wirklich gar nie. Allerdings achte ich sehr auf 3 Dinge:
- Unbedingt frische Eier verwenden: Ich kaufe die frischen Eier jeden Samstag beim Welser Wochenmarkt; da kann ich mich darauf verlassen, dass die Qualität passt.
- Sauber arbeiten: Alles, was in Kontakt mit den Eiern kommt, reinige ich sofort. Kochlöffel, Teigspatel, Handmixer, Rührschüsseln, Küchentücher, Arbeitsfläche – einfach alles.
- Immer gut kühlen: Alles mit frischem Ei drin bewahre ich im Kühlschrank auf. Das Tiramisu kommt sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank, und nach dem Servieren ebenso.
- Rasch verbrauchen: Die süßen Leckereien mit frischem Ei bringe ich so schnell wie möglich auf den Tisch. Nach dem Essen kommen sie in den Kühlschrank und werden rasch verbraucht.
Ich persönlich bereite Tiramisu meistens direkt an dem Tag zu, an dem es auch verspeist wird. Die Reste (falls es welche gibt 🙂 ) essen wir am nächsten Tag. Wir hatten wirklich noch nie Probleme damit.

So bereitest du das Tiramisu mit selbstgemachten Biskotten zu
In diesem Tiramisu sind die die selbstgebackenen Biskotten das Tüpfelchen auf dem i. Ich habe sie nach einem Rezept aus Eveline Wilds Wild backen* (Werbung) gebacken und finde sie grandios. Weich, saftig, köstlich!

Das Tiramisu ist natürlich wesentlich mehr Aufwand, wenn du die Biskotten selber machst. Vom Geschmack her und von der Konsistenz her lohnt es sich aber. Diese selbstgemachten Biskotten sind ein Traum, ein echter Game-Changer. Die machen einen riesigen Unterschied zu den trockenen gekauften Biskotten aus dem Laden!
Für die Biskotten schlägst du die Dotter mit Zucker sehr schaumig, dann hebst du das Mehl und den Eischnee unter. Die Biskotten spritzt du mit dem Spritzbeutel auf die Backbleche. Vor dem Backen bestäubst du sie dünn mit Staubzucker.

Wenn die Biskotten fertig sind, geht´s ans Tiramisu. Zuerst schlägst du du erst die frischen Dotter mit Zucker, bis die Creme schön luftig ist und einen guten Stand hat. Jetzt rührst du bei niedriger Stufe den Mascarpone unter; die Creme muss glatt werden. Zuletzt hebst du den cremigen Eischnee unter.

Diese Mascarponecreme wird dank der Eier sehr luftig und zart und cremig; ich liebe die Konsistenz! Vom Geschmack her mag ich sie ohne zusätzliche Gewürze; da bin ich altmodisch und puristisch. Wenn du willst, kannst du die Creme gerne mit Vanillezucker, mit abgeriebener Orangenschale oder auch mit geriebener Tonka-Bohne verfeinern. Jeder, wie er mag!
Jetzt geht es ans Zusammenbauen des Tiramisus. Ich habe meine Biskotten am Vortag gebacken. Sie waren noch richtig fluffig und weich, als sie in das Tiramisu wanderten. Dadurch nehmen sie die Flüssigkeit viel besser auf als gekaufte Biskotten, das Tiramisu zieht richtig schön durch und wird schön weich. Mit diesen selbstgemachten Biskotten schmeckt das Tiramisu unglaublich luftig und locker und cremig – einfach himmlisch!

Also: Du schichtest die Mascarponecreme und die Biskotten in eine Auflaufform oder Dessertschale: Eine Schicht Mascarponecreme, eine Schicht Biskotten, wieder Mascarponecreme und Biskotten; den Abschluss macht eine Schicht Mascarpeonecreme.
Ich habe eine recht große Form (35 cm x 20 cm) verwendet. Bei mir reichte die Menge für zwei Schichten Biskotten, mein Tiramisu war also eher flach. Wenn du ein höheres Tiramisu mit mehr Schichten haben willst, nimm bitte eine kleinere Form!

