Im Pistazien-Orangen-Gugelhupf versteckt sich ein leckerer Pistazien-Swirl; für die Extra-Portion Saftigkeit sorgt der Orangensirup, mit dem der Gugelhupf getränkt wird. Dazu eine Haube aus Zitronen-Zuckerguss, und fertig ist der aromatische Gugelhupf!

Inhaltsverzeichnis
Die Idee zum Rezept
Vor ein paar Wochen habe ich mein bewährtes Muffins-Grundrezept neu gebacken und fotografiert: Ich wollte unbedingt neue Bilder davon. Die alten Bilder waren echt nicht gut: Die waren noch aus den Anfangstage des Blogs, von 2013, glaube ich. Damals hatte ich keine Ahnung von Food-Fotografie und Food-Styling, und das hat man den Bildern angesehen!
Seitdem habe ich dazugelernt 🙂 . Jetzt nehme ich mir so nach und nach die alten Rezepte vor und backe & fotografiere sie neu. Macht Spaß!
Und bringt mich auf neue Ideen: Als ich die Muffins nachgebacken habe, habe ich eine neue Variante ausprobiert: Ich habe die Muffins aus dem Grundrezept mit einem Klecks 100 %igem Pistazienmus gefüllt. Ich war begeistert: die Pistazien-Muffins waren sooo saftig und gut!
Ich wollte diese Idee mit der Pistazienmus-Füllung für einen Kuchen umsetzen; also nicht nur für kleine Muffins, sondern „in groß“. Als Buttermilch-Gugelhupf mit einer Füllung aus Pistazienmus. Und weil ich die Kombination aus Pistazien und Orangen so gerne mag, wollte ich Orangengeschmack im Teig. Durch Orangenschale und eine Tränke aus Orangensirup.
Ich hab’s einfach probiert. Zu meiner Freude hat alles so gut geklappt und geschmeckt, wie ich es mir vorgestellt habe: Der Pistazien-Orangen-Gugelhupf ist richtig „Mhmmm“. Saftig, aromatisch, lecker. Familie und Kollegen waren sehr happy damit, und ich auch!

