Heute gibt es hier ein Rezept für wundervolle Erdbeer Tartelettes mit sahniger Creme und einem Topping aus frischen Erdbeeren und frisch eingekochten Erdbeeren. Die Kombination aus dem köstlichen Mürbteig, der sahnigen Creme und den vielen Erdbeeren schmeckt toll. Dazu kommt ein geniales Mundgefühl: Knackiger Mürbteig, kühle Creme, dazu die Erdbeeren. Sehr fein!

Heute muss ich ein paar persönliche Worte zu meiner Laktose- und Fruktoseintoleranz los werden: Generell komme ich mit meinen Intoleranzen gut zurecht und habe nicht das Gefühl, dass ich beim Essen eingeschränkt bin. Nur im Frühsommer und im Sommer tue ich mir schwer. Der Verzicht auf (Früh-)Sommerobst wie Erdbeeren, Kirschen, Marillen, Pfirsiche und Beeren ist für mich nicht einfach! Zum Glück vertrage ich kleine Mengen Obst, wenn ich mich über einen längeren Zeitraum brav an meine Diät gehalten habe.

Allerdings merke ich gerade, dass ich mich bei Obst wieder einschränken muss. Mein Körper ist sehr verlässlich, der sagt mir deutlich, wann es zu viel ist. Also werde ich darauf hören und in nächster Zeit ohne Obst backen. Leider! Ich liebe Obstkuchen, aber wenn sie mir nicht gut tun, ist Verzicht besser. Das eine oder andere Obst-Rezept werdet ich hier trotzdem noch vorstellen; ich habe in den letzten Wochen einige Obstkuchen gebacken (und gegessen), aber noch nicht verbloggt.
Die Geschichte hinter den Erdbeer Tartelettes
Nun zu den Erdbeer Tartelettes: Die Tartelettes und ich haben eine lange gemeinsame Geschichte. Das Rezept habe ich aus einem amerikanischen Krimi: Diane Mott Davidson schreibt in ihrem Goldy-Bear-Zyklus über die alleinerziehende Mutter Goldy, die ein Partyservice betreibt und ständig in Mordermittlungen hineinstolpert. Die Erdbeer Tartelettes mit sahniger Creme sind angelehnt an ein Rezept für Goldys „Strawberry Super Pie“. Ich weiß leider nicht mehr, in welchem Band der Serie das Rezept vorkommt.

Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich das Rezept schon nachgebacken und abgeändert habe. Sicher mehr als zehn Mal. Und ich war nie zufrieden damit – weil der Boden nach Goldys Rezept bei jedem Backversuch zerfallen ist, ganz egal, was ich versucht habe: Gründlicher kneten, länger backen, mehr Mehl, weniger Mehl, mehr Ei, mehr Butter, den gebackenen Boden mit Schokolade besteichen, Backen in einer Tarteform mit Hebeboden, Backen in einer rechteckigen Form, Backen im Backrahmen – der Boden ist beim Anschneiden zerbröselt und zerfallen.

Die Kuchenstücke lagen also jedes Jahr als Trümmerhaufen auf dem Teller. Der Geschmack war allerdings himmlisch! Die Kombination von Walnussboden, sahniger Creme, Erdbeeren und Erdbeer-Topping fand ich so unfassbar gut, dass ich immer neue Backversuche startete. Eines war klar: Es müssen unbedingt Walnüsse im Teig sein, erst die geben dem Kuchen den ausbalancierten Geschmack. Man kann sie nicht weglassen oder durch Mandeln ersetzen, auch ein normaler Mürbteig passt nicht. Nur stimmt mit Goldys Rezept irgendetwas nicht. Ihr Mürbteig ist zu brüchig.

So bereitest du die Erdbeer Tartelettes zu
Jetzt habe ich endlich eine Lösung gefunden, die funktioniert: Ich habe einen Mürbteig nach dem Grundrezept aus Aurélie Bastiens Tartes & Tartelettes* (Werbung) zubereitet und dabei die Hälfte des Mehls durch gemahlene Walnüsse ersetzt. Zu meiner Erleichterung ist dieser Mürbteig stabil und behält die Form.
Es wäre allerdings klüger und einfacher gewesen, wenn ich die Böden gleich nach dem Backen aus den Förmchen genommen hätte. Das Lösen der fertig gefüllten Tartelettes aus den Förmchen ist doch etwas knifflig. Die ersten beiden Tartelettes haben nicht überlebt. Ich habe schon fast die Nerven weggeworfen, weil ich dachte, dass auch dieser Backversuch gescheitert ist!

Auf dem Bild oben seht ihr ein Tartelette, das ich in meiner Verzweiflung direkt aus dem Förmchen gegessen habe, eben weil ich es nicht aus der Form bekam.
Eine letzte Chance sollten die Erdbeer Tartelettes noch bekommen. Ich habe sie im Kühlschrank mehrere Stunden gekühlt und zu meiner großen Freude ließen sie sich dann unfallfrei aus den Förmchen lösen. Hier das Beweisbild! Leider habe ich dieses Tartelette nicht angegabelt und kann euch kein Bild vom Innenleben zeigen.

