In den Mürbteig-Tartelettes mit Pekankaramell und Ribiselgelee kombiniere ich einige meine liebsten Geschmäcker: Knackige Mürbteig-Tartelettes sind mit einem sündhaft leckeren Pekankaramell gefüllt; selbstgemachtes Ribiselgelee / Johannisbeergelee sorgt für eine säuerliche Komponente; Schokoladenganache rundet die Tartelettes geschmacklich ab. Das Ergebnis: herrlich süß-säuerliche Tartelettes mit knackig-samtigem Mundgefühl. Sehr fein als Nachtisch oder für die Kaffeejause!

Inhaltsverzeichnis
Unverhofft kommt oft
Eigentlich wollte ich die Tartelettes mit Pekankaramell und Ribiselgelee gar nicht auf dem Blog vorstellen. Ich habe in den letzten Wochen zwar viel gebacken und experimentiert, aber nicht für den Blog. Sondern um mich weiterzuentwickeln und dazuzulernen. Ich habe vieles ausprobiert, ganz ohne Druck. Habe Blätterteig, Strudelteig und Fruchtkaviar hergestellt, und vieles mehr.
Es hat riesig Spaß gemacht, einfach nur zu backen – und dabei nicht jeden Zwischenschritt wie sonst üblich zu fotografieren oder zu filmen; und ohne danach Stunden mit Food-Styling, Set-Aufbau, Fotografieren, Bildbearbeitung und Beitrag-Schreiben zu verbringen. Herrlich befreiend war das.
Mit den Back-Ergebnissen war ich manchmal zufrieden, manchmal nicht. Aber egal, ob ich ein Rezept erfolgreich umsetzen konnte oder frustriert von vorne anfangen musste: Diese kreative Auszeit hat so gut getan. Jetzt macht auch das Bloggen wieder Spaß.
Die Tartelettes mit Pekankaramell und Ribiselgelee / Johannisbeergelee sind in dieser Phase entstanden. Ich habe sie nur schnell mit dem Handy fotografiert. Und eigentlich nur deshalb, damit ich mich erinnere, was ich da alles gebacken habe. Für den Blog waren sie nie vorgesehen.
Aber weil sie sooo lecker waren, stelle ich das Rezept nun doch auf dem Blog vor. Es wäre ja schade um das schöne Rezept für diese leckeren Tartelettes!

Schöner Farbkontrast aus goldbraunem Karamell, roten Ribiseln und grünen Minzeblättchen
Mürbteig-Tartelettes mit Pekannüssen und Ribiselgelee: Zubereitung und Tipps
Die Tartelettes bestehen aus 4 verschiedenen Komponenten. Ja, 4 Komponenten: Mürbteig-Böden; selbstgemachtes Ribiselgelee / Johannisbeergelee; Pekankaramell; Schokoladenganache. Das klingt viel und ist auch viel.
ABER gleich vorweg ein Tipp: Du kannst es dir einfacher machen und eine Komponente streichen bzw. ersetzen: Das Ribiselgelee / Johannisbeergelee musst du nicht selbst machen. Du kannst stattdessen einfach gekauftes Gelee verwenden. Das schmeckt zwar nicht exakt so gut und frisch wie selbstgemachtes (finde ich jedenfalls 🙂 ), aber es klappt und schmeckt auf jeden Fall.
Hier also die Infos zu den Zubereitungsschritten.

