Ich verschenke sehr oft Kuchen. Aus Selbstschutz. Damit ich nicht alles selber esse. Bei diesen klebrig-süß-sauren Zitronenschnitten war ich wirklich froh, als sie endlich aus dem Haus waren: Zuerst schlugen die Gäste zu, den Rest bekam der Student. Die Zitronenschnitten sind auch einfach zu lecker – hat man erst mal angefangen zu essen, kann man nicht mehr aufhören!

Rezept und Zubereitung
Das Rezept für die Zitronenschnitten habe ich in Martha Stewart’s Cookies* (Werbung) entdeckt. Es hat mich schon beim Durchlesen fasziniert, weil es so ungewöhnlich ist: Für den Boden wird zuerst tiefgekühlte Butter geraspelt. Da bin ich gleich dabei – ein Boden aus geraspelter, tiefgekühlter Butter? Wem fällt denn bitte so etwas ein?
Die Zubereitung bleibt weiter ungewöhnlich: Die geraspelte Butter wird mit Mehl, Staubzucker und Salz zu einem krümeligen Teig verarbeitet. Dieser Teig wird in eine mit Backpapier ausgelegte Glasform gepresst. Form und Teig wandern danach erst für 15 Minuten in die Kühltruhe, dann ins vorgeheizte Backrohr.
An dieser Stelle im Rezept habe ich mir ernsthaft Gedanken gemacht. Sollte ich das Rezept befolgen – und riskieren, dass meine Glasform den Wechsel von der Tiefkühltruhe ins heiße Backrohr nicht verkraftet und zerspringt? Oder sollte ich auf Nummer sicher gehen und zu meinem bewährten Alu-Backrahmen greifen – und nie herausfinden, ob das mit der Glasform klappt oder nicht?




Ich hab´s riskiert und die Glasform genommen. Stand ja so im Rezept. Und ich war richtig erleichtert, als nichts passierte. Kein Knall aus dem Backrohr, keine Scherben, nichts. Die Glasform hielt den Temperaturwechsel aus. Trotzdem eine Empfehlung: Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Glasform hitzebeständig ist, nimm lieber einen Backrahmen! Du musst ihn aber unbedingt mit Alufolie und/oder Backpapier gut abdichten, damit die Füllung nicht ausrinnt.

Ab diesem Punkt ist die Zubereitung einfach und ohne Risiko. Du rührst einfach die Zutaten für die Füllung zusammen und gießt sie über den vorgebackenen Boden. Die Zitronenschnitten kommen wieder ins Backrohr, bis sie an den Rändern leicht goldbraun sind. Dann raus damit, abkühlen lassen und dick mit Staubzucker bestäuben. Und genießen!
Mir ist immer noch nicht ganz klar, was beim Backen passiert. Irgendwie verbindet sich die Füllung mit dem Boden; der saugt sich so richtig mit dem Zitronenguss voll. Man kann beim Essen kaum sagen, was nun Boden ist und was Füllung – alles zusammen hat eine herrlich feuchte, klebrige Konsistenz und schmilzt im Mund. Und schmeckt genial zitronig-süß. Herrlich!




Die kleinen Dinger sind so lecker, dass man kaum aufhören kann zu essen. Die Freundin der Tochter hat fünf Stück auf einmal verdrückt. Oder sechs; wir haben nicht so genau nachgezählt. Auf jeden Fall war sie hinterher ziemlich happy. Und ziemlich satt.
Mehr Rezepte von Martha Stewart auf dem Blog
Rezepte von Martha Stewart mag ich sehr gerne. Sie gelingen fast immer und schmecken super. Oft ist die Zubereitung ungewöhnlich, und das mag ich sehr! Auf dem Blog habe ich folgende Rezepte von ihr vorgestellt, wie immer laktosefrei umgesetzt und meist leicht abgeändert und angepasst an meine eigenen Vorstellungen:
- Chocolate Chip Cookies
- Brownies mit Erdnussbutter-Swirl
- Zwetschgencrumble
- Nussschnitten mit Pekannüssen und/oder Walnüssen
- Torta Sbrisolona
- Halloween Tartelettes und Halloween Cookies
- Frischkäse-Walnuss-Cookies
- Parmesan-Rosmarin-Cracker
Schau doch gerne rein und hol dir Inspiration und Appetit. Hab einen feinen Sonntag und eine gute Woche!
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Für Pinterest






Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!