Mein Tipp: Falls du das Rezept nachbacken willst, nimm die Tartelette-Böden besser gleich nach dem Backen uns Auskühlen aus den Förmchen.
Die einfachste Lösung wäre wohl, dass du die Törtchen direkt in der Tartelette-Form serviert. Es gibt sehr hübsche Förmchen aus Porzellan, die wären ideal.
Zum Geschmack: Ich hätte mich mit diesem Rezept nicht jahrzehntelang herumgeärgert, wenn die Komposition nicht so toll schmecken würde. Für mich sind die Erdbeer Tartelettes DER Erdbeergenuss schlechthin! Die Erdbeeren thronen auf leicht gesüßten Frischkäse-Schlagrahm-Wölkchen, darunter der feine Walnussmürbteig. Eine perfekte Kombination!
Mehr Rezepte mit Erdbeeren findest du hier:
- Erdbeer-Käsesahne-Torte
- Mascarponetorte mit gerösteten Erdbeeren
- Erdbeerkuchen mit Pekannüssen
- Erdbeertorte im Naked Cake Stil
- Erdbeertorte mit Buchweizenbiskuit
- Erdbeer-Cheesecake-Schnitten, glutenfrei
Schau doch rein und hol dir Ideen und Appetit. Hab einen feinen Tag!
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Für Pinterest




Ich bin Eva Dragosits, seit 2013 Foodbloggerin mit dem Schwerpunkt laktosefrei backen. Ich vertrage keine Laktose und backe deshalb all meine süßen Leckereien laktosefrei. 🙂
Auf „ichmussbacken“ findest du 500+ Rezepte für laktosefreie Schokokuchen, Cheesecakes, Cremetorten & vieles mehr – von einfach bis anspruchsvoll. Alle Rezepte funktionieren auch mit „normalen“ Zutaten.
Worauf ich stolz bin:
- mein Buch „Laktosefrei Backen“ (Humboldt Verlag, 2023),
- den 2. Platz beim afba 2024 für meine Double Espresso Cupcakes.
Viel Freude beim Nachbacken!

















Liebe Eva,
Es muss wirklich schwer sein, sich in dieser Jahreszeit mit den Früchten einschränken zu müssen. Das tut mir sehr leid. Wirklich! Solche Tartlettes wie diese, liebe ich ganz besonders! Ich assoziiere sie irgendwie mit einem gemütlichen Sonntagnachmittag im Garten. Dass der Teig allerdings solche Schwierigkeiten gemacht hat, ist wirklich ärgerlich. Umso schöner, dass du ihn endlich bezwingen hast! Ich denke, darin schmecken auch noch andere Füllungen ohne Früchte.
Hab noch einen schönen Sonntag. Hier ist das Wetter zumindest so schön, dass wir draußen sitzen können.
Ganz liebe Grüße Maren
Ja, in diesen Monaten ist das wirklich doof, vor allem, wenn einem auf anderen Blogs wundervolle Obstkuchen entgegen leuchten! Da muss ich immer aufpassen, dass ich auf meinen Körper höre und mich nicht zu sehr verführen lasse 🙂 !
Im Winter geht´s leichter. Verzicht auf Orangen, Mandarinen und Zitronen ist irgendwie einfacher 😉 !
Bei uns kommt morgen der Hochsommer, juhu! Aber noch merkt man nix davon!
Genieße den Tag draußen und liebe Grüße!
Eva
Wow toll – die sehen nach Sommer aus! Vor allem kleine handliche Törtchen finde ich so ein tolles Gebäck für den Sommer; Ich hab im vorigen Jahr mal eine großen Beerentarte gemacht – auch mit Nussmürbteig. Ich lasse immer den Zucker bei den Beeren weg – finde den braucht man eigentlich gar nicht mehr 🙂 Danke für die schöne Idee!
Lasse dir liebe Grüße vom Wörthersee da,
Catrin von http://www.cookingcatrin.at/
Liebe Catrin,
danke für dein Lob 🙂 ! Die Inspiration für die Tartelettes stammt aus Amerika, da ist überall Zucker drin 🙂 ! Ich habe eh schon massiv reduziert, aber du hast recht, bei Beeren kann man den Zucker auch ganz weglassen. Gerade Erdbeeren sind ja sowieso herrlich süß, wenn sie reif sind!
Liebe Grüße an dich und den Wörthersee!
Eva
Liebe Eva, ich kann mir gar nicht vorstellen, wir schwer es für dich ist, auf Früchte zu verzichten. Ich muss auf Erd-, Brom- und Himbeeren verzichten und das ist manchmal nach all den Jahren schwer, aber auf allen…ich hoffe ich muss das nie erleben. Zum Glück kannst du doch Früchte in kleineren Mengen vertragen. Und zum Glück gibt es ja genug andere Nachspeisen, die ohne Früchte gezaubert werden können und lecker schmecken.
Gut, dass du ein Mürbeteig-Rezept gefunden hast, dass klappt. Ich bin noch auf der Suche danach…bei mir will es nicht so recht klappen. Oder ich stelle mich nur blöd an 🙂
LG, Diana
Dann weißt du ja, wie es ist mit dem Verzicht… Ich komme gut zurecht, nur gerade um diese Jahreszeit ist es schwer. Ich versuche es positiv zu sehen und freue mich einfach darüber, dass es noch so viele andere leckere Dinge gibt, die ich gut vertrage 🙂 !
Du hast wirklich Probleme mit Mürbteig? Den finde ich eigentlich unproblematisch! Ich suche dir gerne ein gelingsicheres Rezept heraus, wenn du möchtest!
Liebe Grüße
Eva