Apfelradel aus Ausbackteig, 3 Stück auf Teller

Apfelradel aus Ausbackteig

Was ich richtig gerne mag, das ist das gemütliche Zusammensitzen beim Abendessen. Vor allem dann, wenn draußen schlechtes Wetter ist. Wenn der Wind ums Haus pfeift und es regnet oder schneit und kalt ist. Und besonders schön finde ich es dann, wenn es eine warme „Mehlspeise“ gibt, ein süßes Abendessen. Neben Kaiserschmarrn, Palatschinken und Topfennocken sind bei uns Apfelradel ein Renner!

Apfelradel aus Ausbackteig, Set von oben

Ich habe Apfelradel bisher immer mit ganz normalem Palatschinkenteig gemacht. Der ist bei mir meist recht flüssig und rinnt gerne von den Apfelradeln ab, aber das hat mich nie wirklich gestört. Die Hauptsache ist doch, dass es schmeckt. Und geschmeckt hat es immer!

Apfelradel aus Ausbackteig, 3 Stück auf Teller, von oben

Tja, nun stellte sich heraus, dass es noch besser geht! Vor einigen Wochen habe ich das erste Mal einen richtigen Ausbackteig zubereitet, und zwar nach einem Rezept aus Die österreichische Küche* (Werbung). Was soll ich sagen – dieser Ausbackteig macht einen riesigen Unterschied! Er haftet viel besser an den Apfelringen als mein Palatschinkenteig.

Dieser Ausbackteig wird bei mittlerer Hitze herausgebacken und braucht länger als Palatschinkenteig, bis er goldgelb und durchgebacken ist. Damit sind dann auch die Äpfel schön weich. Für mich steht fest: Nie wieder Apfelradel mit Palatschinkenteig!

Auch die Äpfel sind bei diesem Rezept viel besser als bei meinem üblichen Rezept. Bei mir muss es am Abend normalerweise schnell gehen. Alle sind hungrig, alle wollen essen. Da bleibt nicht viel Zeit für umständliche Rezepte!

Diesmal sah es nicht so aus, als würde irgendjemand umgehend verhungern. Ich habe mir also die Zeit genommen und die Äpfel vor dem Herausbacken mit Zitronensaft, Kristallzucker und Zimt mariniert, so wie das Rezept es wollte.

Diese marinierten Äpfel waren die zweite Überraschung – kaum zu glauben, wie viel solche Kleinigkeiten ausmachen können! Das waren diesmal richtige Luxus-Apfelradel, knusprig und mit einem tollen Geschmack!

Die marinierten Äpfel schmecken übrigens schon VOR dem Herausbacken köstlich. Ich musste aufpassen, dass nicht zu viele davon verschwanden!

So bereitest du die Apfelradel zu

Zuerst bereitest du wie oben schon beschrieben die Apfelringe vor: Äpfel schälen, Kerngehäuse ausstechen und Ringe schneiden, diese mit Zitronensaft, Kristallzucker und Zimt marinieren. Oder mit Rum statt Zitronensaft – sicher auch lecker, wenn du Rum magst!

Apfelradel aus Ausbackteig, 3 Stück auf Teller

Während die Apfelringe marinieren, hast du ausreichend Zeit, um dich um den Teig zu kümmern. Du rührst du zuerst einen glatten Teig aus Mehl, Eigelb, Milch und Öl an. Das klingt einfach und ist es auch, nur bekomme ich ehrlich gesagt den Teig nur selten glatt hin. Bei mir bleiben fast immer kleine Mehlklümpchen im Teig; das ist auch bei meinem Palatschinkenteig so. Uns stören die kleinen Mehlklumpen im Teig aber nicht. Beim Herausbacken verschwinden die ja. Trotzdem – je glatter der Teig ist, desto besser!

