Apple Pie ist ein typisch amerikanischer Kuchen, ein Klassiker. Ich kann es verstehen: Unter einer buttrigen Kruste aus vielen hübschen Herzen versteckt sich eine köstlich-aromatische Apfelfüllung, verfeinert mit Pekannüssen. Ein wunderbarer herbstlicher Kuchen!

Apple Pie mit einem Deckel aus Herzen – so schön!
Heute halte ich mich kurz. Es ist nicht mein bester Tag. Ich will einfach nur den Beitrag fertig bekommen und mich danach erholen 😊 .
Hier also die kurze Beschreibung zu diesem Apple Pie, einem amerikanischem Apfelkuchen: Das Rezept habe ich aus Martha Stewarts Pies & Tarts* (Werbung/Affiliate Link). Ich habe es ein bisschen abgewandelt und an meinen Geschmack angepasst.

Mich hat vor allem die Optik des Apple Pies fasziniert. Der Pie hat nicht, wie man es sonst oft sieht, einen geschlossenen Deckel. Stattdessen wird er mit ausgestochenen Formen aus Teig belegt. Mit Keksen oder Plätzchen, sozusagen.
Im Original ist er mit ausgestochenen Blättern belegt. Leider hatte ich keine solchen Ausstecher daheim. Aber die Herzen finde ich auch sehr hübsch!


Das Geheimnis bei der Zubereitung: Kühlen, Kühlen, Kühlen
Der Teig ist eine Pâte Briseé, eine Art Mürbteig mit hohem Butteranteil und ohne Ei. Der Teig ist sehr weich – und das ist der Grund dafür, dass dieses Rezept so lange ist 🙂 !
Der Teig muss nämlich immer wieder gekühlt werden. Sobald er weich wird, lässt er sich kaum mehr verarbeiten. Dann muss er wieder in den Kühlschrank. Das ist das ganze Geheimnis hinter diesem Apple Pie!

Im Rezept beschreibe ich detailliert, wie du den Teig verarbeitest. Hier auch wieder die Kurzfassung: Den fertigen Teig teilst du in drei Teile. Der erste Teil kommt sofort in die Tarteform. Die beiden anderen Teile rollst du zwischen Frischhaltefolie flach aus. Alles kommt nun für 30 Minuten oder mehr in den Kühlschrank.



Ich habe den ausgerollten Teig dafür auf einen sogenannten Kuchenretter* (Werbung/Affiliate Link) gelegt. Das ist eine große Edelstahlplatte, mit der du zum Beispiel fertige Torten vom Kuchengitter auf die Tortenplatte transportieren kannst. Du schiebst den Kuchenretter unter das fertige Stück und hebst es einfach auf die Tortenplatte. Sehr praktisch!
Für das Kühlen der Teigplatten war der Kuchenretter ideal. Die Teigplatten lagen wunderbar flach darauf. Wenn du keinen Kuchenretter hast, nimmst du flache Teller oder flache Platten.
So geht´s weiter: Sauberes Arbeiten ist gefragt
Während der Teig kühlt bereitest du die köstliche Apfelfüllung zu. Das geht ganz einfach: Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse ausschneiden; Äpfel in dünne Spalten schneiden, mit den restlichen Zutaten vermischen.


Jetzt geht es ans Herzerl-Ausstechen: Du holst die beiden Teigplatten aus dem Kühlschrank und stichst ca. 65 Herzen von ca. 4 cm Größe aus; sicherheitshalber einige mehr. Als Reserve. Wie schon oben erwähnt: Sobald der Teig weich wird, muss er wieder kühlen. Dann geht es wieder weiter mit dem Ausstechen.
Die fertigen Herzen müssen ebenfalls kühlen, bevor sie auf den Apple Pie kommen.

Nächster Schritt: Den Apple Pie zusammensetzen
Jetzt ist es fast geschafft: Du holst die Form mit dem Boden aus dem Kühlschrank und füllst die Apfelfülle ein.

Dann kommt der Teil, den ich besonders gerne mache: Du bestreichst jedes Herz auf der Rückseite mit Wasser und legst die Herzen überlappend und dekorativ auf die Tarte.


Bei den ersten beiden Reihen am besten einmal „normal“ und einmal „kopfüber“, sodass keine Lücken entstehen. Bei der letzten Reihe mit den Spitzen nach innen. Bei den Bildern oben siehst du, wie ich es gemacht habe.
In der Mitte bleibt ein Loch. Das soll so sein; der Dampf kann dadurch entweichen.
Jetzt bestreichst du den Apple Pie mit einer Eier-Schlagrahm-Mischung und bestreust ihn mit Zucker. Der Apfelkuchen muss jetzt nochmal kühlen, dann darf er ins Rohr.


Mein Apple ist leider einen Tick dunkel geworden. Die Herzen kann man gar nicht mehr so gut erkennen! Zum Glück ist er nur dunkel, und nicht verbrannt.
Ich habe einige Bilder vom amerikanischen Apfelkuchen direkt nach dem Backen gemacht, z pur und nackig. Dann habe ich ausgiebig Staubzucker darüber gestreut.
Ich persönlich finde ihn pur sehr ansprechend. Das kannst du aber halten, wie du willst!




Vom Geschmack her war der Apple Pie perfekt. Der Teig schmeckte schön buttrig und war wenig süß, und auch die Füllung war nicht zu süß, sondern schön aromatisch.
Die Pekannüsse sind im Originalrezept nicht dabei, die waren meine Idee – und machen sich hervorragend! Sie geben der weichen Apfelfüllung einen schönen Biss.

Hier sind noch mehr herbstliche Kuchen
- Tarte mit Schokolade und Maroni, köstlich cremig
- Zimtschnecken mit Walnüssen und Whiseky-Karamellsauce
- Walnuss-Tartelettes mit Salzkaramell
Hüpf rüber und schau rein. Vielleicht ist ja Inspiration für dich dabei. Ich gehe mich jetzt erholen – und wünsche dir einen wunderschönen Tag!
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Für Pinterest




Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!
















Der Apfelkuchen ist wirklich köstlich! Besonders schön finde ich, dass er so einfach zu backen ist und immer gelingt!
Der Apfelkuchen hat mich sehr an das Rezept meiner Oma erinnert.
Es ist immer etwas Besonderes, wenn Gerichte mit Erinnerungen verbunden sind 🙂
Vielen Dank für das tolle Rezept!
Ganz so einfach ist der nicht 😉 . Aber der Aufwand ist es wert. Er schmeckt super!
Liebe Grüße, Eva