Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

Boah ist das schwer! Eine „Aprikosentorte“ habe ich gebacken. Nach einem Rezept in dem Backbuch, das mir die Schweizer Verwandtschaft vor zwei Wochen geschenkt hat. Nur kann ich einfach nicht „Aprikosentorte“ dazu sagen – in Österreich gibt es Marillen, keine Aprikosen! Deshalb ist der Titel des Rezepts heute zweisprachig. Und beim Beitrag über diesen feinen Kuchen bleibe ich bei „Marillentorte“. Mit dem österreichischen Wort fühle ich mich wohler!

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

Mein Bruder und seine Familie wohnen in der Schweiz. Sie sind große Fans meines Blogs und backen immer wieder nach meinen Rezepten. Und sie wissen, dass man mir mit Geschenken rund ums Backen immer eine riesige Freude macht!

Diesmal schenkten sie mir ein Backbuch von Betti Bossi. Eines, das 1973 das erste Mal aufgelegt wurde und 2016 unverändert und mit genau denselben Rezepten neu aufgelegt wurde. Das spricht für die Qualität der Rezepte – die Redaktion konnte laut Vorwort einfach keinen Grund für Änderungen finden!

Falls du dich fragst, wer Betti Bossi ist: Wir mussten die Dame auch erst mal googlen. Und stellten fest, dass sie eine Fantasiefigur ist, eine fiktive Köchin. Unter ihrem Namen gibt es jede Menge Rezepte, Magazine, Kochbücher, Produkte zum Backen und für die Küche, sogar Food Produkte. Eine riesige Marke also.

Ich wusste bis zu diesem Backbuch übrigens nicht, dass man auch in der Schweiz “Aprikosen” sagt. Bisher dachte ich, dass man nur in Deutschland von Aprikosen statt von Marillen spricht. Wieder was dazugelernt!

Ich habe mich beim ersten Blick ins Backbuch sofort in die Aprikosentorte Marillentorte verliebt. Die sah so saftig und frisch und lecker aus!

Einfache Zubereitung und köstliches Ergebnis

Die Zubereitung ist wirklich sehr einfach. Der Teig ist ein Rührteig. Wie die meisten Rührteige braucht er ein bisschen Geduld: Zuerst musst du Butter und Zucker sehr gut schaumig schlagen, und das dauert eben ein bisschen. Dann kommen die Eier und die Gewürze dazu, und zuletzt wird das Mehl kurz untergerührt. Dann kannst du den Teig schon in die Springform geben.

Jetzt kommen die Marillen auf den Kuchen – und zwar richtig viele Marillen, ein dreiviertel Kilo! Du steckst die Marillenviertel eng nebeneinander in den Teig, so dicht wie möglich.

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

Zuletzt bestreust du den Kuchen noch mit Mandelsplittern und Zucker. Dann kommt die Marillentorte auch schon ins Backrohr.

Das Besondere an dem Marillenkuchen ist das Verhältnis von Marillen und Teig. Die Teigschicht ist eher dünn, den Hauptanteil der Torte machen die Marillen aus. Und das schmeckt man! Die Torte schmeckt intensiv nach Marillen, der leckere und feine Teig spielt fast schon eine Nebenrolle.

Ups, Fehler! Warum bei meiner Marillentorte der Boden so dunkel ist

Bei meiner Marillentorte ist mir übrigens ein Fehler passiert. Auf den Bildern siehst du ja, dass der Boden sehr dunkel ist. Das sollte nicht so sein und passiert auch nicht, wenn du dich an das Rezept hältst!

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

Genau das habe ich diesmal nämlich nicht getan. Ich hatte nämlich vergessen, die Torte vor dem Backen mit Mandeln und Zucker zu bestreuen. Echt doof!

Normalerweise passiert mir so etwas nicht, aber diesmal war ich beim Backen nicht konzentriert. Ich hatte unerwartet zwei Tage im Krankenhaus verbringen müssen und war deswegen ziemlich durch den Wind. Zum Runterkommen habe ich die Marillentorte gebacken – und eben leider auf den Mandelbelag vergessen.

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

10 Minuten vor Back-Ende habe ich es gemerkt, gerade noch rechtzeitig. Weil der Mandel-Belag für den Geschmack der Torte und das Mundgefühl wirklich wichtig ist, habe ich schnell noch Mandeln und Zucker zugegeben und die Torte 15 Minuten länger gebacken als angegeben. Bis die Mandeln leicht gebräunt waren, so, wie sie sein sollten. Nur war halt der Boden leider etwas dunkel!

Geschmeckt hat uns die Marillentorte trotzdem. Sie ist fein und leicht; weil sie hauptsächlich aus Früchten besteht, liegt sie nicht so schwer im Magen. Ein toller Sommerkuchen!

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Hab einen feinen Tag!

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

  • Portionen: 1 Springform mit 24 cm Durchmesser
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Zutaten
100 g weiche Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
100 g Zucker
2 Eier (laut Rezept kleine Eier; ich hatte große Eier)
1 Prise Salz
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
200 g Mehl
2 TL Backpulver

Belag
750 g Marillen (alternativ: Zwetschgen)
30 g Mandelstifte
2 EL Zucker

Zubereitung
1. Springform mit 24 cm Durchmesser leicht einfetten. Backrohr vorheizen auf 180 °C Ober/Unterhitze.
2. Butter und Zucker mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer gut schaumig führen, mindestens 5-10 Minuten lang. Die Eier nach und nach gut unterrühren; jedes Ei mindestens eine Minute einarbeiten. Salz und Zitronenschale dazugeben.
3. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und kurz unter den Teig rühren, bis sich alles zu einem glatten Teig verbunden hat. Den Teig in die Springform geben und glattstreichen.
4. Die Marillen waschen, trocknen und entsteinen, dann vierteln. Die Marillenviertel dicht nebeneinander in den Teig stecken.
5. Mandelstifte und Zucker vermischen und gleichmäßig über den Marillen verteilen.
6. Die Marillentorte je nach Backrohr etwa 50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten goldgelb backen. Stäbchenprobe machen: Wenn an einem in die Torte gesteckten Holzstäbchen kein Teig kleben bleibt, ist die Torte fertig. Aus dem Backrohr nehmen und auskühlen lassen.

Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

Marillentorte, oder auch Aprikosentorte

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