Mein erstes Weihnachtskeks-Rezept in diesem Jahr ist einfach, lecker und variabel. Die Walnusstaler oder Vanilletaler sind aus demselben Teig wie die Vanillekipferl nach dem Rezept meiner Oma, nur sind sie deutlich einfacher & schneller zu machen als Vanillekipferl. Das Beste: Sie schmecken genauso lecker! Du kannst sie pur genießen oder – wie echte Vanillekipferl – in einer Vanillezucker-Mischung wälzen. Weniger Arbeit, voller Geschmack 🙂 !

Walnusstaler oder Vanilletaler: Die Story zum Rezept
Das Rezept für den Teig stammt von meiner Wiener Oma. Ihre Vanillekipferl waren legendär. Ich habe schon viele Vanillekipferl gekostet und mehrere Rezepte getestet. Das Ergebnis meiner „Marktstudie“: Ich bleibe bei Omas Rezept. Das ist das beste!
Zum Vanillekipferl-Backen bin ich heuer leider noch nicht gekommen. Das Kipferl-Formen ist aufwendig und braucht seine Zeit. Vor allem, wenn man wie ich die doppelte Menge macht. Die Vanillekipferl kommen aber noch, die haben einen Fixplatz auf meiner vorweihnachtlichen Backliste!
Bis es soweit ist, trösten uns die Walnusstaler oder Vanilletaler!


So bereitest du die Walnusstaler oder Vanilletaler zu: Zubereitung & Tipps
Schritt 1: Der Teig für die Walnusstaler und die Vanilletaler:
Zuerst bereitest du den Mürbteig zu. Ich mache das am liebsten mit einer Kombination aus Küchenmaschine und Kneten von Hand: Ich knete die Zutaten in der Küchenmaschine, bis sich alles zu groben Bröseln verbunden hat. Dann knete ich mit der Hand weiter, bis der Teig glatt ist. Der Teig enthält kein Ei, erst durch die Wärme der Hände hält er zusammen.
Der Teig bleibt dennoch eher bröselig. Das ist aber nicht so schlimm: Wenn eine Rolle oder ein Keks zerfällt, drückst du es einfach wieder in Form. Das funktioniert gut.
Den glatten Teig formst du zu Teigrollen mit ca. 3-4 cm Durchmesser.
Für Walnusstaler
- Für Walnusstaler lässt du die Teigrollen entweder pur oder wälzt sie in einer Dekoration nach Wahl. Gut geeignet sind Hagelzucker, brauner Zucker, gehackte Walnüsse, Zimtzucker oder evtl. Zuckerstreusel. (Achtung: Nicht alle Zuckerstreusel eignen sich fürs Backen!)
- Die Teigrollen kommen für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Sie sollen wirklich kalt und hart sein.
- Danach schneidest du die gekühlten Rollen in 3-4 mm dicke Scheiben und backst sie hell.
- Lass sie auf dem Blech etwas abkühlen, bevor du die Taler auf Kuchengitter oder Teller setzt. Direkt nach dem Backen sind die Taler sehr zart und zerbrechen leicht.
- Die ausgekühlten Taler schichtest du in Keksdosen und bewahrst sie kühl auf. Sie halten locker 2-3 Wochen.
Die Walnusstaler machen optisch weniger her als Vanillekipferl oder andere kunstvoll geformte und verzierte Kekse. Lasst dich vom Aussehen aber nicht täuschen! Die Walnusstaler sind sehr zart und fein und schmelzen im Mund – und sie schmecken herrlich! Nur eines davon zu naschen ist unmöglich, das schafft niemand!
Für Vanilletaler
- Für Vanilletaler lässt du die Teigrollen pur.
- Du lässt sie etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
- Die gekühlten Rollen schneidest du in 3-4 mm dicke Scheiben und backst sie hell; genauso wie die Walnusstaler.
- Jetzt geht es anders weiter als bei den Walnusstalern. Während die Taler im Backrohr sind (oder schon vorher), bereitest du eine Mischung aus Staubzucker und Vanillezucker vor. Ich mache das immer nach Gefühl und nehme ca. 250-300 g gesiebten Staubzucker und 2-3 Esslöffel Bourbon Vanillezucker.
- Einen Teil der Vanillezucker-Mischung füllst du in flache Teller oder Schalen.
- Nach dem Backen setzt du die heißen Taler in die Vanillezucker-Mischung und bestreust sie sofort mit der restlichen Mischung.
- Du lässt die Taler in der Vanillezucker-Mischung komplett auskühlen und schichtest sie danach in Keksdosen. An einem kühlen Ort halten die Vanilletaler 2-3 Wochen.
Ich finde die Vanilletaler eine tolle Variante, wenn man keine Zeit, keine Lust oder kein Talent zum Kipferl-Formen hat 🙂 !

