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Glutenfreie Einhornspätzle und ein Interview mit Patricia Spätzle Pecora

(Werbung, unbezahlt) Wer hätte je gedacht, dass es Spätzle auch „in süß“ gibt? Ich sicher nicht! Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass ich euch heute das Rezept für süße Einhornspätzle verraten darf. Die sind sogar glutenfrei!

Einhornspätzle, glutenfrei

Das Rezept für die Einhornspätzle hat mir Patricia zur Verfügung gestellt. Sie ist ursprünglich aus Deutschland, ist aber vor gut 15 Jahren nach Wien gezogen und dort hängen geblieben.

Ich habe Patricia Anfang 2020 im Rahmen einer Online-Weiterbildung kennengelernt. Dann kam aber schon Corona – und Patricia ist mehr oder weniger von der Bildfläche verschwunden. Sie hat sich Hals über Kopf in die Umsetzung ihres Catering-Unternehmens Die Spätzialisten gestürzt und alles drangesetzt, dass ihr Unternehmen die Krise übersteht. Ganz schön mutig fand ich das.

Seitdem beobachte ich auf Facebook, wie Patricia mit Hingabe und unglaublichem Spaß am Kochen große Mengen von regionalen Produkte zu kreativen Pastasaucen, Pestos und Chutneys verarbeitet. Ganz ehrlich, ich bewundere die Energie und die Konsequenz, mit der sie nach und nach ihr Catering-Unternehmen aufbaut!

Was mich besonders interessiert und begeistert, ist, dass Patricia neben „normalen“ Spätzle auch vegane und glutenfreie Spätzle im Angebot hat. Und eben auch süße Spätzle, wie eben die Einhornspätzle!

Patricia war so nett und hat mir in einem kurzen Interview ein paar Fragen beantwortet und ein Rezept zur Verfügung gestellt: Es gibt glutenfreie süße Einhornspätzle!

Patricia Spätzle Pecora

Das Interview mit Patricia

Patricia, was machst du beruflich? Stelle bitte dich und dein Unternehmen kurz vor: Seit wann gibt es dein Unternehmen? Was machst du dort? Wo und wie arbeitest du?

Ich bin Inhaberin eines Catering Unternehmen, habe einen Spätzle Lieferdienst und stelle Lebensmittel in Gläsern her.

Wie bist du auf die Idee für ein Spätzle-Restaurant bzw. einen Spätzle-Lieferservice und -verkauf gekommen?

Das war Corona geschuldet. Ursprünglich wollte ich nur ein Spätzle-Catering machen, aber mittlerweile biete ich auch Spätzle-Lieferungen in Wien an.

Du bist ja ursprünglich nicht aus Wien. Wann und wie hat es dich nach Wien verschlagen?

Ich bin ursprünglich aus Deutschland und habe auch italienische Wurzeln. Vor 15 Jahren hat es mit der Liebe wegen nach Wien verschlagen. Seitdem lebe ich hier und werde auch hierbleiben. Ich habe Wien lieben gelernt!

Wenn man mit dir über dein Catering-Unternehmen redet, spürt man deine Begeisterung und Leidenschaft fürs Essen. Woher kommt dieses große Interesse für Essen?

Das ist eine sehr gute Frage. Ich finde es schön, andere Menschen glücklich zu machen, mit gutem Essen. Ich probiere gerne aus und schmecke oft schon das Essen, bevor ich es überhaupt koche.

Wenn du nicht gerade Spätzle kochst: Was kochst du denn sonst so?

Ich koche alles, was mir unter die Finger kommt, ich habe keine Angst vor irgendeinem Gericht. Kulinarische Vielfalt ist meine Leidenschaft! Ich koche auch viel mehr, als ich selber esse.

Gibt es bestimmte Food-Trends, die dich interessieren und die du ausprobierst?

Ja, ich finde vegan Kochen total spannend. Ich selber lebe nicht vegan, und auch vegetarische Ernährung fällt mir schwer. Aber ich probiere gerne neue Dinge aus, und bei veganem Kochen gibt es wirklich viel zu lernen und zu entdecken. Da hat man ja nochmal ganz anderes Material und andere Zutaten, mit denen man arbeiten kann. Man lernt die Lebensmittel intensiver kennen, und auch die Gewürzauswahl ist breit gefächert.

Woher nimmst du die Ideen für deine Spätzle-Kreationen?

Das ist unterschiedlich. Irgendwann hatte ich ein Länderthema, und da kamen mir dann die Ideen aus der italienischen und der französischen Küche. Mit Spätzle geht einfach alles.

Du machst ja auch vegane Spätzle und glutenfreie Spätzle. Worauf muss man achten, wenn man vegane Spätzle kocht? Und was ist bei glutenfreien Spätzle zu beachten?