Schritt 1: Mürbteig-Böden
Der Mürbteig für die Tartelettes stammt aus dem Buch Tartes & Tartelettes* (Werbung) von Aurélie Bastian. Ich habe vor einigen Jahren die Walnuss-Tartelettes mit Salzkaramell aus diesem Buch nachgebacken. Seitdem verwende ich für Tartelettes am liebsten genau diesen Mürbteig. Er ist aus 3 Gründen genial für Tartelettes:
- Er kann sofort verwendet werden und muss nicht unbedingt kühlen. Wobei es ihm eine halbe Stunde im Kühlschrank auf jeden Fall guttut.
- Außerdem löst er sich nach dem Backen problemlos aus den Förmchen; du musst die Förmchen nicht einmal fetten.
- Und drittens behält er beim Backen die Form und zieht sich nicht zusammen.
So bereitest du den Mürbteig zu:
- Du knetest Mehl, Butter, Zucker, Ei, Vanillezucker und Salz zu einem glatten Mürbteig. Das geht am einfachsten mit den Rührhaken von Handrührgerät oder Küchenmaschine: Du rührst die Zutaten bei niedriger Stufe, bis sich grobe Krümel bildet. Dann knetest du die Krümel von Hand rasch zu einem glatten Teig.
- Den Mürbteig rollst du auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick aus. Dann stichst du Scheiben aus, die etwas größer sind als deine Tartelette-Förmchen. Meine Förmchen haben einen Durchmesser von 10 cm.
- Du legst die Scheiben in die Förmchen und drückst sie gut fest. Dann stichst du sie mit einer Gabel ein paar Mal ein. Wenn es gerade sehr heiß ist (kann im Sommer ja passieren), solltest du die Böden etwa 15-20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann behalten sie beim Backen die Form und sinken nicht zusammen.
- Die Böden werden anschließend blindgebacken:
- Du schneidest Backpapier in Quadrate oder Kreise, die etwas größer sind als die Tartelette-Förmchen.
- Das Backpapier legst du auf die Böden und füllst es bis an den Rand mit Hülsenfrüchten oder Backperlen.
- Die Hülsenfrüchte oder Backperlen sorgen dafür, dass der Mürbteig gleichmäßig bäckt und die Ränder beim Backen nicht einsinken.
- Die Böden bäckst du nun 10 Minuten. Dann nimmst du sie aus dem Backrohr, entfernst das Backpapier und die Hülsenfrüchte oder Backperlen, und gibst sie sofort wieder ins Backrohr. Jetzt nochmal 10 Minuten backen, dann nimmst du sie raus.
- Du gibst die Förmchen samt Boden auf ein Backgitter und lässt sie auskühlen.
Schritt 2: Ribiselgelee / Johannisbeergelee
Für das Ribiselgelee kann ich keine genauen Mengen angeben, weil sich die Menge an Saft nur schwer vorhersagen lässt – und davon hängt die Menge an Gelierzucker ab.
So geht’s:
- Du brauchst ca. 300-350 g frische rote Ribisel / Johannisbeeren. Die wäschst du vorsichtig in einem Sieb unter fließendem Wasser ab, dann streifst du mit einer Gabel die Beeren von den Rispen und gibst sie in einen weiten Topf. Schlechte Beeren sortierst du aus.
- Die Ribisel / Johannisbeeren kochst du 2-3 Minuten, bis sie weich sind und deutlich Saft abgegeben haben.
- Hänge ein Sieb über einen Topf und gib die gekochten Ribisel / Johannisbeeren hinein. Der Ribiselsaft / Johannisbeersaft rinnt in den Topf. Du kannst vorsichtig etwas nachdrücken und mehr Saft herauspressen. Aber nicht zu fest drücken, sonst wird das Gelee trüb.
- Den Saft wiegst du ab. Jetzt gibst du den Gelierzucker dazu:
- Bei Gelierzucker 1:1 nimmst du genauso viel Gelierzucker wie Saft. Zum Beispiel 200 g Saft und 200 g Gelierzucker.
- Bei Gelierzucker 2:1 brauchst du halb so viel Gelierzucker wie Saft. Also zum Beispiel 200 g Saft und 100 g Gelierzucker. Ich habe mich Gelierzucker 2:1 entschieden, weil ich ein säuerliches Gelee haben wollte.
- Du vermischst Ribiselsaft / Johannisbeersaft und Gelierzucker und bringst die Mischung zum Kochen. Nach 4-5 Minuten machst du die Gelierprobe: Gib einen Tropfen Gelee auf einen Teller und kippe den Teller. Wenn der Tropfen innerhalb von 1-2 Sekunden geliert, ist das Gelee fertig. Wenn er noch rinnt, kochst du das Gelee weiter. So lange, bis die Gelierprobe gelingt.
- Das fertige Ribiselgelee / Johannisbeergelee stellst du zur Seite und lässt es auskühlen.
Schritt 3: Schokoladenganache
Die Schokoladenganache ist schnell gemacht:
- Du hackst die Schokolade sehr fein und gibst sie in eine kleine hitzebeständige Rührschüssel.
- Dann kochst du den Schlagrahm auf und gießt ihn über die gehackte Schokolade. Du wartest 2-3 Minuten, dann rührst du alles mit dem Kochlöffel zu einer glatten Schokoladenganache. Optional: Damit sich alles besser verbindest, kannst du etwa eine Minute lang mit dem Stabmixer durch die Ganache gehen. Bleibe dabei möglichst am Boden der Schüssel, damit du keine Luft in die Ganache schlägst.
- Die fertige Ganache füllst du in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle. Alternativ kannst du sie in einen Tiefkühl-Beutel füllen. Dann schneidest du vor dem Verwenden eine kleine Ecke ab, und dein Spritzbeutel-Ersatz ist fertig 🙂 .
Schritt 4: Pekankaramell
- Für das Pekankaramell hackst du zuerst die Pekannüsse in grobe Stücke.
- In einer weiten Pfanne schmilzt du den Zucker bei schwacher bis mittlerer Hitze, bis er gut mittelbraun ist.
- Parallel dazu bringst du den Schlagrahm zum Kochen.
- Sobald das Karamell mittelbraun ist, gibst du auf 2-3 mal den heißen Schlagrahm dazu. Achtung, das kann heftig blubbern und spritzen! Dann rührst du, bis das Karamell glatt ist. Das kann ein bisschen dauern.
- Dann gibst du die weiche Butter in kleinen Stücken dazu und rührst immer weiter, bis das Karamell ganz glatt ist.
- Jetzt nimmst du das Karamell vom Herd. Falls das Karamell nicht ganz glatt ist, kannst du mit dem Stabmixer durchgehen. Durch dieses Emulgieren verbindet sich das Karamell besser.
- Zuletzt rührst du die gehackten Pekannüsse unter das Karamell.