Meine Meinung: Mal darf die Weihnachtsbäckerei einfach sein, dann wieder aufwändig!!
Das Rezept für die Walnusstaler oder Vanilletaler ist also richtig einfach. Das hat einen Grund: In letzter Zeit habe ich immer mehr den Eindruck, dass einfache Rezepte am besten ankommen.
Ich bin da ein bisschen in einem Dilemma. Einerseits mag ich einfache, unkomplizierte Rezepte sehr gerne – aber nur, wenn sie auch wirklich gut schmecken! „Einfach“ heißt nicht automatisch „gut“ 😉 .
Ebenso gerne mag ich Herausforderungen. Ich möchte mich ja weiterentwickeln! Außerdem ist „mehr Geschmack“ oft tatsächlich „mehr“: Mehr Aufwand, mehr Arbeit, mehr Geschick. Manche Geschmackserlebnisse lassen sich nicht durch ein einfaches Rezept erreichen.
Ich persönlich fände es schade, wenn komplizierte Rezepte weniger angenommen werden und nur noch „schnell und einfach“ ankommt. Deshalb findest du auf dem Blog sowohl einfache Rezepte als auch aufwändige. Die Abwechslung macht´s, finde ich!
Hier sind noch mehr Keks-Rezepte für die Weihnachtsbäckerei:
Schau gerne rein; vielleicht ist ja das eine oder andere Rezept etwas für dich. Die Rezepte sind laktosefrei, wie alle Rezepte auf dem Blog. Wenn du Laktose verträgst, bereitest du sie einfach mit deinen gewohnten Zutaten zu. Das klappt und schmeckt genauso 🙂 !
Ich wünsche dir einen feinen Tag und einen schönen Advent!

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Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!
















Liebe Eva,
Genau solche Kekse liebe ich auch. Gerade komme ich aus der Küche und habe Butter gebräunt, damit ich nachher den Heidesand Teig ansetzen kann. Deine Beschreibung von der Zartheit deiner Plätzchen nach dem Backen haben mich an die Heidesand Kekse erinnert und deshalb bin ich davon überzeugt, dass deine Walnussplätzchen nur superlecker schmecken können. Ich werde das Rezept gleich mal speichern. Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße und ein feines Adventswochenende
Maren
Liebe Maren,
deine Heidesand-Kekse habe ich vor zwei Jahren nachgebacken – sehr lecker mit der gebräunten Butter 🙂 ! Ich mag solche einfachen „Rezepte mit Kick“ sehr gerne. Die sind zwar einfach, aber trotzdem etwas Besonderes.
Diese Walnusstaler sind ähnlich wie die Heidesand und schmecken doch anders. Anders lecker 🙂
Genieße das Wochenende! Ist es bei euch auch so schmuddelig regnerisch wie hier?
Liebe Grüße
Eva
Ja total! Schneeregen, grau und kalt … brrrr! Ich geh dann mal Kekse backen 😉
Das ist das Beste, was man bei diesem Wetter tun kann 🙂 !