Vegane und auch glutenfreie Spätzle brauchen mehr Flüssigkeit als normale Spätzle. Bei den veganen Spätzle geht das Vollkornmehl stark auf, und das glutenfreie Mehl saugt wie verrückt. Aber der Teig darf auch nicht zu flüssig werden. Man muss aufpassen, dass die Konsistenz stimmt.

Du hast mir angeboten, mir für den Blog ein Rezept für süße Spätzle zur Verfügung zu stellen; darüber freue ich mich sehr. Bist du so nett und verratest uns das Rezept?

Klar doch, sehr gerne 🙂 !


Mehr süße Mehlspeisen findest du hier:

Schau gerne rein, vielleicht ist ja ein Rezept für dich dabei. Hab einen feinen Tag!


Glutenfreie Einhornspätzle und ein Interview mit Patricial Spätzle Pecora

ca. 30-40 min
4 Portionen

Die Einhornspätzle sind ein süßes glutenfreies Dessert: Glutenfreie Spätzle werden mit leckerer Beerensauce vermischt und hübsch dekoriert.

Zutaten

  • Spätzle
  • 500g Glutenfreie Mehlmischung (ich benutze die Nudelmischung von Schär

  • 700-900 ml Wasser

  • 5 Eier

  • Staubzucker

  • Etwas Butter (laktosefrei für laktosefreie Spätzle)

  • Beerensauce
  • 400 g Waldbeeren (am besten TK)

  • Zucker nach Geschmack

  • Vanillezucker

  • etwas Saft oder Wasser

  • 1 kleines Stück dunkle Schokolade, die Hälfte der kurzen Reihe (laktosefrei für laktosefreie Spätzle)

  • Dekoration
  • Bunte Zuckerstreusel, glutenfrei

  • 4 Eisröllchen / Hippen gerollt, glutenfrei

  • Einige frische Beeren

Zubereitung

  • Einen großen Topf mit Wasser aufstellen und zum Kochen bringen. Inzwischen die Eier mit kaltem Wasser verrühren (ca. 200 ml zurückhalten). Jetzt die Mehlmischung nach und dazu geben, am besten mit der Küchenmaschine alles gut verrühren. Bei Bedarf mehr Wasser zugeben.
  • Sobald das Wasser kocht, den Teig mit der Spätzlereibe ins Wasser hobeln. Wer schöne lange Spätzle möchte, schiebt den Behälter nicht über die ganze Reibe, sondern ruckelt nur leicht daran, sodass die Spätzle in langen Strängen in das Wasser fließen. Je nach Topfgröße nur einen Teil des Teiges verarbeiten. Die fertigen Spätzle abschöpfen und in ein Nudelsieb geben. Den Vorgang wiederholen, bis kein Teig mehr da ist. Das Nudelsieb mit den Spätzle unter kaltes Wasser halten und die Spätzle gründlich Spülen.
  • Pfanne mit Butter erhitzen. Pro Person 220 g Spätzle bei mittlerer Temperatur anbraten, ab und zu umrühren.
  • In der Zwischenzeit die Beeren etwas erhitzen, dabei beliebigen Saft oder Wasser zugeben sowie Zucker nach Geschmack. Wenn alles erhitzt ist, vom Herd nehmen und mit einem Stabmixer pürieren. Auskühlen lassen.
  • Sobald die Spätzle etwas Farbe angenommen haben, durch ein feines Sieb Staubzucker darüber sieben und die Spätzle bis zur gewünschten Bräune und Knusprigkeit weiterbraten.
  • Spätzle auf einen Dessertteller geben. Die pürierten Waldbeeren ganz leicht erwärmen. Die Schokolade dazugeben und untermischen. Die Beerenmischung auf den Spätzle verteilen. Nun noch die Zuckerstreusel darüber streuen und die Hippe in die Spätzle stecken. Mahlzeit!

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du keine glutenfreien Zuckerstreusel oder Hippen bekommen kannst, lass sie weg.

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2 Comments

  1. Liebe Eva,
    Es begeistert mich immer wieder, mit wieviel Mut und Enthusiasmus Menschen ihrer Leidenschaft nachgehen. In diesen Zeiten ein Unternehmen aufzubauen ist wirklich eine Herausforderung. Umso toller finde ich dein Interview mit Patricia.
    Süße Spätzle kannte ich auch nicht. Aber warum nicht? Ich bin immer für Neues zu haben 🙂 .

    Hab eine schöne Woche. Hier regnete leider Bindfäden 🙁 .

    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Das sehe ich auch so. Ich bewundere den Elan und die Begeisterung von Patricia, und ihr Durchhaltevermögen. Bei ihr sitzt das Herz am rechten Fleck, und das merkt man 🙂 !
      Süße Spätzle kannte ich bisher nicht. Süße Nudeln oder Schokoladennudeln, davon habe ich schon gelesen. Die Variante mit Beeren ist neu, klingt aber gut 🙂 1
      Liebe Grüße und hoffentlich bald besseres Wetter!
      Eva

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