Schritt 5: Fertigstellung und Deko
Jetzt sind alle Komponenten fertig, und du kannst die Tartelettes zusammenbauen:
- Du löst die ausgekühlten Tartelette-Böden aus den Förmchen und stellst sie auf ein Backgitter.
- Zuerst gibst du etwa 2 EL Ribiselgelee / Johannisbeergelee in die Tartelettes; die Böden sollten 2-3 mm dick bedeckt sein.
- Falls das Gelee schon erstarrt ist, wärmst du es kurz auf dem Herd auf.
- Dasselbe gilt für gekauftes Ribiselgelee / Johannisbeergelee: Du lässt es kurz aufkochen und rührst es glatt, bevor du es in die Tartelette-Böden füllst.
- Über das Ribiselgelee / Johannisbeergelee gibst du nun so viel Pekankaramell, dass die Böden bis zum Rand gefüllt sind. Fange dabei in der Mitte an, sodass an den Seiten das rote Gelee an den Rand gedrückt wird. Das sieht hübsch aus; das rote Gelee ist farblich ein toller Kontrast zum goldbraunen Karamell.
- Jetzt spritzt du ein hübsches Muster aus Schokoladenganache auf die Tartelettes. Ich habe auf einer Seite einen wellenförmlichen Schokoladenganache-Streifen von oben nach unten aufdressiert.
- Zuletzt verteilst du die übrig behaltenen Ribisel / Johannisbeeren dekorativ auf der Ganache und setzt ein paar Minzeblätter dazwischen. Noch ein bisschen Staubzucker drüber sieben, und fertig sind die leckeren Tartelettes mit Pekankaramell und Ribiselgelee.

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Klicke gerne rüber und hol dir Inspiration und Appetit. Die Rezepte sind laktosefrei, wie alle Rezepte auf dem Blog: Ich vertrage keine Laktose und backe mit laktosefreien Zutaten. Wenn du Laktose verträgst, nimmst du einfach deine gewohnten Zutaten. Das klappt und schmeckt genauso.
Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept und einen wunderschönen Tag!
Rezept

Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!






