Gugelhupf ist so eine Art Universalkuchen. Geht immer, schmeckt immer, ist immer willkommen. Zur Kaffeejause genauso wie als süßer Snack zwischendurch, bei Buffets oder zum Frühstück. Heute stelle ich hier eine klassische Variante vor, einen feinen Marmorgugelhupf mit Schokolade im Teig.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie beliebt Gugelhupf ist. Da gibt man sich Mühe bei der Suche nach außergewöhnlichen Rezepten, stürzt sich in abenteuerliche Backprojekte, präsentiert stolz exotische Prachtstücke – und muss dann feststellen, dass bei den Gästen der einfache Gugelhupf besser ankommt als ausgefallene Kuchenkreationen. Das kann manchmal ganz schön frustrieren!




Eben weil er so beliebt ist, gibt es hier heute ein Rezept für einen ganz normalen, klassischen Marmorgugelhupf aus Die österreichische Küche* (Werbung). Wobei er sich doch ein bisschen von anderen Marmorgugelhupfs unterscheidet: Im dunklen Teig ist nicht Kakao, wie es sonst oft üblich ist, sondern Schokolade. Dadurch hat der Marmorgugelhupf ein schön rundes Schokoladen-Aroma. Ich habe mich beim ersten Bissen verliebt. Die Schoko-Variante ist meins, die mag ich sogar noch lieber als die Kakao-Variante!

So bereitest du den Marmorgugelhupf zu
Der Teig für den Marmorgugelhupf ist ein Rührteig mit hohem Butteranteil und mit vielen Eiern. Bei solchen Rührteigen ist es wichtig, dass die Zutaten Raumtemperatur haben. Sonst verbinden sie sich nur schlecht, der Teig gerinnt. Außerdem muss jedes Ei gründlich in den Teig geschlagen werden, mindestens eine Minute lang, gerne mehr.

Hier meine drei Tipps, damit der Rührteig gelingt:
- Nimm die Eier und die Butter unbedingt ein bis zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank!
- Schlage jedes Ei mindestens eine Minute lang unter den Teig.
- Falls der Teig gerinnt: Gib sofort 1-2 Esslöffel der Mehlmischung dazu und rühre weiter. Das Mehl gibt dem Teig Bindung, er wird wieder glatt.
Das Zitronen-Dilemma
Ich habe das Originalrezept leicht abgeändert: Die 40 ml Rum habe ich weggelassen. Als Alternative schlägt das Rezept Zitronensaft vor. Ich hatte ihn schon gepresst, verzichtete dann aber auf die Zugabe: Mein Teig war knapp vor dem Gerinnen, und Zitronensaft hätte das Gerinnen beschleunigt. Das wollte ich vermeiden.




Außerdem gibt meiner Meinung nach die Zitronenschale im Teig schon genug Aroma her. Noch mehr Zitronengeschmack wollte ich in einem Gugelhupf mit Schokolade gar nicht haben.
Ich kenne einige Leute, die Zitronenschale im Teig gar nicht mögen. Ich bin auch kein großer Fan davon, habe es diesmal aber einfach probiert – und meine Vorbehalte gegenüber Zitronenaroma im Teig abgelegt! Ich mochte den leichten Zitronengeschmack im Teig. Wenn du skeptisch bist, kannst du die Zitronenschale auch einfach weglassen.

So geht die Marmorierung
Den fertigen Rührteig teilst du dann in zwei Teile: Zwei Drittel bleiben, wie sie sind. Ein Drittel verrührst du mit geschmolzener Schokolade. Diese beiden Teige füllst du nun in die Gugelhupfform, erst den hellen Teig, dann den dunklen, zuletzt wieder hellen Teig.

Für eine schöne Marmorierung fährst du mit einer Gabel durch den Teig, ungefähr so, als würdest du ein Mal vorsichtig umrühren. Wenn du zu oft mit der Gabel durch den Teig fährst, vermischen sich die beiden Teige und du bekommst einen eher hellbraunen Kuchen mit wenig Marmorierung – das willst du nicht!

Du kannst den Teig übrigens auch in einer Kranzform oder Kastenform backen!
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Schau doch rein und hol dir Appetit und Inspiration. Hab einen feinen Tag!
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Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!
