Unter diesen Teig hebst du den cremig geschlagenen Eischnee. Damit ist der Teig fertig. Die Apfelscheiben sollten nun lang genug gezogen haben, und du kannst loslegen mit dem Herausbacken: Du ziehst die Apfelringe durch den Teig und bäckst sie portionsweise in einer großen Pfanne mit Öl heraus, bis sie goldgelb sind. Das Öl sollte nicht zu heiß werden, sondern mittlere Hitze haben (~ 160 °C). Sonst sind die Apfelradel außen dunkel, innen aber noch roh.

Apfelradel aus Ausbackteig, 3 Stück auf Teller

Mir blieb leider einiges an Teig übrig. Ich machte Palatschinken draus. Wahrscheinlich würde die halbe Menge Teig durchaus für vier mittelgroße Äpfel reichen, aber das ist nur eine Schätzung. Ich hatte sechs mittelgroße Äpfel und brauchte dafür etwa zwei Drittel des Teigs.

Mir persönlich ist es lieber, wenn mir Teig übrig bleibt, als dass ich zu wenig davon habe. Deshalb werde ich auch in Zukunft bei dieser Menge bleiben – und es riskieren, dass ich zusätzlich zu den Apfelradel ein paar Palatschinken backen muss!

Mehr Rezepte für warme Mehlspeisen findest du hier:

Hab einen feinen Tag!

Apfelradel aus Ausbackteig

  • Portionen: ca. 6-8 Äpfel, je nach Größe; 4-6 Portionen
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Zutaten

6-8 mittelgroße säuerliche Äpfel
Zimt und Zitronensaft zum Marinieren
100 g Kristallzucker

Teig
350 g Mehl
ca. 500 ml Milch, laktosefrei
50 g Öl
3 Eigelb
3 Eiweiß
50 g Kristallzucker
Prise Salz

Zum Herausbacken
Neutrales Pflanzenöl

Zubereitung

1. Die Äpfel schälen und die Kerngehäuse ausschneiden. Die Äpfel in etwa 1 cm dicke Ringe schneiden und auf einen großen Teller legen.
2. Den Kristallzucker mit Zimt nach Geschmack vermischen und auf einen flachen Teller geben.
3. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln und in der Zimt-Zuckermischung wenden. Ca. 10 Minuten lang marinieren.
4. Inzwischen den Teig zubereiten: Das Mehl mit der Milch, dem Öl, dem Eigelb und dem Salz mit dem Schneebesen oder dem Handmixer auf niedriger Stufe glattrühren.
5. In einer zweiten Schüssel das Eiweiß mit dem Kristallzucker zu cremigem Schnee schlagen.
6. Den Schnee vorsichtig mit dem Schneebesen unter den Teig heben.
7. In einer tiefen Pfanne Öl etwa 1 cm dick einfüllen und auf mittlere Hitze schalten. Wenn das Öl heiß ist (ca. 160 °C), die Apfelscheiben einzeln durch den Backteig ziehen und so viele in das Öl geben, dass sie gut schwimmen und sich nicht berühren. Die Apfelradel langsam auf beiden goldgelb backen. Bei Bedarf Öl nachgießen.

Die fertig gebackenen Apfelradel aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier legen. Warm und mit Staubzucker bestäubt servieren. Preiselbeerkompott und Zimtzucker passen sehr gut dazu.

Apfelradel aus Ausbackteig, 3 Stück auf Teller

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2 Comments

  1. Liebste Eva,

    Diese Apfelradel MUSS ich ausprobieren. Meine Mutter hat früher Ähnliche gemacht, aber ehrlich gesagt klingen deine viel besser! Vor allem, dass der Teigmantel etwas dicker ist, hört sich sehr gut an. Weißt du was? Ich hab jetzt richtig Hunger darauf .

    Ganz liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Oh ja, bitte probiere die aus! Da werden Kindheitserinnerungen wach, nicht wahr?
      Ich hätte nie gedacht, dass der Teig einen solchen Unterschied machen kann 🙂 . Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich schon längst auf dieses Rezept umgestiegen!
      Lass sie dir gut schmecken!
      Liebe Grüße und eine schöne Woche
      Eva

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