Pistazien-Orangen-Gugelhupf: Zubereitung
Buttermilchteig
- Los geht’s mit dem Teig Du schlägst weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und abgeriebene Orangenschale von einer großen oder zwei kleinen Bio-Orangen richtig, richtig gut schaumig. Das dauert etwa 10 Minuten und klappt am besten in der Küchenmaschine auf hoher Stufe. Du musst wirklich lange rühren; die Mischung soll hell und luftig sein.
- Jetzt rührst du einzeln die zimmerwarmen Eier ein, immer noch auf hoher Stufe. Jedes Ei muss komplett mit dem Teig verbunden sein, bevor du das nächste Ei zugibst. In der Regel dauert das etwa 1 Minute pro Ei.
- In einer kleinen Schüssel vermischst du währenddessen Mehl mit Natron, Backpulver und Salz.
- Wenn sich die Eier-Butter-Masse komplett mit der Buttermasse verbunden haben, gibst ein Drittel der Mehlmischung und die Hälfte der zimmerwarmen Buttermilch zum Teig. Du rührst beides auf niedriger Stufe kurz ein. Es soll sich alles gerade so verbinden. Bitte wirklich nicht länger rühren, sonst wird der Teig mehlig und pappig!
- Nochmal dasselbe: Du gibst das zweite Drittel der Mehlmischung und die restliche Buttermilch zum Teig und rührst beides kurz ein.
- Zuletzt kommt der Rest der Mehlmischung dazu. Rühre alles möglichst kurz auf niedriger Stufe, bis sich alles zu einem glatten Teig verbunden hat. Fertig ist der Gugelhupf-Teig.
Gugelhupfform vorbereiten und befüllen
- Parallel zum Teig-Anrühren bereitest du die Gugelhupfform vor: Du streichst die Form gründlich mit geschmolzener Butter aus. Dann gibst du 1-2 Esslöffel Mehl in die Form und schüttelst die Form, bis die Form innen gut mit Mehl überzogen ist. Das ist echt wichtig, damit du den Gugelhupf im Ganzen aus der Form bekommst!
- Jetzt gibst du etwa ein Drittel des Teiges in die Form und streichst in glatt. Wenn du willst, kannst du mittig mit einem Teelöffel eine muldenförmige Vertiefung für das Pistazienmus formen; das muss aber nicht unbedingt sein.
- Du gibst mittig eine Pistazienmus-Linie auf den Teig; ziehst also auf dem Teig eine kreisförmige Linie mit Pistazienmus. Das Pistazienmus soll den Rand nach Möglichkeit nicht berühren. Ich habe etwa 2-3 Esslöffel Pistazienmus verwendet. So, dass die Linie etwa 1,5 cm breit war.
- Darüber kommt nochmal ein Drittel Teig und nochmal eine Pistazienmus-Linie.
- Du füllst den restlichen Teig ein. Dann steckst du ein Holzstäbchen oder ein Essstäbchen tief in den Teig und ziehst es spiralförmig durch den Teig. So verteilst du das Pistazienmus und bekommst einen Pistazien-Swirl.
- Den Gugelhupf bäckst du nun, bis er durch ist. Mach die Stäbchenprobe: Wenn du ein Holzstäbchen in den Gugelhupf steckst und daran kein Teig kleben bleibt, ist der Gugelhupf fertig. Dann kommt er raus aus dem Backrohr.
- Lass den Gugelhupf etwa 15 Minuten in der Form auskühlen. Dann stürzt du den Gugelhupf auf ein Kuchengitter und lässt ihn komplett auskühlen.
Orangensirup und Fertigstellung
- Jetzt geht’s mit dem Orangensirup weiter. Dafür presst du zuerst die Orange oder die Orangen aus; du solltest etwa 200 ml Saft erhalten. Den Orangensaft, Zucker und Vanillezucker etwa 3-4 Minuten zu einem Sirup ein. Den nimmst du vom Herd.
- Jetzt kommt der lustige Teil: Du nimmst einen Schaschlik-Spieß oder eine Stricknadel und stichst viele, viele tiefe Löcher in den Gugelhupf. Der Sirup soll richtig tief in den Gugelhupf einsickern können!
- Dann gießt den heißen Orangensirup durch ein Teesieb langsam und mit viel Gefühl über den Gugelhupf, sodass er durch und durch mit Orangensirup getränkt wird. Achtung: Wenn du zu schnell bist, kann der Saft nicht einsickern. Also: Tempo raus, und laaangsam gießen!
Das Teesieb brauchst du, um fängt das Fruchtfleisch aufzufangen. Sonst hast du oben auf dem Gugelhupf Fruchtfleisch-Fasern. Geschmacklich macht das keinen Unterschied, aber es sieht halt nicht so hübsch aus.
- Sobald der Gugelhupf ausgiebig mit Orangensirup getränkt ist, geht’s an den letzten Schritt: Du siebst Staubzucker in eine Rührschüssel und gibst nach und nach so viel Zitronensaft zu, dass du eine sehr dickflüssige, zähe Glasur hast.
- Diese Glasur verteilst du mit einem Löffel auf dem Gugelhupf. Wenn die Konsistenz passt, wird sie langsam und dekorativ den Gugelhupf hinabrinnen.
- Für den finalen Look streust du sofort gehackte Pistazien und vielleicht ein paar Zuckerstreusel über die Glasur. Fertig ist der leckere Pistazien-Orangen-Gugelhupf!
Tipps
- Die Butter, die Eier und die Buttermilch für den Rührteig müssen unbedingt Zimmertemperatur haben! Sonst verbinden sie sich nicht, und der Teig wird nicht glatt.
- Auch wenn die Versuchung groß ist, weil’s sooo lecker ist: Nimm nicht zu viel Pistazienmus. Es wird bei Backen trocken und fühlt sich dann im Mund nicht gut an. Meine Pistazienmus-Linie war 1-1,5 cm dick; das war ideal.
- Die Zuckerglasur muss wirklich dick sein. Wenn du das Gefühl hast, dass sie nahezu fest ist und sich mit einem Löffel oder Backpinsel kaum verteilen lässt, ist sie genau richtig. Dann rinnt sie langsam und dekorativ den Kuchen hinab.

Noch mehr leckere Kuchen
- Orangen-Mandel-Kuchen: ein saftiger Kuchen aus Mandel-Rührteig, getränkt mit Orangensirup.
- Zitronen-Polenta-Kuchen: ein spritziger, glutenfreier Mandel-Polenta-Kuchen, getränkt mit Zitronensirup.
- Zimtschneckenkuchen mit Äpfeln: einfacher und mega leckerer Apfelkuchen mit Zimt-Swirl.
Klick gerne rüber und hol dir Appetit und Inspiration! Die Rezepte sind laktosefrei, wie alle Rezepte auf dem Blog: Ich bin laktoseintolerant und backe mit laktosefreien Zutaten. Wenn du Laktose verträgst, bereitest du die Rezepte einfach mit deinen gewohnten Zutaten zu. Klappt und schmeckt genauso!
Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept und einen wunderschönen Tag!
Rezept

Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!










