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Marillen-Tarte mit Marzipan-Creme, laktosefrei

Die Wachauer Marillen sind reif! Anscheinend sind das die besten Marillen überhaupt, und alle Kenner sind ganz heiß darauf, „echte“ Wachauer Marillen zu bekommen. Bei mir sind sie in diese leckere Marillen-Tarte mit Marzipan-Creme und einem kernigen Mandelmürbteig gewandert – in Gedicht!

Marillentarte mit Marzipan

Zum Marillen-Shopping in die Wachau

Wachauer Marillen sind gar nicht so leicht zu bekommen. In Jahren mit schlechter Ernte erzählt mir der Marktständler meines Vertrauens schon im Mai, dass es im Sommer keine einzige Wachauer Marille aus der Wachau heraus schaffen wird. Die, die es außerhalb der Wachau als “Wachauer Marillen” zu kaufen gibt, „sind höchstens durch die Wachau durchgefahren“, erklärt er dann.

Ich habe bisher immer vollreife Marillen aus der Gegend gekauft, also aus Oberösterreich, und war zufrieden mit dem Geschmack. Heuer wollte ich ausprobieren, ob ich einen Unterschied zwischen den Wachauer Marillen und den „normalen“ Marillen schmecken kann.

Marillentarte mit Marzipan

Letzten Sonntag sind also mein Mann und ich in die Wachau gefahren und haben uns mit „original Wachauer Marillen“ eingedeckt. 5 kg für mich, 10 kg für die Schwägerin.

Für mich sind 5 kg eine große Menge. Aber schon beim ersten Marillen-Bauern hat sich gezeigt, dass echte Marillen-Jäger in anderen Dimensionen denken: Das Ehepaar vor uns hat 70 kg gekauft! „Große Verwandtschaft“, hat der Herr lachend gemeint.

Für uns hat er nichts übrig gelassen. Wir sind also weitergefahren, zum nächsten Anbieter. Und zum nächsten. Und noch einem. Wir haben uns durchgekostet und waren nicht recht überzeugt; die Marillen waren noch nicht ganz reif. Erst beim fünften Anbieter hat´s gepasst, und wir haben zugeschlagen.

Marillentarte mit Marzipan

Wachauer Marillen und “normale” Marillen: Schmeckt man den Unterschied?

Mittlerweile sind die 5 kg Wachauer Marillen weg. Gut 3 kg habe ich eingekocht, einige Handvoll haben wir uns pur schmecken lassen, den Rest gab´s als Kuchen.

Ob ich einen Unterschied zu „normalen“ Marillen gemerkt habe? Ich bin mir nicht sicher. Ich finde vollreife Marillen aus der Region oder sogar vom eigenen Marillenbaum großartig und bin mit dem Geschmack immer sehr zufrieden. Vorausgesetzt eben, dass die Marillen richtig reif sind.

Marillentarte mit Marzipan
Sogar unsere Katze Cookie hat sich für die Marillen-Tarte interessiert 🙂

Einen direkten Vergleich zu Wachauer Marillen habe ich nicht, weil ich diesmal nur Wachauer Marillen verarbeitet habe. Eines ist sicher: Diese Marillen schmecken wirklich gut, roh genauso wie verarbeitet. Die Marmelade aus den Wachauer Marillen ist super-gut, sehr voll und süß, mit angenehmer Säure. Und diese Marillen-Tarte mit Marzipan-Creme, die war einsame Klasse!

Marillentarte mit Marzipan

Das Rezept für die Marillen-Tarte mit Marzipancreme ist aus Karl Neefs 52 Sonntagskuchen* (Werbung). Ich habe diese Tarte schon sehr oft gebacken; für mich ist das eines der besten Marillenkuchen-Rezepte. Der Mürbteig-Boden schmeckt kernig-knusprig nach Mandeln und Zimt, die süße Marzipan-Creme ist ein perfekter Kontrast zu den leicht säuerlichen Marillen. Dazu kommt ein Zimt-Zucker-Belag. Wirklich gut!

Marillen-Tarte 7

Hier sind noch mehr Rezepte für Marillenkuchen:

Schau gerne rein, vielleicht ist ja ein Rezept für dich dabei. Hab einen feinen Tag!

Marillen-Tarte mit Marzipan-Creme, laktosefrei

30 min im Kühlschrank
40-45 min bei 170 °C Umluft
1 Tarte mit 26 cm Durchmesser

Die köstliche Marillen-Tarte mit Marzipan-Creme ist aus kernigem Mandel-Mürbteig, süßer Marzipan-Creme, fruchtigen Marillen und Zimt-Zucker.

Zutaten

  • Mürbteig
  • 300 g Mehl
    100 g geriebene Mandeln
    1 TL Zimt
    100 g Zucker
    2 Eigelb
    200 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
    1 Prise Salz

  • Füllung
  • 150 g Marzipanrohmasse
    50 g Zucker
    2 Eigelb
    2 EL Rum

  • Belag
  • Ca. 1 kg Marillen

  • Außerdem
  • 50 g Butter zum Bepinseln
    30 g Zucker
    1 Messerspitze Zimt

Zubereitung

  • Ich bereite den Mürbteig in der Küchenmaschine zu. Mehl, geriebene Mandeln, Zucker, Zimt, Salz in einer großen Rührschüssel vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und dazu geben, ebenso die zwei Eigelb. Mit dem Knethaken auf niedriger Stufe zu einem Teig kneten. Mit der Hand noch einmal gründlich durchkneten. Den Teig etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank kühlen.
  • Während der Teig kühlt, die Marzipan-Creme zubereiten. Dafür das Marzipan in kleine Stücke schneiden und in eine Rührschüssel geben. Den Rum dazu geben und mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe zu einer glatten Masse rühren. Zucker und Eigelb dazu geben und verrühren.
  • Die Marillen waschen und vierteln. Eine Tarte-Form oder eine Springform (Durchmesser 26 cm) mit Butter ausfetten. Das Backrohr auf 170 °C Umluft vorheizen.
  • Etwa drei Viertel des Teiges rund ausrollen und in die Form legen. Aus dem restlichen Teig einen Strang formen, an den Rand der Tarte-/Springform legen und zu einem gleichmäßigen Rand drücken. Die Marzipan-Creme gleichmäßig auf dem Boden verstreichen, dann die Marillen-Viertel darauf legen. Je nach Backrohr etwa 40 bis 45 Minuten backen, bis der Mürbteig goldgelb ist.
  • In den letzten Minuten der Backzeit die Butter zum Bepinseln in einem kleinen Topf auf niedriger Hitze schmelzen. Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel vermischen.
  • Die Marillen-Tarte aus dem Backrohr nehmen und heiß mit der zerlassenen Butter bestreichen. Zimtzucker darüber verteilen.

Anmerkungen zum Rezept

  • Wenn du Laktose verträgst, nimmst du normale Butter.

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  2. Die ist ja toll – die muss ich mal nachbacken! 🙂

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