Wer von euch hat wie ich letzten Sommer „Das große Backen“ verfolgt? Ich habe regelmäßig mitgefiebert und mich gefragt, was mir zu den verschiedenen Themen so einfallen würde. Und ob ich bei den technischen Prüfungen wohl mithalten könnte – da habe ich nämlich Aufholbedarf! Cremen und Mousse zum Beispiel gibt es bei mir ganz selten. Zum Üben habe ich mich daher an diese Schokomousse mit Kirschen nach einem Rezept von Jamie Oliver gewagt.

Dabei ist es nicht so, dass ich noch nie Schokomousse mit Ei hergestellt habe; es ist nur schon sehr lange her. Als ich in den 90ern in Innsbruck studierte (Off Topic: Ich darf gar nicht daran denken, wie lange das schon her ist!!!), war Schokomousse ein beliebter Nachtisch bei Feiern. Schokomousse war der Renner, genauso wie Tiramisu.
Dann wurde plötzlich überall vor Speisen mit rohem Ei gewarnt, und vorbei war es mit Tiramisu und Schokomousse mit Ei. Niemand wollte eine Lebensmittelvergiftung riskieren.

Ich selber habe es lange Zeit vermieden, Gerichte mit rohem Ei zuzubereiten. Schokomousse habe ich nach wie vor hergestellt, aber eben nach Rezepten ohne Ei.
Seit wir die Eier ausschließlich bei unserem „Eiermann“ am Welser Wochenmarkt kaufen, habe ich diesbezüglich keine Bedenken mehr. Die Eier sind frisch und schmecken super. Ich habe in den letzten Jahren häufig Eiscreme auf Eierbasis hergestellt und hatte nie Probleme. Deshalb hatte ich bei Jamie Olivers Schokomousse-Rezept aus seinem Buch Jamies 5-Zutaten-Küche: Quick & Easy* (Werbung) keine Bedenken. Solange die Eier frisch sind, dürfte wirklich nichts passieren.
Ei-freie Varianten von Schokomousse mag ich natürlich auch richtig gerne, zum Beispiel hier in dieser Schokolade-Mousse-Torte oder diese einfache Variante beim Schoko-Weichsel-Desssert im Glas. Trotzdem – die Variante mit Ei, die ist nochmals cremiger, zarter, feiner. Sie schmeckt insgesamt etwas runder, finde ich.

Die Zubereitung der Schokomousse mit Kirschen ist etwas aufwendiger als bei einer Mousse ohne Ei. Ihr braucht dafür viel Geschirr: Einen Topf oder eine Schüssel für die Schokolade, je eine Schüssel für Schlagrahm und Eiweiß und eine Pfanne für die Kirschen.
Damit die Mousse luftig wird, müsst ihr möglichst viel Luft in die Masse bringen. Dafür wird der Schlagrahm geschlagen und erst mit den Dottern, dann mit der geschmolzenen und abgekühlten Schokolade vermischt. Dann wird das Eiweiß sehr steif geschlagen und die Sahne-Schokolade-Mischung unter das Eiweiß gezogen. Das war es dann auch schon. Abgesehen davon, dass es in der Küche jetzt ziemlich aussieht und ihr das ganze Geschirr und das Zubehör aufräumen müsst.

Die fertige Schokomousse wird abwechselnd mit den Kirschen und dem reduzierten Kirschsaft/Weichselsaft in Gläser geschichtet. Bei mir gibt es auch keine Schichten, sondern nur Kirschen am Boden des Glases und je eine Kirsche als Topping. Ich hatte leider nicht mehr Kirschen beiseitegelegt.

Vom Geschmack her ist die Schokomousse mit Kirschen ein Traum. Die Mousse ist herrlich samtig und schokoladig, die fruchtigen Kirschen machen sich sehr gut dazu. Ich denke, die Schokomousse müsste statt mit Kirschen/Weichseln auch mit aufgekochten Orangenfilets und reduziertem Orangensaft sehr fein schmecken.
Ich wünsche dir einen schönen Tag!
*Werbung / Affiliate Link. Wenn ihr über diesen Link bestellt, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch bleibt der Kaufpreis gleich. Danke für eure Unterstützung!
Für Pinterest




Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!

















Liebe Eva,
So eine Schokomousse mit Ei ist schon eine andere Sache, nicht wahr? Sie ist wesentlich samtiger und fluffiger. Ich liebe das!
Das große Backen habe ich, wenn auch nicht alle Folgen, auch gesehen. Ganz ehrlich? Ich würde da kläglich scheitern! Erstmal würden meine Nerven zusammenbrechen und sowas wie eine Motivtorte würde ich schonmal gar nicht hinkriegen. Nein,nein! Schuster bleib bei deinen Leisten … ich back lieber kleine Törtchen 😀 !
Habt einen schönen Abend!
Liebe Grüße Maren
Meine Rede, Maren, meine Rede 🙂 ! Ich glaube, mir würde dort vor lauter Aufregung gar nichts mehr gelingen. Und Motivtorten sind sowieso nicht meins, nicht mal die „normalen“, geschweige denn die schwebenden Teile. Ich übe heuer mal weiter fröhlich meine Grundtechniken 🙂 , da fühle ich mich wohl. Motivtorten dann vielleicht nächstes Jahr 😉 !
Liebe Grüße! Eva
Hihi, darauf freue ich mich heute schon!!
Du wirst wirklich lachen. Macarons stehen ganz oben auf meiner Liste – hab ich noch nie gemacht!!! Hast du vielleicht einen Tipp, mit welcher Sorte ich anfangen könnte?!? Du bist ja die Macarons-Queen 🙂 !
Ich musste nur lachen wegen der Motivtorten ! Aber Macarons sind natürlich absolut genehmigt . Tipps? Eigentlich nicht! Vorn an stehen ja erstmal die Macaronschalen. Die Füllung ist dann eher Geschmacksache und sehr variabel.
Genau. Die Schalen, Hilfe. Da kann so viel schiefgehen. Aber was soll´s, wer nicht wagt, gewinnt nicht 🙂 !