Beim Schichten kommt noch ein ganz wichtiger Schritt dazu: Du musst die Biskotten kurz in Kaffee tunken, bevor du sie in die Form schichtest. Sie saugen die Flüssigkeit auf und werden herrlich weich, und die Aromen vermischen sich ganz wunderbar.
Es gibt viele Rezepte und Varianten für die Flüssigkeit, in die du die Biskotten tunkst. Ich mag es auch hier einfach und pur: Ich tunke meine Biskotten in starken Espresso. Den mache ich mit der Bialetti, der klassischen italienischen Kaffeemaschine, die das Wasser von unten durch das mit Kaffee gefüllte Sieb in die Kanne drückt. So wird der Kaffee schön stark und aromatisch und cremig. Bei Tiramisu ist es echt wichtig, dass es deutlich und stark nach Kaffee schmeckt!

Bei den meisten Tiramisu-Rezepten kommt Alkohol zum Kaffee, etwa Rum, Grappa oder Amaretto. Ich vertrage leider keinen Alkohol, also wirklich gar nichts. Deshalb muss ich den Alkohol weglassen. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich ihn auf jeden Fall dazu geben. Ein bisschen Alkohol im Tiramisu sorgt für einen guten Kontrast zu all der Süße. Beim Rezept gebe ich deshalb den Alkohol an. Entscheide selbst, ob du ihn verwenden willst!

Ich steche das Tiramisu am liebsten mit einem Esslöffel aus der Form. Das finde ich so schön rustikal. Du kannst das Tiramisu natürlich auch etwas schöner servieren als ich, zum Beispiel mit dem Messer in Stücke teilen und mit dem Tortenheber herausheben.
Für diese Bilder habe ich übrigens mein Geschirr vom Flohmarkt verwendet. Ich finde Tiramisu ungeheuer schwierig zu fotografieren. Da muss man ein bisschen nachhelfen, damit es so gut aussieht, wie es schmeckt!

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Schau gerne rein und hol dir Ideen und Appetit. Hab einen feinen Tag!
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Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!

















Ich finde sogar, dass dein Tiramisu sogar optisch viel hergibt, denn mir ist gerade beim Anblick das Wasser um Mund zusammen gelaufen. Ich wiederhole mich: selbstgebackene Biskotten sind, wie du bereits schriebst, ein riesiger Unterschied zu den gekauften. Und für mich muss auch kein Alkohol im Tiramisu sein. Eigentlich mag ich beide Varianten. Das Flohmarkt Geschirr ist wirklich süß.
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!
Liebe Grüße Maren
Vielen Dank für dein Lob, Maren – wenn dir das Wasser im Mund zusammenläuft, habe ich es richtig gemacht 🙂 ! Ich hätte nie gedacht, dass selbstgebackene Biskotten so viel Unterschied machen. Ich liebe Tiramisu auch mit gekauften Biskotten, aber mit diesen selbstgebackenen ist es nochmals besser 🙂 !
Liebe Grüße und eine schöne Woche!
Liebe Eva, ich esse Tiramisu sehr gerne und mache ihn auch öfters. Und mit Eier schmeckt er am besten. An Biskotten habe ich noch nicht getraut, sollte ich vielleicht aber machen (aber zuerst müssen die gekauften verbraucht werden).
LG, Diana
Liebe Diana, du hast wohl auch eine Liste mit Rezepten, die du irgendwann mal machen solltest (so wie beim Rhabarberketchup) 🙂 ! Der passende Zeitpunkt für die Biskotten wird schon noch kommen 🙂 !
Liebe Grüße und einen schönen Feiertag!
Will dein tiramisu unbedingt mal ausprobieren! Wieviele eier nimmst du dazu? Finde die Angabe irgendwie nicht….oder brauche ich vielleicht doch eine brille??!!!
Nein, du brauchst keine Brille, aber ich scheinbar ein neues Hirn 🙂 ! Drei Eier sind es. Ich habe es im Rezept ergänzt. Vielen Dank für den Hinweis 🙂 !
Liebe Grüße, Eva (scheinbar zunehmend zerstreut…)